Was machen Frauen morgens um halb vier?: Presseheft

 
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Ein Film von Matthias Kiefersauer

Deutschland 2012

KINOSTART: 08.11.2012
Laufzeit: 90 Minuten

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56

info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
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80331 München
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Fax: 089-23 66 12 20

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Stab

Regie

  Matthias Kiefersauer
Drehbuch
  Martina Brand
Kamera
  Thomas Etzold
Ton
  Markus Dobler
Schnitt
  Silvia Nawrot
Szenenbild
  Eva Maria Stiebler
Kostüme
  Theresia Wogh
Maske
  Verena Weißert
  Christina Baier
Musik
  Rainer Bartesch
Casting
  Veronika Choroba
Herstellungsleitung
  Stefanie von Lerchenfeld (BR)
  Alecsander Faroga (Tellux Film)
Redaktion
  Birgit Metz (BR)
  Bettina Ricklefs (BR),
    Diane Wurzschmitt (Degeto)
Produzent
  Martin Choroba
ausf. Produzentin
  Franziska An der Gassen
Service Producer Dubai
  Hermann Meingast
Bashir Shamsuddin
Production Manager Dubai
  Jimmy Alfred

Besetzung

Franzi Schwanthaler

  Brigiite Hobmeier
Josef Schwanthaler
  Peter Lerchbaumer
Carmen Schwanthaler
  Muriel Baumeister
Marie
  Emma Preisendanz
Toni
  Thomas Unger
Sonja Bierbichler
  Julia Eder
Margot Kirchner
  Johanna Bittenbinder
Emil Gabler
  Gerd Lohmeyer
Seppi Meyer
  Sebastian Edtbauer
Martin Baum
  Peter Mitterrutzner
Stationsarzt
  Oliver Scheffel
Maxl Schönborn
  David Zimmerschied
Fred Fischer
  Felix Hellmann
Sicherheitsassistenz
  Alexander Liegl
Scheich-Kronprinz Mohammed
  Ercan Karacayli
Manolo Gonzales
  Daniel Montoya
Samir Amin
  Ontana Mirza
Krankenschwester
  Katharina Schwägerl
Übersetzer
  Samir Fuchs

WAS MACHEN FRAUEN MORGENS UM HALB VIER? ist eine Produktion der Tellux Film GmbH im Auftrag des Bayerischen Rundfunks (BR)
und der ARD Degeto für Das Erste, gefördert vom FFF Bayern.

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Pressenotiz

WAS MACHEN FRAUEN NACHTS UM HALB VIER? ist eine humorvolle und zugleich anrührende Tragikomödie über die Geschichte des Niedergangs und der Rettung einer kleinen bayerischen Familienbäckerei, die den Kampf gegen Goliat aufnehmen muss: Gegen die erdrückende Konkurrenz einer ausländischen Billig- Backkette, die der Bäckerei Schwanthaler mit Dumpingpreisen die Kunden stiehlt.

Brigitte Hobmeier ("Die Hebamme", "Sommer in Orange") und Muriel Baumeister ("Urlaub mit kleinen Folgen", "Knockin' on Heaven's Door") spielen die Hauptrollen der zwei Schwestern Franzi und Carmen, die unterschiedlicher nicht sein können: Franzi, die bodenständige Bäckerin, die mit Leib und Seele an dem Familiebetrieb hängt und Carmen, die welterfahrene Architektin, die in der Metropole Berlin lebt. In weiteren Rollen stehen Peter Lerchbaumer, Thomas Unger u.a. vor der Kamera. Regie führte Matthias Kiefersauer („Das große Hobeditzn", "Baching", "Franzi"), das Drehbuch
schrieb Martina Brand. Die Dreharbeiten fanden in München und Umgebung sowie in Dubai statt.

Trotz der weitgehend in bayerischer Mundart verfilmten Geschichte geht es um nichts weniger als universale, archaische Themen über Familie, den Erhalt von Gemeinschaften, Toleranz und das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen – die Bedrohung des Einzelnen durch den Raubkapitalismus, der in seinem Profitstreben kaum mehr Raum zum Überleben für Schwächere lässt. Dass der Film ein echt vorweihnachtliches Goodfeelmovie wurde, ist dem spannenden Drehbuch, der psychologisch feinsinnigen Umsetzung durch den Regisseur und die authentische Darstellung des phantastischen Schauspiel-Ensembles zu verdanken.

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Inhalt

Als der Bäcker Josef Schwanthaler (Peter Lerchbaumer) einen Herzinfarkt erleidet, erfährt seine Tochter Franziska (Brigitte Hobmeier), die mit ihm in der Bäckerei arbeitet, wie es um den Familienbetrieb steht: Die Schulden des Vaters sind so hoch, dass die gesamte Familie bald auf der Straße steht. Zu allem Unglück siedelt der Meyer Seppi (Sebastian Edtbauer) in Franzis Städtchen auch noch eine neue Konkurrenz an, einen Backdiscount, Aufbackstation mit Billigware zu Dumping- Preisen aus dem Osten: „Eine Semmel für 10 Cent“.

