Mein halbes Leben: Presseheft

 

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Presseheft: Inhalt

Ein Film von Marko Doringer

Österreich/Deutschland 2008

Großer Diagonale Preis 2008 - "Bester österreichischer Dokumentarfilm"
New Berlin Film Award 2008 - "Bester Dokumentarfilm" Audiomittschnitt von der Preisverleihung (WMA, 23 MB)
International Filmfestival Bozen - "Bester Dokumentarfilm"

KINOSTART: offen

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

 

 

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Stab

Buch, Text, Regie, Kamera
  Marko Doringer
Schnitt
  Marko Doringer
  Martin Hoffmann
Ton
  Johannes Schmelzer-Ziringer
Tonmischung
Markus Böhm
Musik
  Kristof Hahn, Viola Limpet
  Les Hommes Sauvages
Dramaturgische Beratung
  Andreas Veiel
Klaus Charbonnier
Lektorat
  Johanna Straub
Produktionsberatung
  Ronny Zuckermann
Herstellungsleitung
  Markus Glaser
Produzenten
  Marko Doringer
  Markus Glaser
  Michael Kitzberger
  Wolfgang Widerhofer
   
Mitwirkende
  Katharina Harrer
  Martin Obermayr
  Thomas Berger
  Marko Doringer
  u.v.a.

 

MEIN HALBES LEBEN ist eine Koproduktion von Filmfabrik Marko Doringer & Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
Österreich/Deutschland 2008, 93 min., Format 35 mm (Digitales Blow-Up), Farbe

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Synopsis

Wenn man es heute mit 30 nicht geschafft hat, ist alles vorbei.

Regisseur Marko Doringer bricht zu einer sehr persönlichen Forschungsreise auf: Er ist 30, hat nichts erreicht was zählt und soeben den ersten Backenzahn verloren. Der Verfall hat begonnen, die Jugend ist zu Ende. Was kann jetzt noch kommen, bevor es vorbei ist? Marko bricht zu einer sehr persönlichen Forschungs-Reise auf. Er besucht alte Freunde und Freundinnen, seine Eltern und deren Freunde. Geht es ihnen besser als ihm? Warum ist es so schwer, 30 zu sein?

Mit ironisch-analytischem Blick sucht Marko den Sinn des Lebens. Er konfrontiert sich und seine ProtagonistInnen schonungslos mit den großen und kleinen Fragen der Menschheit. Warum ist es so schwer, das Glück der anderen zu akzeptieren? Warum ist es so schwer das eigene Glück zu akzeptieren? „Mein Halbes Leben“ ist das ironische Selbstportrait einer Generation, ein realer, dokumentarischer Entwicklungsroman zu unserer Gegenwart und zu Markos Zukunft.

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Marko Doringer über seinen Film

Im Alter um die Zwanzig war das Leben für mich einfach und unkompliziert. Der Begriff 'Zeit’ ohne Relevanz. Rund zehn Jahre später hat sich der Blick auf mein eigenes Leben von Grund auf verändert. Ich entdecke an meinem Körper erste Anzeichen eines allmählich einsetzenden Verfalls, ohne körperlich hart gearbeitet zu haben - ganz im Gegenteil. Wie viel Tage bleiben mir noch, um all meine Lebensträume zu erfüllen? Wohin will ich? Was habe ich denn überhaupt bis jetzt erreicht? Ich habe kein Studium abgeschlossen, keine Berufsausbildung, noch kein Haus gebaut oder mir Geldreserven zur Seite gelegt. Ich habe weder Kind noch Frau noch Freundin! Ich habe nichts, ich bin nichts - und in 30 Jahren bin ich tot!

Sich mit Anfang 30 quasi am Ende seines Lebens zu sehen ist absurd! Sind diese Gedanken der heute dreißigjährigen Westeuropäer reine Eitelkeiten verwöhnter Mittelstandskinder? Meine Generation hat den Luxus, spät erwachsen werden zu können. Im Gegensatz zu den meisten Generationen vor der meinen waren wir nie mit Situationen wie Krieg oder Hunger konfrontiert. Leidet meine Generation unter einer Lebensängstlichkeit, die nicht im Materiellen wurzelt und rein unseren Köpfen entspringt? Wollen wir einfach unendlich lange 'Kind’ bleiben? Oder sind die Ängste und Sorgen dieser Generation mehr als nur eine innere Befindlichkeit? Gibt einem der eigene Körper - eine innere Stimme, rechtzeitig Bescheid, um noch etwas
Vernünftiges mit der restlichen Lebenszeit anzufangen?

Meine Generation lebt in einer Art Zwischenwelt: auf der einen Seite stehen unsere Eltern. Sie haben uns mit dem Wissen erzogen, dass die Welt bzw. das eigene Leben sehr wohl auch ganz anders hätte verlaufen können. Sie haben direkt oder indirekt den 2. Weltkrieg mitbekommen, den Aufschwung in den 60ern und 70ern mit all den wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, aber auch mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen und Karrieren.

Auf der anderen Seite stehen die heute Unter-20jährigen. Diese Generation steht unter einem enormen Leistungs- und Anforderungsdruck: Für sie bedeutet Jugend das Alter zwischen 13 und 15. Danach ist ihr Leben nur mehr auf Erfolg und Ego-Vermarktung ausgerichtet. In ihrer Welt geben Supermodels den Trend vor, die mit 14 den Catwalk abmarschieren und mit 23 als SeniorInnen gelten. Diese Illusionsmaschinerie erzeugt eine Leistungsideologie, die ausschließlich auf Jugend und frische Kräfte setzt.

Wir, die 30somethings, stehen zwischen dem Sicherheitsstreben aus der Welt unserer Eltern und der hochflexiblen und hoch instabilen Leistungsgesellschaft der heutigen Zeit. Die Veränderungen der Wahrnehmung und der Zielvorstellungen spüren meine Generation und ich besonders stark.

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