Hierankl : Presseheft

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Presseheft: Inhalt

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Pressestimmen / Preise

Ein echtes Ereignis ist jedoch Hans Steinbichlers Heimatfilm 'Hierankl', hinter dessen wenig verheißungsvollem Titel sich eine Geschichte verbirgt, in der sich jene Abgründe auftun, von denen die meisten Filme nicht mal zu träumen wagen. ... Wenn man dann endlich begreift, ist man schon so verstrickt in diese fast schon antike Tragödie, dass einem der Atem stockt. Mit unbarmherziger Genauigkeit schraubt sich der Film immer tiefer in das Geflecht aus heimlicher Liebe und offenem Verrat, das den Beteiligten langsam die Kehle zuschnürt. Steinbichler hat nicht nur hervorragende Schauspieler, sondern gibt ihnen vor allem den Raum, um ihre gewaltige Präsenz zu entfalten. Die Kamera ist wie entflammt von der Schönheit der Landschaft und rückt die Dinge zum Greifen nah. An diesem überragenden Debüt wird bei der Preisverleihung am Freitag kein Weg vorbeiführen. Der Rest ist Hoffnung – wie immer beim deutschen Film. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ausgezeichnet auf dem Filmfest München mit dem FÖRDERPREIS DEUTSCHER FILM in den Kategorien
Beste Regie – Hans Steinbichler
Beste Darstellerin – Johanna Wokalek

Eine der großen Entdeckungen auf dem Münchner Filmfest. Abendzeitung

Die fulminante Voralpentragödie 'Hierankl' ... war der reifste und darstellerisch beste, insgesamt herausragendste Film des Wettbewerbs. Münchner Merkur

'Hierankl' hat das, was vielen deutschen Filmen fehlt: Kinoqualität. Und Hans Steinbichler beweist Wagemut, eine nicht sehr verbreitete Eigenschaft. Blickpunkt:Film

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Besetzung, Stab und Technische Daten

Lene:

Johanna Wokalek

Rosemarie:

Barbara Sukowa

Lukas:

Josef Bierbichler

Götz:

Peter Simonischek

Paul:

Frank Giering

Vinzenz:

Alexander Beyer

 

Buch und Regie:

Hans Steinbichler

Kamera:

Bella Halben

Szenenbild:

Doerthe Komnick, Johannes Sternagel

Ton:

Eckart Kuchenbecker

Schnitt:

Christian Lonk

Musik:

Antek Lazarkiewicz

Produktionsleitung:

Jörg Grossmann

Redaktion:

Benigna von Keyserlingk

Produzenten:

Alena und Herbert Rimbach

Eine Gemeinschaftsproduktion der AVISTA FILM Herbert Rimbach mit ARRI, BRAINPOOL TV AG, HFF München, Bayerischer Rundfunk, ARTE und Südwestrundfunk.
Gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern und Filmförderungsanstalt

 

Land:

Deutschland

Jahr:

2003

Farbe:

Farbe

Ton:

Dolby SRD

Bildformat:

1 : 1,85

Länge:

93 Minuten

 

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Inhalt

Was ist Hierankl?

Für Lene ein einsames Gehöft am Rande der Alpen, in dem ihre Familie wohnt, die sie zuletzt vor fünf Jahren gesehen hat. Jetzt geht sie zurück und entdeckt mit dem Geheimnis von Hierankl auch das Geheimnis ihres Lebens.

Auf einem Bahnsteig in München steht Lene (Johanna Wokalek). Sie muss sich entscheiden: zurück nach Berlin, wo sie lebt, oder in Richtung Süden. Dort, am Rande der Alpen, wohnt Lenes Familie auf dem einsamen Gehöft Hierankl. Seit Jahren hat Lene ihre Familie nicht mehr gesehen. Mit siebzehn ist sie nach einem Zerwürfnis mit ihrer Mutter Rosemarie (Barbara Sukowa) nach Berlin abgehauen. Jetzt endlich fühlt sie sich stark genug, nach Hierankl zurückzukehren und Rosemarie wieder zu begegnen. Der sechzigste Geburtstag Ihres Vaters Lukas (Josef Bierbichler) ist ein willkommener Anlass, und, Lene wird Paul (Frank Giering), ihren Bruder wieder sehen. Sie nimmt den Zug nach Süden. Am gleichen Tag trifft überraschend ein weiterer Gast in Hierankl ein. Goetz Hildebrand (Peter Simonischek), ein gemeinsamer Freund der Eltern aus Studienzeiten. Er taucht nach dreißig Jahren zum ersten Mal wieder auf. Goetz kennt Hierankl noch so, wie Lene es in Erinnerung hat, und er weiß auch, wie es hier vor ihrer Zeit war, als er noch ein dramatisches Liebesverhältnis mit Rosemarie hatte. Lene hegt sofort tiefe Gefühle für den undurchschaubaren, gut aussehenden Fremden und stürzt sich in eine amour fou, die jedoch eine ungeahnte Kettenreaktion in Gang setzt.....

