Late Bloomers: Presseheft

 

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Presseheft: Inhalt

Ein Film von Julie Gavras

Frankreich 2012

KINOSTART: 06.09.2012
Laufzeit 95 min., 35 mm, 1,85 : 1, Farbe, Dolby SR - SRD

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
Media Office
Pestalozzistr. 72
10627 Berlin
Tel: 030-88 71 44 0
Fax: 030-88 71 44 22
info@media-office-presse.com

 

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Stab
Regie
  Julie Gavras
Drehbuch
  Julie Gavras
  Olivier Dazat
Produzenten
  Sylvie Pialat
  Bertrand Faivre
Executive Producer
  Sidonie Dumas
Line Producer
  Victoria Goodall
Koproduzent (GB)
  Tristan Goligher
Koproduzent (B)
  Christophe Louis
Associate Producers
  Vincent Gadelle
  Benoit Quainon
Kamera
  Nathalie Durand
Ausstattung
  Eve Stewart
Schnitt
  Pierre Haberer
Kostüme
  Marianne Agertoft
Musik
  Sodi Marciszewer
Ton
  Marc Bastien
  Francois Dumont
Tonmischung
  Nicolas Naegelen
  Aymeric Dupas
Casting
  Kathleen Crawford
Besetzung
 
Adam
  William Hurt
Mary
  Isabella Rossellini
Nora
  Doreen Mantle
Giulia
  Kate Ashfield
James
  Aidan McArdle
Maya
  Arta Dobroshi
Benjamin
  Luke Treadaway
Leo
  Leslie Phillips
Peter
  Hugo Speer
Charlotte
  Joanna Lumley

LATE BLOOMERS ist eine Produktion von Les Films du Worso, The Bureau, Gaumont Production, in Ko-Produktion mit Be-Films

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Pressenotiz

Isabella Rossellini (Blue Velvet, Huhn mit Pflaumen, Green Porno) und OSCAR©-Preisträger William Hurt (Into the Wild, Robin Hood, Der Kuss der Spinnenfrau) spielen in LATE BLOOMERS erstmals gemeinsam in einem Film. Die französische Autorin und Regisseurin Julie Gavras erzählt darin die Geschichte eines Paares in den so genannten besten Jahren. Beide entdecken die ersten Anzeichen des Älterwerdens und geraten aus dem gewohnten Takt. Nach Jahren harmonischen Miteinanders müssen sie, und mit ihnen ihre Familie, einige Reifeprüfungen bestehen und noch einmal Leben lernen. Gemeinsam und jeder für sich.

Der Film besticht mit einem sensiblen, von Humor geprägten Ton der Erzählung und mit außerordentlich intensivem Schauspiel. Geistreich und gefühlvoll verkörpern Isabella Rossellini und William Hurt das Paar in der Krise, ohne in Klischees abzugleiten. Isabella Rosselini, die 2012 selbst ihren 60. Geburtstag feierte, brilliert in der Rolle der Mary. Neben den beiden Weltstars agiert ein erstklassiges Darstellerensemble, zu dem beispielsweise Joanna Lumley (Shirley Valentine) und Simon Callow (Vier Hochzeiten und ein Todesfall) gehören.

Der Verleih Movienet bringt den mit Isabella Rossellini und William Hurt hochkarätig besetzten Film um ein Ehepaar, dass dem Älterwerden trotzt und die Grundpfeiler ihrer Beziehung - die Liebe und das Vertrauen - wiederaufbauen möchte, am 6. September 2012 in die Kinos.

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Inhalt

Adam (William Hurt) genießt seine Rolle des erfolgreichen Architekten. Spezialisiert auf Entwürfe von Flughäfen und Bahnhöfen hat er sich einen exzellenten Ruf erworben. In seinem Team mit vielen jungen Kolleginnen und Kollegen fühlt er sich wohl. Ansonsten steht der Exzentriker dem alltäglichen Leben eher distanziert gegenüber. Besonders geschmeichelt fühlt er sich, als er eine begehrte Auszeichnung für sein Lebenswerk bekommt. Ehefrau Mary (Isabella Rossellini) begnügt sich seit Langem mehr oder weniger mit der Rolle der „Frau an seiner Seite“. Die drei Kinder sind erwachsen. Ihre Arbeit als Lehrerin hat Mary aufgegeben. Ab und an übersetzt sie, die Tochter eines italienischen Vaters, Texte ins Englische. Aber sonst? Das Paar pflegt einen liebevollen Umgang und auch im Bett haben beide einigen Spaß miteinander...

