Erste Ehe

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Presseheft: Inhalt

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Besetzung, Stab und Technische Daten

Dorit:

Maria Simon

Alex:

Nils Nelleßen

Heiner:

Marc Richter

Thema:

Martin Rheinhardt

Frau von der Burg:

Marina Weiss-Burgazlieva

Sybille:

Silvina Buchbauer

Himself:

Martin Dean

 

Buch und Regie:

Isabelle Stever

Kamera:

Rali Raltschev

Schnitt:

Frank Brummundt, Vessela Martschewski

Musik:

Marcus Fritzsch, Martin Dean, Die Haut u.a

Mischung:

Martin Steyer

Maske:

Marie-Eglantine Leibfried

Kostüm:

Gizella Koppan

Ausstattung:

Felicity Good

Tonmeister:

Dirk Homann

Oberbeleuchter:

Oliver Friederich

Fotos:

Miriam Seltmann

Produktion:

Jens Körner, filmkombinat /
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin /
ZDF - Das Kleine Fernsehspiel

Redaktion:

Lucas Schmidt / ZDF

 

Titel:

Erste Ehe (Portrait of A Married Couple)

Land:

Deutschland

Jahr:

2002

Farbe:

Farbe

Ton:

Dolby SR

Format:

35 mm

Bildformat:

1:1,85

Länge:

92 Minuten

 


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Festivals und Preise

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Pressenotiz

Eine Generation leidet an ihrer eigenen Beziehungslosigkeit.

Isabelle Stevers erster langer Spielfilm ERSTE EHE fängt dort an, wo andere Liebesfilme normalerweise aufhören: sie küssen und sie schlagen sich.

Die Regisseurin Isabelle Stever hat eine komplette Beziehungsgeschichte auf eine einzige Nacht konzentriert. Liebe und Hass liegen hautnah beieinander. Für ihren Psycho-Gewaltakt wurde die Hauptdarstellerin Maria Simon im Januar 2003 in Saarbrücken mit dem Max Ophüls Preis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Die Regisseurin Isabelle Stever erhielt für ERSTE EHE den FIRST STEPS AWARD 2002.

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Kurzinhalt

Dorit, 25, und Alex, 30, ein frisch getrautes junges Ehepaar, feiern ihre Hochzeitsparty. Bis zum Morgengrauen durchleben sie die Stationen ihrer höchst emotionalen und gleichzeitig destruktiven Liebesbeziehung und lassen dabei ihrem zerstörerischen und kämpferischen Potential freien Lauf. Ohne Pausen und ohne Kompromisse zerfleischen sie sich vor den Augen der Gäste.

ERSTE EHE ist eine unmögliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen quälen, um zu beweisen, dass sie am Leben sind. Der Kampf zwischen Dorit und Alex ist ein komplexes psychologisches Verwirrspiel, das sich von Szene zu Szene steigert.

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Isabelle Stever über ihren Film

Ein Film, der zeigt, wie wertvoll das Leben sein kann.

Auf ihrer Hochzeitsparty durchleben Dorit und Alex alle Stationen ihrer leidenschaftlichen und destruktiven Beziehung, und das Fest treibt ihr kämpferisches Potential konsequent in die Höhe.

Dorit ist aus gutbürgerlichen behüteten Verhältnissen und malt. Alex wurde von seinen 68er Eltern im Stich gelassen und schreibt. Beide sind hochgradig unsicher und beschäftigen sich in erster Linie mit sich selbst.

Dorit fragt Alex am Anfang des Filmes "Würdest du mich auch dann noch lieben, wenn ich keine Arme mehr hätte und keine Beine..". Hier gibt sie kokett die Richtung vor, in die sich die Figuren bewegen. Die Suche nach immer extremeren Liebesbeweisen und vor allen Dingen die Suche nach dem Mitleid des anderen.

Wer leidet mehr? Man könnte meinen, Alex leidet mehr, wenn er versucht, sich im Bad die Pulsadern aufzuschneiden, weil seine Frau ihm nicht genug Aufmerksamkeit schenkt. Doch Dorit wird im Laufe des Filmes wirklich jede Form von Koketterie verlieren.

Dorit wird das finden, was Alex so verzweifelt sucht. Den Moment, wo das Über-Ich aussetzt, wo der Unterschied zwischen Mensch und Tier verschwimmt, wo nur noch der pure Instinkt regiert.