Franzi hängt an dem Familienbetrieb und seiner 200-jährigen Geschichte, ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Carmen (Muriel Baumeister), die aufgrund des Herzinfarkts des Vaters zwar aus Berlin nach Hause anreist, aber mit der Bäckerei nichts zu tun haben will. Franzi gelingt es, den widerstrebenden Vater ins Krankenhaus zu bringen und entdeckt danach einen Stapel ungeöffneter Post von der Bank, die das ganze Ausmaß der Schulden offenbart: Die Zwangsvollstreckung steht ins Haus. In der Klinik kommt es zum Familienstreit, weil Bäcker Schwanthaler seiner Franzi nicht zutraut während seiner Genesung die Bäckerei alleine weiter zu führen und deshalb partout die Reha verweigern will.

Gemeinsam marschieren die beiden Schwestern in die Bank zu Maxl Schönborn (David Zimmerschied), der ihnen mitteilt, dass die Schulden inzwischen auf 120.000 Euro angewachsen sind. Maxl rät ihnen zum Verkauf des Hauses, um die Schulden zu tilgen, was die zwei Schwestern entrüstet zurückweisen. Auf dem Heimweg kommen sie am Backdiscount vorbei, für den auch noch Franzis beste Freundin Sonja (Julia Eder) arbeitet, weil deren Mann Michi arbeitslos ist.

Carmen verliert wegen ihrer überstürzten Abreise aus Berlin ihren Job als Kellnerin, den sie annehmen musste, weil sie als Architektin keine Aufträge mehr hatte. Sie versucht Franzi zu überzeugen, dass der einzige Ausweg aus der verfahrenen Situation die Aufgabe der Bäckerei ist, weil sie sich nicht rechnet und schlägt Franzi vor, auch nach Berlin zu kommen.

Auf der Suche nach einer Aushilfe telefoniert Franzi mit ihrem alten Freund Toni Weissgerber (Thomas Unger), der mittlerweile in Dubai arbeitet und den Eindruck erweckt, Chef eines großen Luxushotels zu sein. Aus heimwehtechnischen Gründen bittet er für Weihnachten um ein Päckchen Christstollen. Das bringt Franzi auf eine Idee: Sie will dem legendären Christstollen der Bäckerei Schwanthaler, nach dem schon der Märchenkönig Ludwig ganz narrisch war, einen neuen Markt eröffnen: Die muslimische Welt! Ein Auftrag für das Hotel könnte der Anfang sein.

Also macht sie sich mit einer Kollektion ihrer Backkunst auf den Weg zu ihren „internationalen Connections“ nach Dubai zu den Pyramiden: Ein bayerisches Provinzmadl, das noch nie geflogen ist! Dabei stellt sich schnell heraus, dass der ewige Loser Toni nur ein kleiner Angestellter in dem Hotel ist, aber das schreckt Franzi nicht. Entschlossen meistert sie auch die Hürden des Widerstands durch den österreichischen Chef-Patissier Gustl Steinheimer (Martin Walch), der all ihre bayerischen Kreationen abschmettert – und ganz nebenbei beeindruckt sie ungewollt den Sohn des Scheichs (Ercan Karacayli), der sogleich 3.000 Schwanthaler Christstollen ordert. Zurück zu Hause ist Carmen das erste Mal von der Durchsetzungsfähigkeit der kleinen Schwester begeistert. 5

Doch bald wird die Freude vom Liefertermin am 1. Advent – in acht Tagen! – getrübt. Das ist unmöglich zu schaffen mit den alten Maschinen, dem fehlenden Personal, der musealen Einrichtung der Bäckerei. Dazu die Androhung einer Konventionalstrafe „bei Nichtlieferung“ in Höhe von 12.000 Euro.

Freundin Sonja richtet Franzi wieder auf: Unerwarteterweise kehrt sie als aufbauende Stütze zurück. Franzi rechnet aus, dass sie den Auftrag erfüllen kann, wenn sie die Bäckerei vor dem Weihnachtsgeschäft schließt und sich nur noch auf die Lieferung der Christstollen nach Dubai konzentriert. Leider fehlt aber das Geld für die Zutaten. Franzi reagiert spontan und erinnert an den Familienzusammenhalt in solchen Situationen, wo die Mama immer gesagt hat: "Wenn die Welt untergeht – mach’s Licht an!"

