Pumuckl und sein Zirkusabenteuer : Presseheft

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Presseheft: Inhalt

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Besetzung, Stab und Technische Daten

Ferdinand Eder:

Hans Clarin

Henriette Straub:

Christine Neubauer

Frau Magiaro:

Sunnyi Melles

Herr Magiaro:

Nikolaus Paryla

Hausmeisterin:

Erni Singerl

Markus Straub:

Roland Schreglmann

Pumuckls Stimme:

Kai Taschner

In weiteren Rollen:

Christiane Blumhoff,
Carola Oppermann,
Vivian Kanner,
Ernst Cohen,
Michael Jamak,
Erich Holzmann

Als Gäste:

Patrick Lindner,
Karl-Heinz Wildmoser

 

Regie:

Peter Weissflog

Drehbuch:

Ellis Kaut,
Ursula Bagnall

Produzentin:

Tita Korytowski

Redaktion Bayerischer Rundfunk:

Dr. Friederike Euler

Producer:

Konstantin Schirk

Herstellungsleiter Realdreh:

Sergio Korytowski

Produktions-Assistenz:

Sonja Schmidbauer

Produktions-Sekretariat:

Uschi Obermaier

Geschäftsführung und Buchhaltung:

Daniela Gammer

Aufnahmeleitung:

Nicole Weber,
Oliver Wiemer

Regieassistenz:

Monika Gold

Continuity:

Anita Kirchgessner

Kamera:

Harry Bruntz

Kameraassistenz:

Michael (Ali) Allnach

Originalton:

Werner Seitz

Schnitt / Tonschnit:

Silvia Nawrot

Ausstattung:

Kuly Sander

Aussenrequisite:

Vladimir Skrdlik

Innenrequisite:

Tatjana Büchner

Realtrick:

Andreas Knorp

Kostümbild:

Barbara Ehret

Garderobe:

Claudia Börsch

Maske:

Susanna Schröder,
Heike Puzicha

Oberbeleuchter:

H.P. Vogt

Pumuckl-Figur (Original-Entwurf):

Barbara von Johnson

Animation:

Studio Filmów Rysunkowych

Regie Animation:

Marek Burda

Musik:

Fritz Muschler

Mischung:

Michael Hinreiner

 

Land:

Deutschland

Jahr:

2003

Bildträger/Projektion:

35mm

Farbe:

Farbe

Ton:

6 Kanal SDR Dolby Digital

Bildformat:

1 : 1,85

Länge:

87 Minuten

 


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Kurzinhalt

Pumuckl ist nach Hause zurück gekehrt! Und wie es die Art des quirligen kleinen Kobolds ist, bringt er gleich wieder das Leben der Menschen durcheinander! Diesmal ist es der rechtschaffene Ferdinand Eder (Hans Clarin), dem Pumuckl seine Streiche spielt. Und es dauert nicht lange, bis der Pumuckl vor einem neuen, aufregenden Abenteuer steht. Zwei seltsame Zirkuszauberkünstler (Sunnyi Melles, Nikolaus Paryla) entführen den pfiffigen Kobold, um ihre Nummer mit seiner "echten" Zauberei zu einer Sensation zu machen. Kein feiner Zug von den ehrgeizigen Artisten – aber Pumuckl ist im Zirkus in seinem Element: Artisten, Illusionisten, Tiere… und jede Menge Gelegenheit, das Zirkusleben auf den Kopf zu stellen!

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Pressenotiz

Hurra, hurra, der Pumuckl ist wieder da! Nach seinen spannenden Erlebnissen auf hoher See in der TV-Serie "Pumuckls Abenteuer" kehrt der vorwitzige Kobold zurück nach München. Und zwar mit einem Jubiläum: Der Pumuckl ist 2002 40 Jahre alt geworden! Generationen von Kindern hat er im Buch, im Radio, im Fernsehen und im Kino begeistert. Der Schauspieler Hans Clarin hat ihm in all den Jahren seine unverwechselbare Stimme verliehen. Vier Jahrzehnte, nachdem die Autorin Ellis Kaut den kleinen Rotschopf mit den Klabauter-Zauberkräften erfunden hat, stehen dem quirligen Kerl in PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER nun wieder aufregende Zeiten bevor.

Nach einer glücklich überstandenen Krankheit im Jahr 2002 wollte Hans Clarin seine Stimme nicht mehr den enormen Strapazen einer kompletten Spielfilmsynchronisation aussetzen. Damit im neuen Spielfilm der Pumuckl nach seinem Geschmack und dem aller Koboldfans spricht, hat Hans Clarin die gesamte Synchronisation mit Kai Taschner, der "neuen Stimme", Take für Take als Fachberater betreut und mitgestaltet.