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Interview mit Hans Steinbichler

Was ist ein Heimatfilm?

Hans Steinbichler: Zunächst mal ein Schimpfwort, da Heimatfilm eigentlich nur die Fertigung übelster Klischees bedeutet: glückliche Menschen vor toller Landschaft, kaum Probleme. Für mich aber bedeutet Heimatfilm den Anfang einer möglichen Entwicklung. Ich habe für meinen ersten Film etwas gesucht, wo ich mich auskenne: meine Heimat, den Chiemgau, die mir fast alles bedeutet und Familienstrukturen die ich, seit ich Kind war, ausdauernd und fast obsessiv beobachtet habe. Beides zusammen, Landschaft und Familie, ist Heimat, die Verarbeitung davon ist Heimatfilm.

Was hat Sie bewogen, eine Geschichte in Ihrer Heimat, im Chiemgau, zu inszenieren?

HS: Ein Gefühl für die vollkommene Schönheit dieser Landschaft und meine Sicherheit, diese Schritt für Schritt gut zu kennen. Die Schauplätze der Handlung entsprechen eher einer emotionalen Landkarte in meinem Inneren, einem ersten Kuss, einem Ort, an dem ich bestimmte Musik hörte, dem Triumph, eine Route geklettert zu haben, als einem Location- Scouting für coole Plätze. Während des Drehs zog ich aus dem Hotel aus und schlief im Haus meiner Eltern. Schon am Morgen, vor den Dreharbeiten, war ich immer bei mir angekommen. Heimat eben.

Was bedeutet der Begriff "Familie" für Sie und was hat Sie an einer Familiengeschichte in HIERANKL interessiert?

HS: Ich bin ein Familienmensch, im Guten, wie im Schlechten. Lene sagt am Anfang des Films: Die drei wichtigsten Fragen: Hast Du Sex, hast Du Familie, bist Du in Bewegung? Sie fährt zu ihrer Familie, weil sie sich nicht entziehen kann. Sie ist in einem System von Abhängigkeit. Positiv würde sie Abhängigkeit in Liebe, Zuneigung und Geborgenheit übersetzen. Diese Grenzziehung hat mich auch im Film interessiert. Wo frisst mich die Familie auf, wo beginnt meine eigene Identität? Wie viel davon soll ich, wie viel davon darf ich verteidigen? Familie ist alles, die alte als auch die neue, die man sich selbst schafft.

Ist die Sprachlosigkeit, die Kommunikationsunfähigkeit in der Familie typisch für Bayern und diese Region hier oder eher ein allgemeiner Zustand unserer Gesellschaft?

HS: Bayern ist ein Land der Sprachlosigkeit. Ein Land, in dem noch heute obrigkeitsstaatlich gedacht wird, in dem man noch heute gerne Entscheidungen nach oben, an Gott, an einen nicht vorhandenen Monarchen, an Honoratioren oder einen Senat weitergibt, ist dafür prädestiniert. Die wenigen Worte, die die Bayern füreinander finden, sind undeutlich, nahe an der Schwammigkeit der Diplomatie und völlig unkonkret. Anstatt zu sprechen, wird in Bayern geschwiegen, an der Stelle der Auseinandersetzung steht die Buße. Insofern hat Bayern in diesem Film einen sehr spezifischen Ausdruck.

HIERANKL erzählt eine Familiengeschichte auf eine Weise, die nicht unbedingt kommerziellen Leitfäden folgt. Wie haben Sie die dennoch das Projekt realisieren können?

