Messner: Presseheft

 
 

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Presseheft: Inhalt

Ein Film von Andreas Nickel

Deutschland 2012

KINOSTART: 27.09.2012
Laufzeit 108 min., 35 mm & Digital, 1 : 1,85, Farbe, Dolby Digital

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
ana radica! Presse / Organisation
Ana Radica / Ulrike Körner
Herzog-Wilhelm-Straße 27
80331 München
Tel: 089- 23 66 120
Fax: 089-23 66 12 20
kontakt@ana-radica-presse.com

 

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Mitwirkende

Reinhold Messner
Prof. Dr. Helmut Messner, Bruder
Dr. Hubert Messner, Bruder
Dr. Hans-Jörg Messner, Bruder
Dr. Ursula Grether-Endres
Horst Fankhauser
Wolfgang Nairz
Hans Kammerlander
Peter Habeler
Claude Montessuit
Maurice Cretton

Stab
Buch und Regie
Andreas Nickel
Kamera
Denis Ducroz
Luftbildkamera
Irmin Kerck
Schnitt
Lodur Tettenborn
Hans-Christian Horn
Musik
Wolfgang Gleixner
Peter Horn
Andrej Melita
Ton
Marc Parisotto
Mischung
Michael Hinreiner
Ausstattung
Anton Gerg
Artwork
Darius Ghanai
Produktionsleitung
Ewerhard Engels
Produzent
Andreas Nickel
Koproduzenten
Hubert von Spreti (BR)
Jochen Kölsch (arte)
Wilfried Ackermann
Gene Yoon
Besetzung
 
Reinhold Messner
Florian Riegler
Günther Messner
Martin Riegler
Vater Messner
Hubert Niederwolfsgruber
Mutter Messner
Brunhilde Schatzer
Reinhold Messner als Kindi
Philipp Mantinger
Günther Messner als Kind
Patrik Mantinger
Reinhold Messner als Jugendlicher
Gabriel Messner
Gpünther Messner als Jugendlicher
Aaron Messner
Pfarrer
Paul Faller
Hüttenwart
Manael Garnier
Bergführer-Ausbilder I

Francois Palandre

Bergführer-Ausbilder II
Georges Moreira
Bayerischer Bergsteiger I
Ralf Strassberger
Bayerischer Bergsteiger II
Friedl Kreckl
Hans Kammerlander
Maxime Belleville

 

MESSNER ist eine Produktion Eine Produktion der ExplorerMedia in Ko-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk und Arte sowie Wilfried Ackermann und Gene Yoon.

Gefördert von Filmfernsehfonds Bayern, Deutscher Filmförderfonds und Business Location Südtirol - Filmförderung.

Mit Unterstützung von ARRI Film & TV Services, Fila, der Autonomen Provinz Bozen – Amt für audiovisuelle Medien und RAI – Sender Bozen.

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Kurzinhalt

Vieles ist schon über Reinhold Messner gesagt, gefilmt und geschrieben worden und man meint, schon alles über diesen Menschen zu wissen.
Reinhold Messner - Wie kein anderer Extrem-Bergsteiger verkörpert er den unbedingten Willen, Grenzen zu überschreiten und das Limit des Machbaren zu suchen.

Nun hat sich Regisseur und Produzent Andreas Nickel auf eine Spurensuche begeben und einen einfühlsamen Film über Reinhold Messner gedreht, der die Etappen seines Lebens aufzeigt und einen Bogen spannt von seiner Kindheit im Südtiroler Tal, über die Erfolge und Misserfolge bei den Bergexpeditionen bis hin zu seinem heutigen Leben auf Schloss Juval.
Vor allem aber zeigt der Film das Portrait eines Mannes, der aus der familiären Enge entfliehen wollte, an den Widerständen und Herausforderungen gewachsen ist, und für den die Berge Freiheit bedeuteten.