In der bewährten Mischung aus Realfilm und Zeichentrick wurden Pumuckls neue Streiche unter der Regie von Peter Weissflog (Realfilm) und Marek Burda (Animationen) in Szene gesetzt – ein lustiges Kinoabenteuer für Groß und Klein ist garantiert!

PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER wurde 2002 mit dem Bayerischen Kinder-Medien-Preis "Weißer Elefant" ausgezeichnet.

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Inhalt

Wo steckt denn bloß der Meister Eder? Diese Frage stellt sich Pumuckl, als er von seinen aufregenden Abenteuern mit dem Schiffskoch Odessi und dem blauen Klabauter wieder nach München zurückgekehrt ist und die Werkstatt des alten Freundes leer vorfindet. Doch gerade als der rothaarige Kobold so richtig traurig wird, betritt ein Mann die Werkstatt - Ferdinand Eder (Hans Clarin), Restaurator von Beruf und ein Vetter von Pumuckls altem Meister Eder! Ferdinand ist vorbeigekommen, um noch einige Hinterlassenschaften aus dem Haus zu holen, darunter auch Pumuckls Bettchen und seine Schaukel. Das ist einfach zuviel für den Kobold! Wutentbrannt springt er in den Wagen von Ferdinand und lässt sich als blinder Passagier mitnehmen.

Kurze Zeit später geschehen im Hause von Ferdinand Eder auf einmal merkwürdige Dinge. Wie von Geisterhand bewegen sich plötzlich Gegenstände, und ein unsichtbarer – aber offensichtlich extrem hungriger Gast – futtert ihm vor seinen Augen seinen ganzen Kuchen weg. Doch dann löst sich das Rätsel: Pumuckl bleibt an einem Leimtopf kleben und wird sichtbar. Ferdinand Eder kann es nicht glauben – und will zunächst nichts mit dem kleinen Kobold zu tun haben. Aber er ahnt schon, dass er Pumuckl nicht so schnell loswerden wird.

Bei der nächsten Gelegenheit erzählt Herr Eder seiner Nachbarin Henriette Straub (Christine Neubauer) und ihrem Sohn Markus (Roland Schreglmann) von seinem neuen Mitbewohner. Ein verhängnisvoller Fehler – denn die Nachbarin plaudert munter drauf los über das "Heinzelmännchen" des Handwerkers. Frau Straub hilft bei einem Zirkus aus, der gerade in der Stadt gastiert, und die beiden Zauberkünstler, Herr und Frau Magiaro (Nikolaus Paryla, Sunnyi Melles) horchen bei dem Bericht auf: Dieser kleine Kobold kann sich unsichtbar machen? Mit einer solchen Hilfe könnten sich die beiden völlig neue, sensationelle Zaubertricks ausdenken! Schnell fassen die beiden Magier einen Entschluss: Der Pumuckl muss her. Bei einem Besuch in der Werkstatt von Meister Ferdinand Eder gelingt es Frau Magiaro, den frechen, kleinen Rotschopf zu kidnappen. Doch schon bald bekommen die Magiaros die Quittung dafür: Pumuckl sorgt im Zirkus für heilloses Chaos!

Ferdinand Eder vermisst den kleinen Plagegeist. Ihm ist in der Zwischenzeit klar geworden, dass er eigentlich ganz gern mit dem Pumuckl zusammenlebt. Doch wo steckt der Pumuckl? Gemeinsam mit Frau Straub und ihrem Sohn Markus macht sich Herr Eder auf die Suche. Wird es ihm gelingen, seinen Pumuckl rechtzeitig aus den Händen der ehrgeizigen Zauberkünstler zu befreien, bevor der Zirkus die Stadt wieder verlässt?

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Produktionsnotizen – 40 Jahre Pumuckl

Die Erfolgsgeschichte des kleinen Kobolds

Seit vier Jahrzehnten amüsiert er durch seine frechen Streiche große und kleine Kinder: Im Jahr 1962 schrieb die Münchner Kinderbuchautorin Ellis Kaut das erste Abenteuer eines kleinen, rothaarigen Kobolds – der Pumuckl war geboren. Zunächst trieb er im Radio seinen Unsinn: In 90 Hörspielfolgen verpasste der Schauspieler und Synchronsprecher Hans Clarin dem Kobold das typische Pumuckl-Krächzen.