Am Rande der Auszeichnungsfeier für Adam verrät Mary ihrer Mutter Nora (Doreen Mantle), dass sie von Irritationen geplagt wird: Immer häufiger vergisst sie etwas, kann sich an dieses oder jenes einfach nicht mehr erinnern. Sie grübelt, hat auch ein bisschen Angst. Ein Besuch beim Arzt beruhigt sie, denn sie ist kerngesund. Der Arzt rät ihr allerdings, sich sportlich zu betätigen oder sich eine karitative Beschäftigung zu suchen. Ihre Freundin Charlotte (Joanna Lumley), eine lebensbejahende selbstbewusste Selfmade-Woman und als Engländerin durch und durch mit herrlich-trockenem Humor gesegnet, lehnt Sport ab. Das hält Mary jedoch nicht davon ab, einen Aqua-Gymnastik-Kurs zu besuchen. Mit niederschmetterndem Ergebnis: Im Kreise der jugendlichen oder auf jugendlich getrimmten Sportlerinnen fühlt sie sich fehl am Platz. Hinzu kommt, dass sie in der Bar des Clubs feststellen muss, dass die anwesenden Herren, die jeder wohlproportionierten Blondine um die 20 hinterher starren, sie nicht einmal wahrnehmen. Mit einer Ausnahme: Peter (Hugo Speer), der um einige Jahre jüngere, attraktive Besitzer des Clubs, in dem der Schwimmkurs stattfindet. Er schenkt Mary Aufmerksamkeit.

Adam versteht Mary nicht. Er empfindet sich keineswegs als „in die Jahre gekommen. Kein Wunder: In seinem Umfeld spielt das keine Rolle. Zudem gibt es ja auch noch seine junge intelligente Kollegin Maya (Arta Doroshi), die ihn recht unverhohlen anhimmelt. Die diesbezüglichen bissigen Bemerkungen des oft mit ihm arbeitenden, exzentrischen Immobilienmaklers Richard (Simon Callow) prallen an Adam ab. Mary hingegen muss feststellen, dass sie die nachmittägliche Betreuung der aufgeweckten Enkel kaum mehr als Freude, sondern vor allem als Belastung empfindet. Die Unterstützung ihrer Mutter Nora nutzt da wenig. Also doch eine karitative Beschäftigung? Charlotte hat eine Idee. Aber auch diese Erfahrung ist für Mary eher bitter als aufbauend: Als sie sich als Keksbäckerin eines Wohltätigkeitsbasars versucht, fühlt sich die schöne kluge Frau auch nicht bestätigt.

Doch auch Adam muss eine bittere Pille schlucken. Er bemerkt, dass seine ganz große Zeit als Architekt vorbei ist, dass seine Ideen inzwischen keineswegs mehr von allen als Offenbarung angesehen werden. Außerdem bringt ihn ein neuer Auftrag, Wohngebäude für Senioren zu entwerfen, ins Grübeln. Sollte Mary tatsächlich Recht haben, dass sie nicht mehr zum Kreis der bewunderten, allzeit dynamischen Erfolgsmenschen gehören? Adam schiebt solche Gedanken schnell beiseite. Doch dem Zusammenleben des Paares tut das gedankliche und emotionale Auseinanderdriften nicht gut. Die kleinen Abenteuer, auf die sich beide einlassen, Mary mit Peter, Adam mit seiner jungen Verehrerin, lassen den Abstand noch größer werden. Der Gedanke an Trennung, an Scheidung, nimmt Gestalt an. Die drei erwachsenen Kinder sind alarmiert. Doch ihre Versuche, die Eltern wieder stärker zusammenzuschmieden, bleiben ohne Erfolg. Erst ein Schicksalsschlag, der die Familie ereilt, mischt die Karten neu. Mary und Adam müssen nun, jeder für sich und vielleicht auch gemeinsam, eine Reifeprüfung bestehen. Was daraus folgt, bleibt offen. Klar ist nur eins: ob gemeinsam oder getrennt – die beiden werden das Abenteuer Leben wieder genießen.