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Pressenotiz

Reinhold Messner – viele glauben, diesen Grenzgänger zu kennen: seine vierzehn Achttausender-Besteigungen ohne künstlichen Sauerstoff, seine neuen Routen an den schwierigsten Bergen der Erde, seine Durchquerungen von Wüsten aus Eis oder Sand, seine Lebenseinstellung, seine Bücher, seine Museen und auch seine Provokationen. Aus denselben Gründen, für die ihn viele bewundern, lehnen andere ihn ab. Mit seinem dokumentarischen Biopic begibt sich der Regisseur und Produzent Andreas Nickel auf die Spuren von Reinhold Messner. Wer ist dieser Mann? Woher kommt er? Was treibt ihn an?

In Gesprächen mit Reinhold Messner, Weggefährten (Peter Habeler, Hans Kammerlander, Horst Fankhauser, Wolfgang Nairz), Frauen (Dr. Ursula Grether-Endress) und Geschwistern (Prof. Dr. Helmut Messner, Dr. Hubert Messner, Dr. Hansjörg Messner) zeichnet der Film das Leben des Mannes, der den modernen Alpinismus geprägt hat wie kein Zweiter. Seine Erfolge sind auch das Spiegelbild eines häufigen Scheiterns. Es geht in diesem Film weniger um das Erklimmen der Gipfel und schon gar nicht um Klettertechnik oder gar Heldentum. Vielmehr beschreibt der Film den unbedingten Freiheitsdrang eines jungen Mannes, der Enge des Südtiroler Tals zu entfliehen, und der seine Freiheit in den Bergen fand, und dafür alle Widrigkeiten in Kauf nahm.

Der Film nimmt das Publikum mit auf eine Reise in das Universum des Reinhold Messner, das nicht nur die steilsten, schwierigsten und höchsten Bergwände der Erde und selten gesehene Perspektiven und Aufnahmen umfasst, sondern einen ganz persönlichen Einblick in sein Leben gibt. Die bildgewaltigen Landschaftsaufnahmen umfassen die Dolomiten Südtirols ebenso wie die gesamte Himalayakette Nepals, vom Dhaulagiri im Westen bis hin zum Kangchendzönga im äußersten Osten und in die Welt der Achttausender, wie man sie wohl zuvor noch nicht gesehen hat. Gedreht wurde bis in Höhen von 8300 Meter. Einzigartiges filmisches Archivmaterial ergänzt das Bild eines Grenzgänger, der sich selbst als „Eroberer des Nutzlosen“ sieht. Messner erzählt von seiner Kindheit, Jugend und seinen Expeditionen, zu sehen sind Original-Schauplätze in Südtirol (Sass Rigais/Geislerspitzen, Ortler, Marmolada Südwand, Civetta-, Langkofel-, Peitlerkofel-Nordwand), Frankreich (Droites Nordwand im Mont Blanc-Massiv) und Nepal (Mount Everest). Ergänzt wird die Spielhandlung durch inszenierte Sequenzen, die insbesondere die Kindheit und Jugend im Elternhaus nachzeichnen.

So ist Andreas Nickel ein bewegendes, spannendes Portrait eines ungewöhnlichen Menschen gelungen, das auch ein Stück Zeitgeschichte widerspiegelt, und deutlich macht, wie sehr Messners Lebensweg doch auch durch seine Herkunft geprägt ist.

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Statement Andreas Nickel

Vor ziemlich genau zehn Jahren, 2002, traf ich zum ersten Mal persönlich Reinhold Messner. Fünf Jahre danach war mein erster Film ZUM DRITTEN POL fertiggestellt, ein TV-Dokumentarfilm für den Bayerischen Rundfunk und Arte, der vom Leben und den Expeditionen zweier Generationen der Familie Dyhrenfurth handelt. Dieser Film stellte gleichzeitig auch meine erste filmische Zusammenarbeit mit Reinhold dar. War er es doch, der durch den Film führte und die Taten dieser damals recht in Vergessenheit geratenen Himalaya-Pioniere in den expeditionsgeschichtlichen Kontext stellte. Die Art und Weise, wie der dies tat, sich dabei zurück nahm und in die Sache der Geschichte stellte, hatte mir sehr gut gefallen und mich beeindruckt.