Der Pumuckl avancierte schnell zum Liebling der Kinder. Nach seinem Erfolg im Rundfunk wurden rund 50 Schallplatten und etliche Bücher mit neuen Streichen des kleinen Kobolds veröffentlicht. Den Figurenentwurf zum gezeichneten, später animierten Pumuckl hatte Barbara von Johnson geliefert. 1978 sahen seine Anhänger den Pumuckl dann zum ersten Mal im Fernsehen. Meister Eder (Gustl Bayrhammer) und sein Pumuckl – eine Zeichentrickgestalt mit rotem Schopf, in gelbem Hemd und grüner Hose - erlebten in 52 TV-Spots von rund einer Minute Länge kurze, amüsante Abenteuer. Die Geschichten, allesamt aus der Feder von Ellis Kaut und Ulrich König, wurden zunächst mit Bayrhammer real gefilmt. Danach wurde genau festgelegt, in welchen Sequenzen der gezeichnete Pumuckl seinen Unfug treiben sollte. Erst dann wurden die Zeichentrickelemente hergestellt und mit dem Realfilm auf dem Tricktisch zusammengefügt. Diese Technik wurde auch in der Pumuckl-Zeichentrickserie eingesetzt, die der Bayerische Rundfunk ab 1978 zusammen mit der Infafilm GmbH Manfred Korytowski produzierte. In 26 Folgen von jeweils 25 Minuten Länge wollte man dem Kobold noch mehr Zeit und Raum geben, dem Meister Eder und anderen ahnungslosen Menschen seine Streiche zu spielen.

Gleichzeitig mit der Ausstrahlung der ersten Staffel dieser Fernsehserie hatte der erste Pumuckl-Spielfilm mit dem Titel MEISTER EDER UND SEIN PUMUCKL im Kino Premiere. Von Anfang an war Pumuckl bei Groß und Klein ein Erfolg, und neue Staffeln der Serie wurden produziert. Auch nach dem Ausstieg von Gustl Bayrhammer, der seine ihm lieb gewordene Rolle als Meister Eder altersbedingt schweren Herzens an den Nagel hängen musste, blieb Pumuckl der Liebling zahlloser Kinder: In dem Kinofilm PUMUCKL UND DER BLAUE KLABAUTER (1994) stach der Kobold auf einem Frachtschiff in See und freundete sich mit einer neuen menschlichen Bezugsperson an – dem Schiffskoch Odessi (Towje Kleiner). Die Premiere des Films erlebte Bayrhammer leider nicht mehr – der sympathische Volksschauspieler starb am 24. April 1993. Seitdem spielte dann der Koch Odessi – neben dem Kobold natürlich – die Hauptrolle in der neuen, 13-teiligen TV-Serie Pumuckls Abenteuer. Für seinen dritten Kinofilm, PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER, kehrt der freche, liebenswerte Kobold nun wieder ins heimatliche München zurück. Die Hauptkulisse in Pumuckl und sein Zirkusabenteuer ist allerdings nicht die altbekannte Schreinerwerkstatt von Meister Eder, sondern ein Zirkus. Gedreht wurde bei dem Großzirkus Spindler-Barelli, der ausschließlich für die Dreharbeiten nach München kam – inklusive aller Artisten, Musiker und Tiere. Drei Wochen lang wurde das Zelt von Spindler-Barelli auf dem Olympiagelände am Spiridon-Louis-Ring aufgeschlagen. Für die Öffentlichkeit blieb der Zirkus geschlossen: Zirkusbegeisterte Passanten, die Tickets für eine Vorstellung erwerben wollten, mussten wieder nach Hause gehen.

Die alte Werkstatt von Meister Franz Eder, ein Biedermeier-Gartenhaus im Münchner Stadtteil Lehel wurde für den Neubau einer großen Versicherungsgesellschaft schon vor vielen Jahren abgerissen. Darum mussten die Außenfassade und der Innenraum nach alten Vorlagen für den neuen Spielfilm PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER nachgebaut werden. Die Dreharbeiten in der Werkstatt von Ferdinand Eder (Hans Clarin), einem Verwandten des verstorbenen Meister Franz Eder, fanden in einer sehr authentischen Kulisse statt: Die Handwerkerfamilie Poschenrieder aus München-Giesing stellte der Produktion ihre Räume zur Verfügung.

