Tutta la vita davanti: Presseheft

 
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Ein Film von Paolo Virzì

Italien 2008

KINOSTART: 18.03.2010
Laufzeit: 117 Minuten, Format 1 : 2,35, Dolby Digital

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
Cinemaids
Kidlerstr. 4
81371 München
Tel: 089-442398-11
info@cinemaids.de
www.cinemaids.com

 

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Stab

Regie
  Paolo Virzì
Buch, Story
  Paolo Virzì
 
  Francesco Bruni
nach dem Buch „Il Mondo Deve Sapere“ von Michela Murgia
Kamera
  Nicola Pecorini
Produktionsdesign
  Davide Bassan
Schnitt
  Esmeralda Calabria
Ton
  Mario Iaquone
Kostüme
  Francesca Sartori
Musik
  Franco Piersanti
Ausf. Produzent
  Daniele Mazzocca
Produzent
  Paolo Virzì


Besetzung
 
Marta
  Isabella Ragonese
Sonia
  Micaela Ramazzotti
Daniela
  Sabrina Ferilli
Giorgio Conforti
  Valerio Mastandrea
Lucio 2
  Elio Germano
Claudio
  Massimo Ghini
Martas Mutter
  Mary Cipolla
Die kleine Lara
  Giulia Salerno
Senora Franca
  Tatiana Farnese
Fabiana Campitelli
  Caterina Guzzanti
Maria Chiara
  Valentina Carnelutti
Sonias Mutter
  Paola Tiziana Cruciani
Sebastiano Mangiarotti
  Niccolo Senni

TUTTA LA VITA DAVANTI ist eine Produktion der Medusa Film und Motorino Amaranto

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Kurzinhalt

Marta (Isabella Ragonese) hat ihr Philosophiestudium cum laude abgeschlossen und macht sich enthusiastisch auf die Suche nach einem Job. Sie hat, wie ihre Mutter sagt, ihr ganzes Leben noch vor sich. Doch bald muss sie enttäuscht feststellen, dass die Welt nicht auf sie gewartet hat. Durch Zufall lernt sie das kleine Mädchen Lara kennen, die gemeinsam mit ihrer Mutter Sonia (Micaela Ramazzotti) einen Babysitter sucht. Marta sind die beiden sofort sympathisch, und so werden die drei ein Team. Während Sonia in einem Callcenter jobbt, erzählt Marta der kleinen Lara Platons Höhlengleichnis als Gute-Nacht-Geschichte. Als ein Job in der Tagesschicht des Callcenters frei wird, greift Marta beherzt zu.

Auch wenn die morgendlichen Motivationsgesänge Marta zu Anfang irritieren, so stellt sie doch fest, dass diese seltsame Welt durchaus ihren Reiz hat. Besonders weil sie feststellt, dass sie im Umgang mit Menschen Talent hat. Doch diese Welt hat andere Regeln: Hier sind eher Kenntnisse zu „Big-Brother“ gefragt als philosophische Spitzfindigkeiten.

Marta lernt ein anderes Land kennen, das Italien, in dem man auch im Callcenter mit Headset immer schön und glücklich sein muss. Das Italien, in dem die Manipulation anderer das wichtigste Werkzeug für Erfolg darstellt, und in dem die Quote, egal wie sie erzielt wurde, an oberster Stelle steht. Marta lernt das Italien Berlusconis kennen.