Im Laufe dieser Zusammenarbeit lernte ich auch den Menschen Reinhold Messner besser kennen. Der Bergsteiger und Grenzgänger war mir ja seit langem durch die Presse und einige seiner Bücher ein Begriff. Der Mensch jedoch, der hinter diesen Taten steht, war mir, und wahrscheinlich auch den allermeisten Anderen, unbekannt. Schon der Alpinist wäre, für sich selbst genommen, einen Film wert. Dies wurde auch schon das eine oder andere Mal versucht. In einer weiteren, wichtigen Dimension den Menschen Reinhold Messner zu erfassen, das wäre die große Herausforderung. Beides zusammen zu bringen war der Stoff für den Kinofilm, der mir vorschwebte.

In vielen und langen Vorgesprächen mit Reinhold, einigen seiner Geschwister, Lebens- und Weggefährten formte sich für mich das Bild einer sehr komplexen Persönlichkeit, dem die vielfach existierenden stereotypischen Urteile über ihn nicht gerecht werden. Diese Voreingenommenheit zu überwinden war auch das erste große Problem, das der Realisierung dieses Films zunächst im Wege stand: "Was? Schon wieder ein Film über den Messner? Über den weiß man doch eh’ schon alles!". Meine Antwort war und ist immer noch: "Nein! Über Messner weiß man eigentlich sehr wenig. Werded’s schon seh’n!"

Hubert von Spreti (Bayerischer Rundfunk) und Jochen Koelsch (Arte) danke ich als denjenigen, die sehr rasch von meiner Idee überzeugt waren. Als dann die Förderungen seitens FilmFernsehFonds Bayern, Deutscher Filmförderfonds und Business Location Südtirol – Filmförderung zugesagt haben und weitere Unterstützung von Dr. Wilfried Ackermann Filmproduktion, Arri, Fila, dem Amt für Deutsche Kultur der Provinz Bozen und dem RAI Sender Bozen kamen, konnten die Dreharbeiten für diesen aufwendigen Dokumentarfilm losgehen.

Konzeptionell war von vorneherein für mich klar, dass der Film eine Mischung aus Archivmaterial, dokumentarischen und szenischen Elementen werden sollte: Neben Reinhold Messners persönlichen Archiv mit tausenden von Fotos, die von seiner Kindheit über sämtliche seiner Expeditionen reichen, fanden wir auch Zugang zu filmischen Dokumenten, die bislang noch nie ausgewertet oder öffentlich gezeigt werden konnten. Soweit mir bekannt ist, entstanden für diesen Film die ersten gyrostabilisierten Luftaufnahmen des Himalaya-Gebirges überhaupt, was ganz neue Perspektiven auf diese Berge bietet. Für die szenischen Teile des Films war die Authentizität von Bild und Handlung oberstes Gebot, besonders weil diese ja Erlebnisse darstellen sollten, bei denen seinerzeit keine Kamera dabei war, bzw. dabei sein konnte. Ein Dreh im Studio oder im Kühlhaus kam dabei für mich nicht in Frage. Ob es nun die erste Klettertour des 5-jährigen Reinhold auf den Sass Rigais war, oder der Alleindurchstieg durch die gefährliche Droites Nordwand in Rekordzeit: gedreht wurde an den Originalschauplätzen und in Originalausrüstung (bzw. aus der Zeit stammend). Dabei entstanden Aufnahmen, die in dieser Form noch nicht zu sehen waren: Florian Riegler als Darsteller von Reinhold Messner in der Droites Nordwand, einer der schwierigsten Wände der Alpen, in historischer Ausrüstung, nur mit einem Aschenbrenner-Pickel und einem Eisstichel „bewaffnet“ – das dürfte so schnell nicht wiederholt werden.

Trotz aller atemberaubenden Einstellungen von Kletterszenen geht es in dem Film nicht um das Klettern per se. Vielmehr steht in diesem sehr persönlichen Portrait über Reinhold Messner das Bergsteigen als Metapher für das universelle Thema des Wachsens an Widerständen, dem Überwinden von Rückschlägen – als Metapher für das Leben schlechthin.

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