Die bekannte Kombination aus Zeichentrick- und Realfilm-Elementen bestimmt auch den Look von PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER. Während der Planungsphase spielten die Verantwortlichen der Produktionsfirma Infafilm GmbH Manfred Korytowski einige Szenarien durch um zu sehen, wie man bei der Produktion moderne Technik zum Einsatz bringen könnte. Die Idee, Pumuckl mittels Computeranimationen zum Leben zu erwecken, wurde jedoch schnell wieder verworfen: Durch dieses Verfahren hätte der rothaarige Kobold sein unverwechselbares Aussehen und damit einen Großteil seines Charakters verloren. Also griff man auf die traditionelle Form der handgezeichneten Animation zurück. Nachdem die real gefilmten Sequenzen fertig geschnitten waren, wurde der Film Bild für Bild digitalisiert und der handgezeichnete Pumuckl in jedes Einzelbild eingefügt.

Für alle Pumuckl-Fans gibt es jetzt endlich ab Donnerstag, 16. Oktober 2003 ein Wiedersehen im Kino mit PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER!

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Die Besetzung

Hans Clarin (Ferdinand Eder)

Pumuckls neuer Freund ist ein wenig anders als der "alte" Meister Eder. Er ist Restaurator von Beruf und er nutzt zwar die Errungenschaften der modernen Technik – Auto, Fernseher, Computer, schnurloses Telefon – manchmal ist aber auch er ein wenig eigenbrötlerisch. Eder hat lange Zeit freischaffend für große Firmen gearbeitet, sich ein ordentliches finanzielles Polster zugelegt und kann es sich mittlerweile leisten, seine Aufträge auszusuchen. Ferdinand Eder ist seit 10 Jahren Witwer und er hat sich ein Privatleben eingerichtet, das ihm heilig ist. Er ist zwar nicht abergläubisch, vermeidet es aber trotzdem, unter einer Leiter durchzulaufen und den Weg einer schwarzen Katze zu kreuzen. Und an Kobolde glaubt er auch nicht. Und wenn es wirklich welche gäbe – sollen sie doch bleiben, wo der Pfeffer wächst. Oder?

Hans Clarin wurde 1929 in Wilhelmshaven geboren. Nachdem er zunächst mit der Landwirtschaft geliebäugelt hatte, entschloss sich der musisch begabte Clarin jedoch, Schauspielunterricht zu nehmen. Von 1948 bis 1950 besuchte er in München die Schauspielschule und stand ab 1953 am Bayerischen Staatsschauspiel München auf der Bühne.

Er trat unter anderem im "Sommernachtstraum", in "Leonce und Lena", im "Woyzeck", in "Charlies Tante", im "Revisor" und in "Professor Unrat" auf. Neben dem Theater war Hans Clarin bald auch beim Film und Fernsehen gefragt. Die erste Hauptrolle im Film erhielt er als ZWERG NASE (1952). Zu seinen bekanntesten Kinofilmen zählen DAS WIRTSHAUS IM SPESSART (1957), TAIGA (1958), DAS INDISCHE TUCH (1963), PIPPI LANGSTRUMPF (1969) und mehrere Edgar-Wallace-Krimis in den 60er Jahren. Im Lauf seiner Karriere spielte er mit vielen deutschen Kinolegenden wie Liselotte Pulver, Gert Fröbe, Elisabeth Flickenschildt, Klaus Kinski oder Hildegard Knef.

Das Fernsehen bot dem Darsteller vielfältige Aufgaben in über 100 Fernsehspielen u. a. in Von Mäusen und Menschen, Italienische Nacht, Porträt eines Helden, Ein Eremit wird entdeckt bis zu Fernsehfilmen in jüngerer Zeit wie Ein fast perfekter Seitensprung (1995) und Polt muss weinen (2000). Rollen in Serien und Mehrteilern übernahm Clarin in Produktionen wie z. B. Vater Seidl und sein Sohn (1978), Das kleine Bezirksgericht (1982), Die fünfte Jahreszeit (1982), Der kleine Riese (1985), Oliver Maass (1986), Fest im Sattel (1988 bis 1992), Das Auge Gottes (1991), Peter und Paul (1992), Weißblaue Geschichten (1999/2000).

Darüber hinaus stand das Allroundtalent Clarin immer wieder als Synchronsprecher im Studio. Zu seinen bekanntesten Synchronrollen zählt - neben der des "Pumuckl" - der junge Detektiv 'Cookie' mit der Elvis- Haartolle aus der US-Fernsehserie 77 Sunset Strip. In der Kinderplattenserie Hui Buh sprach er das legendäre Schlossgespenst.

