Me too: Presseheft

 
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Ein Film von Álvaro Pastor und Antonio Naharro

Spanien 2009

KINOSTART: 05.08.2010
Laufzeit: 103 Minuten, Format 1 : 1,85, Dolby Digital

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
MEDIA OFFICE
Kurfürstendamm 11
10719 Berlin
Tel: 030-887144-0
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www.media-office-presse.com

 

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Stab

Buch & Regie
  Álvaro Pastor
  Antonio Naharro
Kamera
  Alfonso Postigo
Schnitt
  Nino Martinez Sosa
Musik
  Guilee Milkyway
Ton
  Eva Valino
Art Director
  Ines Aparicio
Maske
  Yolanda Pina
Kostüm
  Fernando Garcia
Ausf. Produzenten
  Koldo Zuazua
  Emilio Gonzales
Produzenten
  Manuel Gomez Cardena
  Julio Medem


Besetzung
 
Laura
  Lola Duenas
Daniel
  Pablo Pineda
Santi
  Antonio Naharro
Maria Angeles
  Isabel Garcia Lorca
Bernabe
  Pedro Alvarez Ossorio
Consuelo
  Consuelo Trujillo
Pedro
  Daniel Parejo
Luisa
  Lourdes Naharro
Luria
  Susana Monje
Pepe
  Joaquin Perles
Encarni
  Ana Pellegrina
Macarena
  Ana de los Riscos
Quique
  Ramiro Alonso
Tanzgruppe
  Danza Mobile, Sevilla

ME TOO ist eine Produktion der Alicia Produce und Promico Imagen

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Kurzinhalt

Daniel ist es gewöhnt, dass andere ihm wenig zutrauen und ihn verstohlen verschämt anschauen. Er hat ein klitzekleines Chromosom zu viel - Daniel ist mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen. Jetzt, mit 34 Jahren, hat er ein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Das hätte wirklich niemand für möglich gehalten! Voller Energie, Lust und Freude beginnt er seinen neuen Job und trifft doch wieder auf alte Vorbehalte bei Freunden, Kollegen und selbst bei seiner Familie. Als sich zwischen seiner Kollegin Laura und ihm eine intensive Freundschaft entwickelt, sind alle völlig ver-unsichert. Die Ablehnung, auf die ihre Freundschaft stößt, führt diese beiden rebellischen Seelen noch enger zusammen: sie verlieben sich – unerwartet und überraschend für sie selbst und unvorstellbar für alle Anderen. Vorurteile, Ressentiments und eingefahrenen Verhaltensweisen werden kräftig durchgeschüttelt.

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Pressenotiz

ME TOO – wer will schon normal sein? ist die wunderbare Liebesgeschichte zwischen Daniel (Pablo Pineda), der trotz des Down-Syndroms sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, und seiner unangepassten und umworbenen Kollegin Laura (Almodovar-Schauspielerin Lola Dueñas). Was als herrliche Freundschaft begann, entwickelt sich zur großen Liebe. Für die Befreiung zwischen Rührung und Lachen und wegen seiner fast unbeschwerten Heiterkeit lag das Publikum bei den Festivals in San Sebastian („Silbernen Muschel“ als Beste Schauspieler für beide) und Rotterdam (Publikumspreis) diesem ungewöhnlich liebenswerten Paar zu Füßen. Nicht anders wird es dem deutschen Publikum gehen, wenn ME TOO – wer will schon normal sein? bei uns am 5. August in die Kinos kommt.

Pablo Pineda, der Darsteller des Daniel, ist tatsächlich der erste Europäer mit Down-Syndrom, der einen Hochschulabschluss erworben hat. Hauptdarstellerin Lola Dueñas, eine der profiliertesten Schauspielerinnen des spanischen Kinos, ist international bekannt aus Filmen Pedro Almodóvars oder dem mehrfach ausgezeichneten Drama „Das Meer in mir“ von Alejandro Amenábar. Für ihre Darstellung der „Laura“ in ME TOO – wer will schon normal sein? erhielt sie im Frühjahr 2010 den GOYA, den wichtigsten spanischen Filmpreis, als Beste Darstellerin. Auch Pablo Pineda war für seine erste Filmrolle beim diesjährigen GOYA nominiert.

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Die Regisseure über ihren Film

Antonio Naharro lebte damals in Sevilla. Álvaro Pastor besuchte ihn, um mit ihm gemeinsam die Tanzgruppe ‚Danza Móbile’ kennen zu lernen, da sie ein Projekt mit ihnen vorbereiten wollten. „Nach unserem Kurzfilm Uno más, uno menos wollten wir das Thema ‚Behinderung’ und ‚Down-Syndrom’ vertiefen. Wir waren in Sevilla, als wir Pablo Pineda, den Darsteller des Daniel, im Fernsehen sahen. Als wir ihn sprechen hörten, merkten wir, dass er ein ganz besonderer Mensch ist. Vor allem seine offensichtliche Einsamkeit hat uns berührt. Er stand auf einer Brücke, im Niemandsland zwischen zwei Welten, zwischen seiner ‚Behinderung’ und der so genannten ‚Normalität’. So entstand die Figur des Daniel, dem Alter Ego Pablo Pinedas.