HS: Ich hatte großes Glück, da ich Produzenten und Verantwortliche bei den Sendern fand, die die unmittelbare Stärke der Geschichte erkannten. Die Realisierung stand dennoch bis zuletzt auf Messers Schneide. Es wird wohl, so fürchte ich, immer weniger Filme dieser Sorte geben, da leider Geldmangel und Wagnismangel zur Zeit eine fürchterliche Mesalliance eingehen. Trotzdem. HIERANKL ist der Versuch eine Fahne hochzuhalten, die sich eher am französischen Begriff des 'Regisseurs' orientiert. Dort heißt er 'realisateur', was nichts anderes heißt, als dass jemand den Mut hat, eine Idee zu einem Bild, einer Welt zu formen. HIERANKL ist so eine Welt.

Für einen Debütfilm ist der Cast ungewöhnlich hochkarätig besetzt, bis in die kleinsten Rollen. Wie haben Sie die Darsteller für das Projekt gewinnen können?

HS: Johanna Wokalek kam während des Drehs einmal auf mich zu und meinte, meine Regiearbeit sei eine Form der Verführung. Diese Formulierung hat mich dann ewig beschäftigt und ich musste zugeben, dass ich auch über diesen Weg an Darsteller wie Barbara Sukowa, Sepp Bierbichler und Peter Simonischek gekommen bin. Verführung ist aber nicht Berechnung, Verführung ist eher der verzweifelte Versuch, mit Nichts in der Hand Eindruck zu schinden. Wenn es funktioniert, ein ungemein effektives Prinzip.

HIERANKL ist Ihr erster langer Spielfilm. Wie war es für Sie mit etablierten Darstellern wie die international bekannte Barbara Sukowa oder auch Josef Bierbichler zu arbeiten?

HS: Meine Faustregel: je berühmter, je internationaler, je mehr ausgezeichnet ein Schauspieler ist, um so einfacher ist die Zusammenarbeit in menschlicher und professioneller Hinsicht. Es war eine unglaubliche Lust mit einem reflektierten Menschen wie Sepp Bierbichler oder einer Intellektuellen wie Barbara Sukowa eine Auseinandersetzung zu suchen. Das hat mich befeuert und ich vergaß, dass ich eigentlich ein Anfänger bin.

Wie haben Sie dieses Spannungsverhältnis zwischen Suche nach Liebe auf der einen und seelische Verletzung auf der anderen Seite, die die Figur Lena in sich trägt mit Johanna Wokalek erarbeitet?

HS: Mit Johanna zu arbeiten war die größte Herausforderung des Films in schauspielerischer Hinsicht. Ich merkte sehr schnell, dass die besten Ergebnisse bei ihr über Reibung und Konflikte kamen. Also ließ ich mich auf Konflikte ein und bekannte ganz offen Schwächen, die sie aufdeckte, um sie dann mit aller Energie zu verteidigen. Da Johannas ganze Geschichte in diesem Film von einer Mischung aus Misstrauen und Energie getragen wird, war es mit nicht unrecht, dass mir Johanna nie ganz vertraute. Es war der Bodensatz für ihr unheimlich starkes Spiel, also die Ambivalenz zwischen einer Amazone und einer Mimose.

Für die Kamera zeichnet Bella Halben verantwortlich. War es ein Vorteil bei HIERANKL mit einer Frau hinter der Kamera zu arbeiten?

HS: Ich arbeite generell lieber mit Frauen zusammen, da sie eine viel höhere Identifikation mit meiner Idee mitbringen, als Männer dies je könnten. Insofern war es von Anfang an mein Wunsch, mit einer Frau an der Kamera zusammenzuarbeiten. HIERANKL ist überdies ein Frauenfilm und gerade bei den intimen Szenen war Bella ein unschätzbarer Vorteil. Das kalte Auge der Kamera war geborgen von der Empfindung einer Frau. Aber es wäre Bella Halben gegenüber beleidigend, wenn ich sagen würde: Ich wollte sie, weil sie eine Frau ist. Ich wollte sie eben, weil sie eine unheimlich gute, genaue und starke Kamerafrau ist. Ein großes Glück.

Was wünschen Sie sich für das Publikum?