Hans Clarin wurde 1961 als Bayerischer Staatsschauspieler geehrt. 1994 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1996 den Oberbayerischen Kulturpreis. 1997 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Christine Neubauer (Henriette Straub)

Henriette Straub ist geschieden und alleinerziehende Mutter des 12-jährigen Markus. Ihr Ex-Mann zahlt zwar Alimente, aber Frau Straub muss dennoch hin und wieder einen Aushilfsjob annehmen, um finanziell über die Runden zu kommen. Darum arbeitet sie zur Zeit als Verkäuferin an einem Stand für Süßigkeiten im Zirkus Barelli. Frau Straub ist eine resolute, verantwortungsbewusste und intelligente Frau, die die Dinge schnell anpackt. Trotzdem versinkt ihr Haushalt manchmal ein bisschen im Chaos. Mit Ferdinand Eder verbindet sie eine nachbarliche Freundschaft. Die allerdings wird auf eine harte Probe gestellt, als der Pumuckl das Leben von Eder und Frau Straub mächtig durcheinanderwirbelt.

Die ersten kleineren Rollen spielte die Münchnerin Christine Neubauer in einer Folge der Serie Meister Eder und sein Pumuckl und in Bernd Fischerauers Familiensaga Die Wiesingers (BR). Der große Durchbruch gelang ihr 1986 in der Ganghofer-Adaption Der Unfried (ZDF) unter der Regie von Rainer Wolffhardt. Von 1987 bis 1991 spielte sie die Traudl Grandauer in der 32-teilige Serie Löwengrube (BR/Tellux, Buch: Willy Purucker, Regie Rainer Wolffhardt, Adolf Grimme Preis in Gold 1992). Mittlerweile zählt sie zu den gefragtesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Sie stand u. a. für die Fernsehproduktionen Mali (BR, Buch: Willy Purucker, Regie: Rainer Wolffhardt,), Wer zuletzt lügt, lügt am besten (1999), Solange es die Liebe gibt (SAT 1/E & P Til Erwig & Partner Film, Telestar 1996 als beste Darstellerin in Serien), Vollweib sucht Halbtagsmann (ARD/Degeto) in der Vorabendserie Verdammt verliebt (ARD/Bavaria), Männer sind zum Abgewöhnen, Ich will meine Tochter (ARD/Degeto) und Im Tal des Schweigens (ARD/Degeto) vor der Kamera. Für ihre Rolle in Krambambuli (BR, 1998, Buch: Felix Mitterer, Kamera und Regie: Xaver Schwarzenberger) wurde sie 1999, neben Tobias Moretti, mit einem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet. Für die Rolle der Zilli in Frische Ware (1999, Buch: Willi Purucker, Regie: Paul Harather) erhielt sie 2000 einen Bayerischen Fernsehpreis.

Zu den Kinofilmen von Christine Neubauer zählen OTTO – DER AUSSERFRIESISISCHE (1989), DER GROSSE BAGAROZY (1999) von Bernd Eichinger und PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER.

Daneben spielt Christine Neubauer immer wieder Theater, wie zum Beispiel am Münchner Volkstheater die Magdalena in Ludwig Thomas gleichnamigem Stück.

Sunnyi Melles (Frau Magiaro)

Frau Magiaro ist verheiratet mit dem Zauberer des Zirkus Barelli. Sie ist ständig auf der Suche nach dem ultimativen Zaubertrick. Und als sie die Gelegenheit bekommt, einen echten Kobold in ihr magisches Zauberprogramm einzuarbeiten, will sie diese Chance nutzen - um jeden Preis.

Sunnyi Melles, in Ungarn geboren und in der Schweiz aufgewachsen, erhielt ihre Schauspiel-Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und war anschließend über 20 Jahre lang Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Darüber hinaus spielte sie u.a. am Burgtheater Wien die Desdemona in Shakespeares Othello, an der Wiener Volksoper die Bernauerin (von Carl Orff) und bei den Salzburger Festspielen 2002 die Buhlschaft im Jedermann. Sie verkörperte das Gretchen in Goethes Faust und hatte wichtige Rollen in Troilus und Cressida von Shakespeare und Kalldewey - Farce von Botho Strauß. Am Bayerischen Staatsschauspiel feiert sie zur Zeit in Barbara Freys Inszenierung von Anton Tschechows "Onkel Wanja" (als Jelena) einen großen Erfolg.