Menschen mit dem Down-Syndrom verhalten sich oft nicht entsprechend der sozialen Normen, aber die Figur des Daniel versucht mit aller Kraft sich an diesen Normen zu orientieren. Daher dachten wir uns, dass eine Frau, die von Natur aus rebellisch, unangepasst und nicht immer 100-prozentig mit sich im Reinen ist, die ideale Ergänzung als Gegenüber für diese Hauptfigur wäre.

Es musste eine Figur sein, die es schafft, aus Daniel das herauszuholen, was er bereits in sich trägt, nämlich Ausdrucksstärke und Spontaneität. Als wir mit Lola Dueñas sprachen, spürten wir sofort, dass sie genau dieses Potential hat. Und nach ein paar Arbeitstreffen stand die Figur und die Rolle der ‚Laura’. Als wir mit der Arbeit am Drehbuch begannen, kannten wir Pablo noch nicht richtig. Zwar berieten wir uns oft mit Fernando Castets von der Fundación Carolina, verließen uns aber ganz auf unsere Intuition. Unser Ziel war es, eine Geschichte um die Figur des ‚Daniel’ zu erfinden, die der wirklichen Geschichte des Pablo Pineda so nah wie möglich kommt. Antonios Schwester Lourdes hat ebenfalls Down-Syndrom, übrigens auch die Tochter unseres Produzenten Julio Medem, aber dieser Fall war anders. Wir hatten noch nie einen Menschen mit Down-Syndrom kennen gelernt, der komplexe Ideen so klar ausdrücken konnte. Hatte er das, was er im Fernsehen sagte, womöglich auswendig gelernt? War er wirklich so wie er zu sein schien?

Nach der zweiten Drehbuchfassung beschlossen wir, nach Malaga zu fahren und Pablo kennen zu lernen. Schon die erste Begegnung hat unsere Erwartungshaltung voll erfüllt: er hatte uns eine Geschichte zu er-zählen und überraschte und beflügelte uns weiter zu machen. Pablo gefiel das Drehbuch, er arbeite mit uns zusammen und die Chemie zwischen uns stimmte von Anfang an. Monate später, bei einem unserer Besuche in Malaga, wurde uns schlag-artig klar, dass nur Pablo selbst die Rolle des Daniel spielen konnte und wir schlugen ihm das vor.

Natürlich brauchten wir Probeaufnahmen, um sicher zu sein, dass er auch wirklich für die Rolle geeignet war, aber schon nach einer halben Stunde waren wir uns sicher, denn Pablo Pineda ist ein Naturtalent. Sein Vertrauen, seine Intelligenz und vor allem seine emotionale Offenheit erleichterten die Arbeit sehr. Natürlich brauchten wir das Einverständnis seiner Familie. Die Familie spielt auch im Film eine wichtige Rolle. Wir haben versucht verschiedene Familien mit verschiedenen Auffassungen zu zeigen, um auch das soziale Umfeld der Menschen mit Handicap so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen. In dieser manchmal etwas reduzierten Welt sollte es aber auch Menschen mit Down-Syndrom geben, deren Realität globaler und weltläufiger war, als die des Hauptdarstellers. Also nahmen wir die Tanzgruppe ‚Danza Móbile’ mit in die Handlung auf, mit der wir von Anfang an hatten arbeiten wollen.

Wir lernten den Produzenten Koldo Zuazua kennen, der sich bereits für unsere letzte Arbeit, den Kurzfilm Invulnerable, interessiert hatte und Julio Medem mit seiner Produktionsfirma ‚Alicia Produce’, der, wie schon erwähnt, ein ganz natürliches Interesse an unserem Projekt hatte. Der Vorbereitungszeit war ziemlich lang. Es gab viele Proben und ver-schiedene Drehbuchfassungen, auch das Casting und die Auswahl der Crew waren sehr wichtig. Wir suchten weitgehend unbekannte Schauspieler, die die Hauptdarsteller begleiten und die Geschichte glaubwürdig machen sollten. Mit Lola Dueñas erarbeiteten wir eine komplexe Figur, die der Geschichte einen gewissen Dreh gibt, und uns die Welt einer „normalen“ Person, allerdings mit einem Haufen Probleme zeigt.

In Bezug auf Look und Erzählweise entschieden wir uns, zusammen mit unserem Kameramann Alfonso Postigo, für eine klare Inszenierung, die wir mit Schulterkamera in möglichst realistischem Licht drehten. Es braucht die besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt des ganzen Teams, um mit Schauspielern mit Down-Syndrom zu arbeiten. Ihnen fällt es leicht, genau das zu spielen, was in jeder Szene erforderlich ist, aber das Team muss sich anpassen und die Kommunikation muss funktionieren. Im Film gibt es zwei Städte, Sevilla und Madrid, zwei Hauptcharaktere und zwei Welten, die aufeinander treffen. Beide Figuren treten eine Reise an, die für beide eine Veränderung darstellt. Für Laura mag es ein Wieder-sehen mit der Vergangenheit bedeuten. Für Daniel wird es der Beginn seines Lebens als Erwachsener sein.

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