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Statements

"Ich habe eine Neuigkeit für Sie, auch Sie werden in die Jahre kommen," witzelte die gerade 60 Jahre alt gewordene Isabella Rossellini gegenüber einer wesentlich jüngeren Journalistin. Das Gespräch zum Film LATE BLOOMERS erschien jüngst in der Kunst-Sektion der US-amerikanischen Internetzeitung "The Huffington Post". Hier und in anderen Interviews zum Film verweist Isabella Rossellini nachdrücklich darauf, warum sie LATE BLOOMERS mit besonderem Engagement und Freude gedreht hat. So sagt sie beispielsweise: "Menschen in der zweiten Lebenshälfte arbeiten, sind kreativ, haben Sex und gestalten unsere Gesellschaft wesentlich mit, indem sie ihr Geld unter die Leute bringen. Es ist wunderbar, dass der Film davon mit Charme und Romantik und mit Witz und Lust erzählt."

Menschen jenseits der Jugend sind es, das belegen alle Statistiken, die das Leben in den westlichen bürgerlichen Gesellschaften wesentlich prägen. Oft vermögender als Jüngere, können sie sich einiges an Luxus leisten, verreisen, lesen, ins Kino gehen. Längst, auch das belegen Zahlen eindrucksvoll, ist die Zeit vorbei, da vermeintlich nur die nach leicht verdaulichen Popcorn-Filmen gierenden Kids die Kinosäle füllten. Kein Wunder also, dass Filme für Erwachsene, die den Verstand nicht an der Kinokasse abgeben und Filme mit mehr Geist und Gefühl sehen wollen, boomen. Sie wünschen das berühmte Quantum an Unterhaltung und sie möchten sich dabei auch durchaus in der Kunst gespiegelt sehen. Spielfilme aus Deutschland wie Wolke 9 von Andreas Dresen und gerade erst Bis zum Horizont, dann links! von Bernd Böhlich, Liebe von Michael Haneke, der im Mai 2012 in Cannes die Goldene Palme errang, oder in den letzten zwei Jahren die beiden italienischen Produktionen I am Love und Das Festmahl im August, die melancholische Komödie Giulias Verschwinden und Clint Eastwoods Gran Torino sind herausragende Beispiele für unterhaltende Spielfilme, die mit Anspruch und Augenzwinkern zugleich das Dasein von Menschen fern allen Jugendwahns reflektieren. Und die das Publikum in großer Zahl angelockt haben!

LATE BLOOMERS nimmt im Reigen dieser Filme allerdings eine Sonderstellung ein. Denn der Film zeigt das Altern nicht als Besonderheit, macht es nicht zum Hauptthema. Mit feinem Gespür für Zwischentöne und mit skurrilem Witz spürt Regisseurin Julia Gavras den Schönheiten und Schrecken des ganz normalen Wahns, den wir Alltag nennen, nach. Dabei wird klar, dass Menschen zu jeder Zeit und in jedem Alter Höhen und Tiefen durchlaufen. Julie Gavras und ihre wunderbaren Schauspieler zeigen: Nicht das Alter ist für den Ausgang von mehr oder weniger konfliktreichen Geschichten entscheidend, es ist die Reife der Persönlichkeiten, ihre Fähigkeit, sich so zu akzeptieren wie sie sind, und dabei auch gern mal über die eigenen Macken und Marotten zu schmunzeln. Noch einmal Isabella Rossellini: "Ich finde es großartig, dass wir im Westen heute in einer Gesellschaft leben, in der es gang und gäbe ist, dass jemand Jahre nach dem Erreichen der Volljährigkeit noch einen neuen Beruf lernt, dass eine Frau, wenn die Kinder aus dem Haus sind, sich neu definiert und bisher Unbekanntes ausprobiert, dass Menschen, die nicht mehr als Models verpflichtet werden, ihre Körper pflegen und genießen. Die Lust an der Erotik, die wird nun mal nicht von ein paar Falten mehr zugedeckt. Gut, dass das so ist." LATE BLOOMERS zeigt das übrigens in seiner verblüffenden Schlussszene so eindrucksvoll wie amüsant.

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