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Pressenotiz

DAS GANZE LEBEN LIEGT VOR DIR ist eine bezaubernde Entdeckung der internationalen Festival-Szene. Ein italienischer Film, der so unitalienisch und italienisch zugleich ist, als hätte man Woody Allen mit Roberto Benigni kombiniert. Paolo Virzì verbindet Traumwelten und Realität, zitiert die Meister Fellini wie Monicelli, und persifliert gleichzeitig das moderne Italien aufs Schärfste. Dabei behält er immer einen leichtfüßigen, entspannten und entspannenden Ton. Dieser Film ist alles in einem: Gesellschaftskritik, leichte Unterhaltung und ein Kunststück! Virzì zeigt Berlusconis Italien, das Italien der Fernsehshows, der Schönheitsoperationen und Klatschblätter, der Motivationsgesänge und –tänzchen; das Italien, das mittlerweile amerikanischer ist, als es Amerika jemals war. Virzì konterkariert es mit dem Italien, das nicht nur die Deutschen gerne sehen, das kultivierte, belesene, augenzwinkernd-humorvolle, genießerische und entspannte Italien. Dazu gibt er eine gesunde Dosis Realität, aber eben nicht zu viel, die Balance bleibt erhalten. Auf dem Filmfest München 2009 wurde der Film als Entdeckung gefeiert.

DAS GANZE LEBEN LIEGT VOR DIR bietet noch mehr zu entdecken: die wunderbar bezaubernde Isabella Ragonese als Marta und die große Sabrina Ferilli, die vielleicht zum ersten Mal in ihrer Karriere schauspielerischen Tiefgang zeigen kann. Elio Germano ist zwar kein Geheimtipp mehr, seit er 2007 für „Mein Bruder ist ein Einzelkind“ den David Di Donatello gewann und 2008 als Shooting Star geehrt wurde. In DAS GANZE LEBEN LIEGT VOR DIR zeigt er einmal mehr, was für ein bemerkenswerter Schauspieler und ein fabelhafter Komödiant er ist. Und schließlich Valerio Mastandrea, der dem deutschen Publikum als erfolgloser Punkrocker aus der Komödie NICHT DARAN DENKEN bekannt ist.

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Langinhalt

Marta ist jung, klug, gebildet und dabei ein wenig verträumt. Sie stellt sich vor, dass die Menschen mit einer eigentümlich, choreografierten Musicalnummer ihren Arbeitstag beginnen, wobei Marta selbst amüsierte Zuschauerin ist. Tatsächlich ist diese Sequenz eine Vorahnung auf das, was Marta bald erleben wird....

Nachdem die junge Sizilianerin ihr Philosophiestudium mit Auszeichnung abgeschlossen hat, macht sie sich auf die Suche nach einem Job. Bei einem Verlag vielleicht? Fehlanzeige! Aber vielleicht bei einer Zeitschrift, bei der ein Kommilitone, der sein Studium abgebrochen hat, jetzt als Society Reporter arbeitet? Nein, das kann es auch nicht sein. Nach einem besonders skurrilen Vorstellungsgespräch erwächst in Marta das unwiderstehliche Bedürfnis sofort ihre schwerkranke Mutter zu sehen. Spontan fährt sie nach Palermo. Ihre Mutter, die bis zu ihrer Krankheit Lehrerin war, rät ihr, ebenfalls in den Schuldienst zu gehen, und sie gibt ihr den schönen Satz „Du hast das ganze Leben noch vor dir“ mit auf den Weg.

Wieder in Rom muss Marta feststellen, dass ihr Zimmer in der WG untervermietet wurde und für sie nur das Sofa bleibt. Frustriert bewirbt sie sich jetzt bei der Schulbehörde. Als sie danach traurig und entmutigt in der U-Bahn sitzt, begegnet ihr das kleine Mädchen Lara (gespielt von Giulia Salerno), die ihr einen Zettel in die Hand drückt. Darauf steht: „Lara & Sonia suchen einen Babysitter“. Marta meldet sich, bekommt die Stelle und damit auch ein neues Zimmer plus einer ganzen Menge mehr...Laras Mutter Sonia (Micaela Ramazzotti) ist selbst fast noch ein Mädchen. Sie arbeitet in der Nachmittagsschicht eines Callcenters und nachts in einem Club. Deshalb bringt Marta die kleine Lara abends mit außergewöhnlichen Gute-Nacht-Geschichten wie z.B. Platons Höhlengleichnis ins Bett.