HS: Für das Publikum wünsche ich mir zweierlei: zum einen gute Unterhaltung und zum anderen, dass sich der eine oder andere merkt, dass deutsche Filme nicht nur Problem oder Komödien behandeln, sondern durchaus beides zusammen zu einem unterhaltsamen und kulturellen Film werden lassen können. Im übrigen hätte ich gerne das Publikum von "Das Fest" von Vinterberg und "Swimming Pool" von Ozon.

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Regie

Hans Steinbichler

Aufgewachsen am Westufer des Chiemsees.

Neben Photographie und Schreiben (unter anderem für taz und natur) Schule und Studium (Jura). Veröffentlichung von diversen Büchern über Alpines und Kultur.

1995 Beginn des Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film, München. Ab dieser Zeit Beschäftigung mit Film. Nach zwei kurzen Filmen, "Abstieg" und "Mono", ist "Hierankl" der erste Spielfilm.

Filmographie Hans Steinbichler

1996

"Abstieg", 16mm s/w; Kurzfilm 19.10 min.; (HFF München) Drehbuch, Regie, Ausstattung und Schnitt
Filmfest München, Festival der Filmhochschulen München, Saarbrücken, Leipzig, Berlin, Karlsruhe, London, Tel Aviv

1996-1999

"Verspiegelte Zeit - Erinnerungen von Angelika Schrobsdorff", 8mm f und 16mm s/w; 60 min.; Dokumentarfilm; (HFF München) Drehbuch, Regie, Kamera, Schnitt (mit Florian Vogel)
Dokumentarfilmfestival München, Festival der Filmhochschulen München, Leipzig, Nürnberg, Lissabon etc.
Preise: Förderpreis der Stadt München fürFilm 1999, Dokumentarfilmpreis Nürnberg 2000

1997-1998

"Mono", 35mm f; Kurzfilm 15 min. (HFF München) Drehbuch, Regie, Ausstattung und Schnitt.
Aufführungen: Filmfest München, Festival der Filmhochschulen München, London Prädikat Wertvoll

2000

"Das Auge der Erinnerung - Ansichten von Slawomir Idziak", 8mm, Digital-Beta/16:9, 25 min; Dokumentarfilm („Technikabschluss“ an der HFF) Drehbuch, Regie, Kamera, Schnitt (mit Florian Vogel)
"Die Germaniker - Römisch-Deutsche Karrieren", Digital-Beta/16:9/Stereo, 45 min. Dokumentarfilm für den Bayerischen Rundfunk Drehbuch, Regie

2002-2003

"Der Moralist - Vittorio Hösle entdeckt Amerika", Digital-Beta/16:9; Super 8 f/Stereo, 45 min.; Dokumentarfilm für den Bayerischen Rundfunk Drehbuch, Regie

2003

"Inseln im Chiemsee", Digital-Beta/16:9; Super 8 f/Stereo, 45 min.; Dokumentarfilm für den Bayerischen Rundfunk. Drehbuch, Regie

2002-2003

"Hierankl", Kino-Spielfilm, 90 min. Farbe, Dolby SRD Drehbuch und Regie; Abschluß- und Debütfilm (HFF München)

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Die Darsteller

Johanna Wokalek (Lene)

"Die drei wichtigsten Fragen:
Hast Du Sex, hast Du Familie, bist Du in Bewegung?
Dreimal ja ist das Paradies, zweimal ja brauchst Du
für Dein Glück und einmal ja zum Überleben."

Johanna Wokalek absolvierte ihre Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ihr Debüt gab sie auf den Wiener Festwochen 1996 in dem Stück "Alma a Show Biz ans Ende" (Regie: Paulus Manker), welches im folgendem Jahr mit ihr verfilmt wurde. Fortan war sie auf den Bühnen in Bonn und dann in Wien zu Hause, wo sie zum festen Ensemble des Burgtheaters gehört.

Weitere Bühnenstücke in denen Johanna Wokalek mitgespielt hat, sind unter anderem "Rose Bernd" in der Inszenierung von Valentin Jeker, "Die Möwe" in der Regie von Luc Bondy und "Emilia Galotti" von Andrea Breth. Seit 1997 spielt sie auch für Fernsehen und Kino, u. a. in "Aimée und Jaguar" (Regie: Max Färberböck) und in Hans Steinbichlers HFF Abschlussfilm "Hierankl". Gerade abgedreht ist "Die Kirschenkönigin" von Rainer Kaufmann.