Der Film versucht diesen lebensgefährlichen Zustand zu beschreiben. Die beiden Hauptfiguren suchen nach Extremen und beobachten sich dabei in immer pathologischeren Zuständen im Spiegel. Sie experimentieren mit dem eigenen Gehirn. Hierbei helfen auch die enormen Mengen an Alkohol, Nikotin, Haschisch, Kokain und Ecstasy, die Dorit im Laufe der Party zu sich nimmt.

Irgendwie scheint es so, als könnten Dorit und Alex sich nur für sehr wenige, sehr wertvolle Sekunden in Frieden lieben, wenn einer von beiden ohnmächtig oder beinahe tot ist.

ERSTE EHE ist die auf einen Abend komprimierte Wiedergabe einer längeren Beziehung. Durch diese gnadenlose Komprimierung entsteht für diese Figuren ein Überdruck. Es gibt keine Pausen und keine Kompromisse.

Ich denke, die Form von Beziehung, die hier beschrieben wird, ist zwar zeitlos, doch aufgrund dieser Konsequenz und Bodenlosigkeit der Charaktere spielt sie in der Gegenwart.

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Bio-/Filmografie Isabelle Stever
Team
Isabelle Stever

Geboren in München, aufgewachsen in München, Paris und Nordrhein-Westfalen. Seit 1984 in Berlin, Ausstellungen von Malerei. 1994 Diplom in Mathematik an der TU Berlin mit einjährigem Studienaufenthalt in New York. Mitarbeit bei Fernseh- und Kinofilmen in vielen Bereichen.

Ab 1994 Studium der Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), währenddessen Arbeit als Regieassistentin, Script/Continuity und Casting.

Kurzfilme auf internationalen Festivals und im Kinoprogramm. 2002 Diplom an der dffb mit dem Abschlussfilm ERSTE EHE, für die ZDF-Reihe "Das Kleine Fernsehspiel". Zur Zeit bereitet die Regisseurin drei Spielfilmprojekte vor.

Filmographie Isabelle Stever (Auszug)

1997

Requiem für etwas, das sehr klein ist 24 min, 16 mm
(Internationale Oberhausener Kurzfilmtage, Internationales Hamburger Kurzfilmfest, Münchner Filmfest, Internationales Filmfest Mannheim-Heidelberg, Poitiers International Filmfestival, Frankreich Premiers Plans Festival D'Angers, Frankreich, Eisenstein, Internationales Filmfestival Wilhelmshaven)

1990

A Touch of Heaven 15 min, 16 mm
(Internationales Festival der Filmhochschulen München Fantasy Filmfest, Berlin, Hamburg, München Premiers Plans Festival D'Angers, Frankreich Festival International du Film Cinénygma, Luxemburg)

1999

Beach Bikini Party 6 min, 35 mm, Dolby SR
(Bundeskongress "Gewalt gegen Frauen", Lübeck, Kurzfilme im Autonomen Frauenhaus, Berlin, Internationales Filmfest Oldenburg, Internationales Filmfest Hamburg)

Ist das ein fröhlicher Mann oder ein Steak? 7 min, BETA

2002

Erste Ehe, 92 min, 35mm, Dolby SR

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Maria Simon als Dorit

Maria Simon, Jahrgang 1976. Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin. Auf dem diesjährigen Filmfestival in Saarbrücken wurde Maria Simon in der Kategorie Darstellerpreis mit dem Max Ophüls Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Bislang eher aus dem Fernsehen bekannt, hat Maria Simon in den letzten Jahren auch häufiger in Kinofilmen eine Rolle gespielt. Seit Wolfgang Beckers Supererfolg GOOD BYE, LENIN kennen sie Millionen von Kinobesuchern als Ariane. Als Theaterschauspielerin war sie u.a. bereits als "Das Käthchen von Heilbronn" am Schauspielhaus Düsseldorf zu sehen.

Maria Simon ist für den Deutschen Filmpreis 2003 in der Kategorie "Beste Nebenrolle" für die Filme LICHTER und GOOD BYE, LENIN! nominiert.