Als im Callcenter ein Job in der Vormittagsschicht frei wird, gibt sich Marta einen Ruck und probiert den Job aus. Ein wenig befremden sie die allmorgendlichen Motivationsgesängen und -choreografien, aber sie lässt sich auf das Abenteuer ein, denn sie will das Treiben im Callcenter verstehen lernen. Sie entdeckt ihr Talent im Umgang mit Menschen und macht ihren Job als Telefonistin so gut, dass sie schnell die Aufmerksamkeit ihrer Vorgesetzen Daniela (Sabrina Ferilli) auf sich zieht. Martas Erfolg beruht auf dem einfachen Trick, die Adressen ihrer Gesprächspartner zu googeln und so ein persönlicheres, „nachbarschaftliches“ Gespräch zu führen, auch wenn sie tatsächlich nie in der betreffenden Straße war. Damit ist ihre Trefferquote im Vergleich zu ihren Kolleginnen wesentlich höher: Marta vereinbart jede Menge Termine für die Hausbesuche der Vertreter von „Multiple Italia“. Die Vertreter sollen ein Gerät verkaufen, das angeblich alles, und in Wahrheit gar nichts kann. Auch sonst werden Nettigkeit und Fairness im Umgang mit den Mitarbeitern nicht immer groß geschrieben. Regelmässig werden Kollegen vor der versammelten Mannschaft bloßgestellt und verhöhnt.

Unter einander sprechen die Mädchen der ausnahmslos weiblichen Belegschaft über die aktuellen Entwicklungen bei „Big Brother“ oder über die (ausschließlich männlichen) Kollegen der Vertreter-Truppe. Ein weiteres Gesprächsthema ist ihr Boss Claudio (Massimo Ghini), der sowohl von den Mädchen wie auch von den Vertretern wie ein Popstar verehrt wird. Immer wieder begegnen die jungen „Multiple“-Mitarbeiter dem etwas unbeholfenen Gewerkschaftsaktivisten Giorgio Conforti (Valerio Mastandrea), der versucht, die Belegschaft des Konzerns über ihre Rechte als Angestellte aufzuklären. Er hat allerdings wenig Erfolg damit.

Martas Vorgesetzte Daniela (Sabrina Ferilli) versteht es, die Mädchen gegen einander auszuspielen. Sie lädt Marta zu sich nach Hause ein, um sie zu belohnen und um sie ganz auf ihre Seite zu ziehen, denn hinter den Kulissen kracht es gewaltig im „Multiple“-Konzern.
Marta vertraut sich Giorgio Conforti an und klärt ihn über die Details, Zusammenhänge und die innere Struktur der Firma auf. Giorgio nutzt die Informationen effektiv und kreativ. Gleichzeitig nähern sich Marta und Giorgio an, sie verlieben sich. Doch das hindert den verheirateten Georgio nicht daran, zusätzlich auch noch in eine Affäre mit Martas Mitbewohnerin Sonia zu stolpern…

Unterdessen spannt Konzernchef Claudio (Massimo Ghini) Marta für seine privaten Zwecke ein und offenbart dabei unabsichtlich, seine ganze persönliche Misere. Als der Vertreter Lucio 2, mit dem sich Marta angefreundet hat, in Bedrängnis gerät, weil seine Quote nicht mehr stimmt, gibt Marta ihm ein paar Adressen. Doch sie kann seinen Job auf Dauer nicht mehr retten. Auch Sonias wird gefeuert, denn sie wird verdächtigt, Georgios Informantin zu sein.

Die Ereignisse überschlagen sich. Georgio geht mit Martas Insider-Informationen an die Presse, Callcenterleiterin Daniela beansprucht Konzernchef Claudio endgültig für sich und Marta bekommt den Anruf, den sie die ganze Zeit gefürchtet hat: ihre Mutter ist gestorben...
Dass das Ende dann doch nur bitter-süß und nicht todtraurig ist, ist Martas Haltung -und nicht zuletzt den Machern des Films, inklusive den Schauspielern – zu verdanken, die diese kleine, große Geschichte so bezaubernd erzählen....

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