Filmographie Johanna Wokalek (Auswahl)
Filmtitel:

1997

"Aimée und Jaguar" Max Färberböck

1998

"Der Laden" (TV) Jo Baier

2001

"Das letzte Versteck" (TV) Pierre Koralnik

2003

"Hierankl" Hans Steinbichler

2003

"Die Kirschenkönigin" Rainer Kaufmann

Theater:

1996

"Alma a show biz ans Ende" Paulus Manker
"Dreigroschenoper" Paulus Manker

1998

"Ein Monat auf dem Lande" David Mouchtar-Samorai
"Rose Bernd" Valentin Jeker

1999

"Der Revisor" Thirza Bruncken
"Der Geizige" Valentin Jeker

2000

"Der jüngste Tag" Andrea Breth
"Hamlet" Martin Kusej
"Die Möwe" Luc Bondy

2001

"Das Käthchen von Heilbronn" Andrea Breth
"Emilia Galotti" Andrea Breth

2002

"Der Narr und seine Frau heut Abend in Pancomedia" Dieter Giesing

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Barbara Sukowa (Rosemarie)

"Ich hab ihn gefragt, ob ich Chancen bei Dir hab. Er meinte übrigens nein.
Deine Komplexe waren mit eigentlich immer wurscht. Hab ich eh nie verstanden.
Du warst ganz anders Lukas. Deine Familie auch und das war mir wichtig.
Du warst so ... kuhwarm. Diese Kuhwärme."

Barbara Sukowa, Jahrgang 1950, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin. Ihre Schauspielkarriere startete auf der Theaterbühne. Neben namhaften Bühnen in Deutschland spielte Barbara Sukowa auch in Rom, Paris und den USA. Seit 1977 stand Barbara Sukowa für zahlreiche nationale und internationale Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, wie zum Beispiel für "Rosa Luxemburg (Regie: Margarethe von Trotta), "Vernetzt – Johnny Mnemonic" (Regie: Robert Longo) sowie "Lola" und "Berlin Alexanderplatz" (beide Regie: Rainer Werner Fassbinder).

Jedoch gilt ihre Leidenschaft nicht nur der Schauspielkunst, sondern auch zunehmend dem Singen. Sie gibt Aufführungen von Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", singt "Gurre- Lieder", sowie "Le Pierrot Lunaire" von Arnold Schönberg, in diesem Jahr nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, u. a. mit einem Auftritt in der Carnegie Hall in New York. Barbara Sokowa wurde für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Chaplin Schuh", dem "Filmband in Gold", der "Goldenen Palme" in Cannes und dem "Bayerischen Filmpreis" sowie 1981 bei den Filmfestspielen in Venedig für "Die bleierne Zeit" mit dem Fenice-Preis als beste Darstellerin.

Filmographie Barbara Sukowa (Auswahl)

1981

"Die bleierne Zeit" Margarethe von Trotta
"Lola" Rainer W. Fassbinder

1982

"Äquator" Serge Gainsbourg

1984

"Rosa Luxemburg" Margarethe von Trotta

1986

"Der Sizilianer" Michael Cimino

1990

"Die Rückkehr" Margarethe von Trotta
"Homo Faber" Volker Schlöndorff
"Europa" Lars von Trier

1995

"Vernetzt – Johnny Mnemonic" Robert Longo

1996

"Office Killer" Cindy Sherman
"Im Namen der Unschuld" (TV) Andreas Kleinert

1998

"The Cradle Will Rock" Tim Robbins
"Urban Folk Tales" Jon Matthews
"Star! Star!" Jette Mueller
"The Third Miracle" Agnieszka Holland
"Night World – Lost Souls" (TV) Jeff Woolnough
"The Lady in Question" (TV) Joyce Chopra

2000

"13 Conversations" Jill Sprecher

2001

"Liebe, Lügen, Leidenschaften" (TV) Marco Serafini

2003

"Hierankl" Hans Steinbichler
"Beischlaf auf Befehl" (TV) Margarethe von Trotta

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Josef Bierbichler (Lukas)

"Paß auf, ich liebe eine andere Frau neben Deiner Mutter.
Deine Mutter hat ein Verhältnis mit Deinem Besten Freund.
Lene kommt zu Besuch und nach 30 Jahren taucht der Goetz auf.
Darüber wollte ich mit Dir sprechen.
Irgendwie verändert sich alles. Sogar der Hund. Nur Du net."