Filmographie Maria Simon

1999

Pilotfilm der ZDF-Serie Jenny Berlin (Regie: Johannes Fabrik, TV)
Zornige Küsse (Regie: Judith Kennel, Kino) Preis für die beste Darstellerin beim Filmfestival Moskau, 2000

2000

Mein langsames Leben (Regie: Angela Schanelec, TV)

2001

Meine Tochter ist keine Mörderin (Regie: Sherry Hormann, TV, Kino)
Tatort - Verrat (Regie: Hans Noever, TV)
Love me tender (Regie: Johannes Fabrick, TV)

2002

Alles perfekt (Regie: Rolf Silber, TV)
Luther (Regie: Eric Till, Kinostart 2003)
Tatort - Reise ins Nichts (Regie: Hartmut Griesmayr, TV)
Good Bye, Lenin! (Regie: Wolfgang Becker, Kino)
Erste Ehe (Regie: Isabelle Stever, Kino, TV)
Lichter (Regie: Hans-Christian Schmid, Kino)

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Nils Nelleßen als Alex

Geboren 1971 in Oldenburg. Absolvierte von 1994-97 eine Schauspielausbildung an der HHF Konrad Wolff in Potsdam Babelsberg. Seitdem war Nils Nelleßen sowohl am Theater als auch in mehreren Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen.

Nils Nelleßen im Kino (Auswahl)

1997

Strassensperre (Regie: Carsten Fiebeler)

1998

Südsee, eigene Insel (Regie: Thomas Bahmann)

2001

Die Datsche (Regie: Carsten Fiebeler)

2002

Erste Ehe (Regie: Isabelle Stever)

Nils Nelleßen im TV (Auswahl)

1998

Holstein Lovers (Regie: Uwe Janson)
Anna Marx (Regie: Frank Strecker)

1999

Schrei - denn Ich werde dich töten! (Regie: Robert Sigl)

2000

Liebe, Tod und viele Kalorien (Regie: Dietmar Klein)

2001

Wilsberg und der letzte Anruf (Regie: Dennis Satin)

2002

Stahlnetz (Regie: Manfred Stelzer)
Weihnachtsmann gesucht (Regie: Uwe Janson)

Nils Nelleßen im Theater

1997

Übergewicht, Unwichtig, Unform (Regie: Johanna Schall, Deutsches Theater Berlin)
Im Dickicht (Regie: Johanna Schall, Deutsches Theater)

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Jurybegründung: Nachwuchspreis First Steps Award 2002

Die Jury: die Schauspielerin Suzanne von Borsody, der Regisseur und Autor Michael Gutmann, der Medienjournalist Michael Hanfeld, die Schauspielerin Barbara Rudnick und die Regisseurin Margarethe von Trotta.

Wir kennen das aus dem Kino: Das verliebte Paar umarmt sich, voller Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft. Abblende und Schlussmusik. Happy End.

Hier fängt der Film "Erste Ehe" an.

Ein frisch verheiratetes Paar lädt zu einer Party in seiner Berliner Wohnung ein, die schnell zur Bühne eines verzweifelten Ehekrieges wird. Dorit, die Malerin und Alex, der Jungregisseur lieben sich. Sogar sehr.

"Wieso muss man eigentlich gleich heiraten?" fragt ein Partygast. Dorit erwidert: "Ich finde das toll, es macht alles viel intensiver." Hinter dieser fröhlichen Feststellung steckt eine erschreckende Rigorosität, unter der Dorits frisch gebackener Traummann in seine Einzelteile zerfällt. Alex will sich umbringen. Das wirkt ernst, aber auch wie eine Inszenierung, schließlich ist Alex Regisseur. Zumindest hält er sich dafür.

Illusionen gibt es viele in "Erste Ehe", und sie werden alle abgeschossen. In den Pausen dieses Duells, wenn die Gegner ihre Pistolen nachladen, bemühen sich die Partygäste um Small-Talk und Schadensbegrenzung. Die melancholische Musik von Marcus Fritzsch und Martin Dean markiert die Kapitelübergänge. Es wird gesungen, und dieser Gesang ist ein verführerischer Trost, wie in den alten Filmen, als ein Lied noch Wunder bewirken konnte.