Die beiden Schwestern werfen sich in elegantes Business-Outfit und marschieren ein zweites Mal zur Bank: Mit Entschuldungsplan und Großkunden-Auftrag aus Dubai versuchen sie, einen letzten Kredit für die „Schaffung von Arbeitsplätzen“ aus Maxl Schönborn heraus zu holen. Doch der Bonsai-Banker stellt sich erneut quer – und Carmen steckt zur Rettung ihre letzten 3.000 Euro in das Projekt – das reicht zwar für die Backzutaten, nicht aber für angemessene Löhne. Doch Franzi weiß sich zu helfen: Sie heuert Bekannte und Nachbarn an...

Mit vereinten Kräften gelingt es den Schwestern tatsächlich die kleine Bäckerei an der Globalisierung zu rächen und den Christstollen in die muslimische Welt zu bringen. Weihnachten feiert die ganze Familie Schwanthaler dann sogar mitsamt Kronprinz Mohammed in der Wüste – inklusive Bauprojekt für die Architektin Carmen.

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Interview mit dem Regisseur Matthias Kiefersauer

Wie kam es zur Regiearbeit an „Was machen Frauen morgens um halb vier?“?

Irgendwann klingelte das Telefon, und die Produktionsfirma Tellux Film bot mir den Stoff an. Ich habe das Drehbuch gelesen, mit Redaktion, Produktion und Autorin darüber gesprochen – und dabei festgestellt, dass wir eine ähnliche Vision von dem Film haben. Damit war ich dann im Boot.

Inwiefern hatten Sie Einfluss auf die Geschichte?


Ich habe eine so genannte Regiefassung geschrieben. Dabei ging es vor allem darum, die Geschichte unserer Berliner Drehbuchautorin Martina Brand in Bayern zu verankern. Ich habe also die Dialoge überarbeitet und dabei versucht, die Figuren bayerisch denken zu lassen. Aber ich will ganz deutlich sagen: Martina Brand ist die Mutter dieser Geschichte. Ich habe lediglich ihrem Baby Bayerisch beigebracht. Der Film behandelt ein aktuelles Thema: Viele kleine Geschäfte und Einzelhändler müssen schließen, weil sie der Konkurrenz der billig produzierenden Großketten nicht standhalten können.

Was war Ihnen an der Geschichte besonders wichtig?

Sagen wir es so: Wenn ich in beispielsweise Lenggries eine Breze kaufe, dann soll die bitte anders schmecken und aussehen als eine Breze aus Waldmünchen. Und wenn der alt eingesessene Lenggrieser Bäcker aufgeben muss, weil eine Großkette nebenan eine Filiale eröffnet, dann gibt es im Ort zwar weiterhin Brezen, aber trotzdem ist ein Stück Lenggries verloren gegangen. Solche Themen reizen mich einfach.

Wie kam es zur Besetzung der wichtigsten Rollen?

Die Hauptrollen wurden gecastet. Wie eigentlich immer. Bei den Nebenrollen hatte ich glücklicherweise die Möglichkeit, Namen ins Spiel zu bringen, die bisher noch nicht jedem ein Begriff sind. Deshalb sind zum Beispiel Katharina Schwägerl oder Sebastian Edtbauer dabei, denen ich eine große Karriere im bayerischen Segment prophezeie. Die Figur der Franzi Schwanthaler scheint geradezu wie für Birgitte Hobmeier geschrieben zu sein.

Hatten Sie oder die Drehbuchautorin schon die Schauspielerin von Anfang an für die Rolle im Auge?

Als ich die besagte Regiefassung schrieb, stand Brigitte Hobmeier schon als Franzi Schwanthaler fest. Das hilft schon. Gerade bei den Dialogen hatte ich sie oft vor Augen. Andererseits: Brigitte Hobmeier ist einfach eine große Künstlerin – ich wüsste nichts, was sie nicht spielen könnte.

Mit Thomas Unger (Toni) arbeiten Sie zum wiederholten Male. Was begründet Ihre Zusammenarbeit?


Thomas Unger ist ein Schauspieler, dem ich nicht viel erklären muss. Er versteht sofort, auf was es mir ankommt, hat ein tolles Gespür für Satzmelodien und Pointen. Ich habe mir manchmal überlegt, woran das liegt – bis ich einmal seine Eltern traf. Ich denke, Thomas und ich sind einfach sehr ähnlich sozialisiert worden.

Was bedeutet diese Regiearbeit für Sie im Vergleich zu Ihren früheren Filmen, und was erhoffen Sie für den Kinostart außer guten Zuschauerzahlen?

Für mich war es natürlich toll, nach vier Jahren mit der BR-Serie „Franzi“ endlich wieder einen Neunzigminüter erzählen zu dürfen. Insofern hoffe ich jetzt einfach, dass sich der Spaß, den wir beim Drehen hatten, auch auf das Publikum überträgt. Wäre schön, wenn wir unseren Zuschauern den November und Dezember etwas aufhellen könnten.

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