Josef Bierbichler hat eng mit Herbert Achternbusch zusammen gearbeitet, Filme mit Werner Herzog, Michael Haneke, Jan Schütte, Tom Tykwer und anderen Regisseuren gedreht. Er spielte an Kellerbühnen, genauso wie an großen Häusern und feiert Erfolge im Film wie an den deutschsprachigen Bühnen, u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Berliner Ensemble und an den Theatern in Hamburg und Bochum. Daneben ist er auch immer wieder für das Fernsehen tätig. 1998 erhielt er für den Fernsehfilm "Freier Fall" (Regie: Christian Görlitz) den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Von "Theater Heute", der wichtigsten Bühnenpublikation, wurde er drei Mal zum Schauspieler des Jahres ernannt.

Filmographie Josef Bierbichler (Auswahl)

1976

"Herz aus Glas" Werner Herzog

1979

"Woyzeck" Werner Herzog

1980

"Der Komantsche" Herbert Achternbusch

1981

"Der Neger Erwin" Herbert Achternbusch

1983

"Mitten ins Herz" Doris Dörrie
"Das Gespenst" Herbert Achternbusch

1991

"Wildfeuer" (TV) Jo Baier

1995

"Dicke Freunde" Horst Königstein

1997

"Winterschläfer" Tom Tykwer
"Picasso in München" Herbert Achternbusch

1998

Hans Eppendorfer. Suche nach Leben Peter Kern
"Freier Fall" (TV) Christian Görlitz
"Hot Dogs" Andreas Lechner

2000

"Abschied – Brechts letzter Sommer" Jan Schütte
"Code:Unbekannt" Michael Haneke

2002

"Ein Dorf sucht seinen Mörder" (TV ) Markus Imboden
"Das Konto" (TV) Markus Imboden

2003

"Hamlet X" Herbert Fritsch
"Hierankl" Hans Steinbichler

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Peter Simonischek (Goetz)

"Mit sechzehn stand ich mal nachts da oben ...
Ich war wahnsinnig verliebt und sehr verzweifelt. Sie war das traurigste Mädchen,
das ich jemals kennen gelernt habe. Ich war irr vor Liebe ... und sie auch.
Sie hat geglaubt, wir könnten unsere Liebe nur retten, wenn wir gemeinsam sterben.
Kennst Du so was?"

Peter Simonischek absolvierte seine Ausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz. Seine Karriere startete am Theater. Neben diversen Engagements in der Schweiz, stand er auch am Staatstheater Darmstadt und im Schauspielhaus Düsseldorf auf der Bühne. Er ist auf allen wichtigen deutschsprachigen Theaterbühnen zu Hause, wie z. B. an der Schaubühne in Berlin, dem Renaissance Theater in Berlin und am Wiener Burgtheater. Seit 1979 ist er auch festes Ensemblemitglied bei den Salzburger Festspielen, wo er auch in diesem Jahr wieder einen glänzenden, vom Publikum bejubelten "Jedermann" gab.

Immer wieder ist er in Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, sofern ihm das Theater Zeit lässt, wie zum Beispiel "Tief oben" (Regie: W. Hengstler), "Kein Platz für Idioten" (Regie: G. Kovács) oder "Blumen für Polt" (Regie: J.R. Pölsler).

Filmographie Peter Simonischek (Auswahl)

1994

"Tief oben" Willi Hengstler
"Tödliches Geld" (TV) Detlef Rönfeld
"Kein Platz für Idioten" (TV) Gedeon Kovács

1995

"Karussell des Todes" (TV) Peter Keglevic
"Die Grube" (TV) Karl Fruchtmann
"Agentenfieber" (TV) Bernhard Stephan

1996

"Babyhandel Berlin –
Jenseits aller Skrupel" (TV) Tony Randel
"Reise in die Dunkelheit" (TV) Berthold Mittermayr

1997

"Portrait eines Richters" (TV) Norbert Kückelmann

1999

"Vertrauen ist alles" (TV) Berno Kürten

2000

"Liebst du mich" (TV) Gabriela Zerhau

2001

"Blumen für Polt" (TV) Julian R. Pölsler
"Gebürtig" Robert Schindel/Lukas Stephanik

2003

"Hierankl" Hans Steinbichler

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Frank Giering (Paul)

"Du, irgendwie ist mir das auch schon egal. Paßt schon.
Alles klar, oder?"