Es ist Isabelle Stevers erster langer Spielfilm nach einer Reihe von Kurzfilmen. Zur Seite steht ihr der Kameramann Rali Raltschev, der sehr viel zum Gelingen dieses beeindruckenden Debüts beiträgt. Das eigentliche Wagnis von "Erste Ehe" besteht darin, sich völlig auf das Spiel der beiden jungen Hauptdarsteller einzulassen. Maria Simon und Nils Nellessen verkörpern das Ehepaar Dorit und Alex mit allen Konsequenzen.

Angefangen vom glänzenden Traumpaar einer Berliner "jeunesse dorée" bis zu zwei verzweifelten, bösen Kindern, die alles zerstören müssen, weil sie weder sich noch sonst irgend jemandem vertrauen können. Szenen einer Ehe, in denen wir auch den Befund einer Generation erkennen, die nur noch gegen sich selber kämpfen kann.

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Jurybegründung: Max Ophüls Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin: Maria Simon für ihre Rolle der Dorit

Die Jury: Boris Penth, Direktor Filmfestival Max Ophüls Preis, Reinhold Wulf,WDR-3Sat, Andreas Eicher, box! Film- und Fernsehproduktion, Berlin

Die Beziehungslosigkeit der jungen Generation ist eines der brennenden aktuellen Themen im jungen deutschen Film. Maria Simon spielt in "Erste Ehe" (Regie: Isabelle Stever) eine Frau, die sich nach der bedingungslosen Liebe sehnt, aber selbst unfähig ist, sich aus den eigenen neurotischen Verstrickungen zu befreien. In ihrer bewegenden Darstellung der Dorit treffen sich das übernommene Frauenbild aus der Generation der Eltern und der emotionale Leerlauf ihrer Zeitgenossen. Der Kampf zwischen ihr und ihrem Ehemann ist ein komplexes psychologisches Verwirrspiel, das sich von Szene zu Szene ins (fast) Unerträgliche steigert. Die jungen Eheleute sind wie Spiegelbilder ihrer selbst und projizieren die psychotischen Störungen auf ihr Gegenüber, das sie in selbstzerstörerischer Wut attackieren. Maria Simon beeindruckt durch die Intensität des Spiels, den dramaturgisch faszinierenden Stimmungswechseln zwischen emotionalen Oberflächlichkeiten, jugendlicher Selbstverliebtheit und blinder Zerstörungswut.

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Pressestimmen

ERSTE EHE von Isabelle Stever, irgendwo zwischen LA NOTTE auf Koks und Fassbinder für die Designer-Generation.

FAZ vom 4. Juli 2002, Michael Althen

Jetzt wird die Kampfzone erst richtig ausgeweitet. ERSTE EHE, das ist die Geschichte einer Nacht, das ist der Furor eines jungen Paares, auf dessen Beziehungsgefecht die Phrase von der Ausweitung der Kampfzone endlich einmal zutrifft.

FAZ vom 26. August 2002, Peter Körte

Eine hochneurotische Tour de Force durch nichts als das innere Chaos ... ein Extremsport, eine verzweifelte mörderische Obsession. Für ihren Psycho-Gewaltakt erhielt Maria Simon verdienterweise den Darstellerinnenpreis.

Der Tagesspiegel, Christiane Peitz

Der stilsicher inszenierte Parforce-Ritt durch das nächtliche Universum aus Drogenkonsum, unterkühlter Egomanie und zwischenmenschlicher Aggression.

Freitag 05/ 2003, von Bernd Buder

Wie viel schöner ist da das indirekte Liebesgeständnis in ERSTE EHE, Isabelle Stevers wagemutigem Partyfilm, in dem ein Paar der Berliner Bohème eine amour fou probt.

Süddeutsche Zeitung, von Hans Schifferle

Gäbe es einen Preis für die höchste Neurotiker-Konzentration pro Altbauquadratmeter, "Erste Ehe" hätte ihn verdient, der provokanteste Film des Wettbewerbs.

Saarbrücker Zeitung, von tok

Einer der raren Film, die nachhallen, ist Isabelle Stevers "Erste Ehe", ein sehr eruptiver, ungeschliffener Film, der polarisiert. Stever zeigt eine hochexplosive Beziehung am Abend ihrer Hochzeitsparty, zerlegt in ihre Bestandteile. Eine Entdeckung: Maria Simon.

Saarbrücker Zeitung, von Christoph Schreiner





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