Frank Giering wurde 1971 in Magdeburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Babelsberg. Sein Debüt als Schauspieler gab er in "Das geheime Tagebuch des Adrian Mole" (Regie: M.Souberand) am Staatstheater in Cottbus.

Danach folgten zahlreiche Kino- und Fernsehfilm, wie zum Beispiel "Baader – so hart musst du sein" (Regie: Christopher Roth), "Funny Games" (Regie: Michael Haneke), "Absolute Giganten" (Regie: Sebastian Schipper) und "Marmor, Stein und Eisen bricht" (Regie: Hansjörg Thurn).

Filmographie Frank Giering (Auswahl)

1996

"Das Schloß" Michael Haneke
"Funny Games" Michael Haneke

1997

"Opernball" (TV) Urs Eggers

1998

"Sentimental Education" Christian Leigh
"Und alles wegen Mama" (TV) Hermine Huntgeburth
"Absolute Giganten" Sebastian Schipper
"Gangster" Volker Einrauch

1999

"Kaliber de luxe" Thomas Roth
"Marmor, Stein und Eisen bricht" Hansjörg Thurn
"Gran Paradiso" Miguel Alexandre

2000

"Der Himmel kann warten" Brigitte Müller
"Ein mörderischer Plan" (TV) Matti Geschonneck
"Der gerechte Richter" (TV) Thorsten C. Fischer

2001

"Clowns" Tim Trageser "Baader – so hart musst du sein" Christopher Roth
"Rosa Roth" (TV) Carlo Rola

2002

"Anatomie II" Stefan Ruzowitzky
"Großglocknerliebe" Joe Dubell

2003

Hierankl" Hans Steinbichler
"Die Nacht singt ihre Lieder" Romuald Karmakar
"Der Fall Gehring" (TV) Markus Imboden
"Die Kirschenkönigin" (TV) Rainer Kaufmann
"Klassentreffen" (TV) Marc Hertel

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Alexander Beyer (Vincenz)

"Kannst du Dich nicht erinnern, was wir uns mal versprochen haben?
Wir bauen zusammen ein Haus und wohnen da mit vier oder fünf schönen Frauen
die uns Kinder schenken. Sie dürfen uns nie verraten, von wem sie sind. Nie.
Die Gesetze waren: Kein Neid, keine Eifersucht."

Alexander Beyer, Jahrgang 1973, in Thüringen geboren, stand schon als Kind auf der Theaterbühne im alten Erfurter Opernhaus.

Er begann seine Ausbildung an der renommierten Ernst-Busch Schauspielschule in Berlin, jedoch brach er sein Studium bereits im 2. Studienjahr ab. Im Kino und Fernsehen war er beispielsweise in "Sonnenallee" (Regie: Leander Haußmann), "Schimanski muss leiden" (Regie: Matthias Glasner) und "Goodbye Lenin" (Regie: Wolfgang Becker) zu sehen.

Filmographie Alexander Beyer (Auswahl)

1997

"Ferkel Fritz" (TV) Peter Timm

1998

"Tatort-Brandwunden" (TV) Dr. Detlef Ronfeldt
"To the horizon and beyond" Peter Kahane
"Sonnenallee" Leander Haußmann

1999

"Harry`s Pech" (TV) Guido Peters
"Die Stille nach dem Schuss" Volker Schlöndorff

2000

"Schimanski muss leiden" (TV) Matthias Glasner
"Heinrich der Säger" Klaus Gietinger

2001

"Bella Block-Bitterer Verdacht" (TV) Dagmar Hirtz
"Tatort-Schlaraffenland" (TV) Nina Grosse
"Die Hunde sind schuld" Andreas Prochaska
"Sophiiiie!" Michael Hoffmann
"Eierdiebe" Robert Schwentke

2002

"Liebesau" (TV) Wolfgang Panzer

2003

"Good bye, Lenin!" Wolfgang Becker
"Hierankl" Hans Steinbichler

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AVISTA FILM Alena und Herbert Rimbach

Produzierte Filme

HIERANKL (Kinostart: 06.11.2003)
Buch und Regie: Hans Steinbichler Debütfilm, Abschluss HFF München
Filmfest München: Förderpreis für beste Nachwuchsregie und beste Nachwuchsdarstellerin

ANANSI (Kinostart: 23.01.2003)
Filmfest München Buch und Regie: Fritz Baumann 2002, Taormina Filmfestival, AFI Los Angeles, One Future Preis 2002

VERGISS AMERIKA (Kinostart: 09.11.2000)
Filmfest München: Buch: Maggie Peren, Regie: Vanessa Joop Verleih: Filmverlag der Autoren im Arthaus Filmverleih, Regieförderpreis der Hypo-Vereinsbank 2000, First Steps 2000, Preis für beste Regie, 2. Preis Studio Hamburg, Nominierung zum Fassbinder Preis, Preis für den besten Nachwuchsfilm – Kritikerpreis Saarbrücken 2000, Bayerischer Produzentenpreis 2000

PAULS REISE (Kinostart: 14.01.1999)
Regie: René Heisig Filmfest München, Int. Film Festival Giffoni, AGIS PRIZE

SIEBEN MONDE (Kinostart: Mai 1998)
Regie: Peter Fratzscher Verleih: Buena Vista Int., Int. Filmfestivals in Toronto und Brüssel

LEA (Kinostart: Herbst 1996)
Regie: Ivan Fila Koproduktion mit Ivan Fila Filmproduktion, Biennale Venedig, Nominierung FELIX '96,

CRYSTAL STAR
Bester Europ. Film '96, Nominierung Bundesfilmpreis '97 und Golden Globe '97 Best Foreign Film

DIE PUTZFRAUENINSEL (Kinostart: Oktober 1996)
Regie: Peter Timm Koproduktion mit Relevant Film Hamburg

LOOOSERS! (Kinostart: Februar 1995)
Regie: Christopher Roth

EINFACH NUR LIEBE (Kinostart: Juli 1994)
Regie: Peter Timm Koproduktion mit Relevant Film Hamburg, The World Film Festival Montreal 1994

ENGEL OHNE FLÜGEL ARTE, (Ausstrahlung November 1997)
Regie: Maria Theresia Wagner

DIE DISTEL (Kinostart: November 1992)
Regie: Gernot Krää

ABRAHAMS GOLD
Offizieller Deutscher Beitrag Regie: Jörg Graser Cannes 1990 "Un Certain Regard" - "Grand Prix du Public" Cannes '90

DER GLÄSERNE HIMMEL
Bayerischer Filmpreis 1988 Regie: Nina Grosse Nominierung Bundesfilmpreis '88, Biennale Venedig

DIE FLUCHTLINIE (Kinostart.: April 1979)
Regie: Herbert Rimbach u. Klaus Müller-Laue

Projekte in Vorbereitung

DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN
Buch und Regie: Dagmar Knöpfel

THE MOOCHE
Buch: Ziska Riemann, Regie: Lars Kraume, Hauptrolle: Daniel Brühl

TATOO AND SIAO LEE
Buch und Regie: Dorothea Körner / HFF Debütfilm

ANDERWELT
Buch und Regie: Fritz Baumann, Semidokumentarfilm über Trance

Produktions- und Herstellungstätigkeit seit 1978 (Auswahl):

EIN MANN FÜR JEDE TONART, Regie: Peter Timm
DER MANN NEBENAN, Regie: Petra Haffter
MEIER, Regie: Peter Timm
JOEY, Regie: Roland Emmerich
ANDRÉ SCHAFFT SIE ALLE, Regie: Peter Fratzscher
HEARTBREAKERS, Regie: Peter F. Bringmann – TRAUMA, Regie: Gaby Kubach
DAS ZWEITE GESICHT, Regie: Dominik Graf
MILO BARUS, Regie: Henning Stegmüller
ASPHALT NACHT, Regie: Peter Fratzscher
THEO GEGEN DEN REST DER WELT, Regie: Peter F. Bringmann





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