Im Kino war sie unter anderem in dem Oscar-nominierten Film 38, Regie: Wolfgang Glück, in FAUST, Regie: Dieter Dorn, LONG HELLO AND SHORT GOODBYE, Regie: Rainer Kaufmann und in PARADIES, Regie: Doris Dörrie zu sehen. Demnächst wird sie in dem Spielfilm "Olgas Sommer" von Nina Grosse zu sehen sein.

Für das Fernsehen drehte sie u. a. die Tatort-Folgen Miriam, Rote Erde sowie Mit den Clowns kamen die Tränen, Regie: Reinhard Hauff, Die Rättin, Balzac (mit Gérard Depardieu), Les Pianos de Berlin (mit Alain Delon) und Maigret mit Bruno Abraham-Kremer.

Zu den Auszeichnungen von Sunnyi Melles zählen der Chaplin Shoe vom Deutschen Regieverband, eine Ehrung als Theater-Schauspielerin des Jahres (1987) und die Satyr-Knöpfe - ein Vermächtnis von Martin Benrath - als "Bedeutendste Schauspielerin unserer Zeitî (2000).

Nikolaus Paryla (Herr Magiaro)

Der Magier Magiaro ist eigentlich ein netter Kerl, nur sehr ehrgeizig und ein bisschen eingebildet. Seine Vorfahren sind Italiener und Russen, und er spricht mal mit italienischem, mal mit russischem Akzent – je nachdem, was gerade besser ankommt. Er glaubt nicht an Magie und Zauberei – für Magiaro ist alles nur ein Trick. In der Zirkusbranche ist Magiaro eine Institution, aber für den internationalen Durchbruch hat es immer noch nicht ganz gereicht. Das könnte sich durch den Pumuckl natürlich jetzt ändern. Seit über vierzig Jahren – länger als der Pumuckl – steht Nikolaus Paryla auf der Bühne und vor der Kamera. Er kam im November 1939 in Zürich zur Welt und wuchs nach eigener Aussage "hauptsächlich am Zürcher Schauspielhaus auf". Dort schnupperte er soviel Theaterluft, dass ihn das Bühnenfieber nicht mehr los lassen sollte.

Seine Ausbildung absolvierte Paryla am Max-Reinhardt-Seminar (Akademie für Musik und Darstellende Kunst) in Wien. Danach drehte er – neben seiner Arbeit als Theaterdarsteller – Kino- und Fernsehfilme wie Der Kaufmann von Venedig (1968), KEHRAUS (1983), RENNSCHWEIN RUDI RÜSSEL (1995), Das Mädchen Rosemarie (1996) und SOLO FÜR KLARINETTE (1998) und die ZDF-Serie Mit Leib und Seele (als Stadtstreicher an der Seite von "Hochwürden" Günter Strack) Neben seiner Schauspielerei glänzt Nikolaus Paryla auch als Sänger von Chansons und Nestroy-Couplés. Zu seinen weiteren Spezialitäten gehören auch die Pantomime, Zirkusnummern und die Kunst der Commedia dell'arte.

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Der Stab

Ellis Kaut (Drehbuch)

Elisabeth "Ellis" Kaut, die "Mutter" des wohl berühmtesten Kobolds der Welt, wurde 1920 in Stuttgart geboren und zog zwei Jahre später mit ihren Eltern nach München.

Nach einem abgeschlossenen Schauspielstudium bekam Ellis Kaut ein Engagement am Residenztheater in Wiesbaden. Gleichzeitig arbeitete die junge Schauspielerin auch beim Rundfunk und trat in Unterhaltungssendungen, Hörspielen und Kindersendungen auf. Auch als Schriftstellerin hatte das Multitalent Erfolg: Nach den ersten Erzählungen und Novellen verfasste sie Bücher für Unterhaltungssendungen und Hörspiele. Im Jahr 1955 wurde sie mit dem Bayerischen Hörspielpreis ausgezeichnet. Nach 120 Folgen der Kinderserie Geschichten vom Kater Musch ersann sie im Jahr 1962 den kleinen Kobold Pumuckl und den Meister Eder, zwei Figuren, denen Ellis Kaut bis heute die Treue gehalten hat. 11 Jahre lang strahlte der Bayerische Rundfunk ihre Hörspiele um Pumuckl aus. Später entstanden daraus zahlreiche "Pumuckl"-Bücher, zwei Kinofilme und eine 65-teilige Fernsehserie. Die Bücher um den frechen Rotschopf wurden in etliche Sprachen übersetzt, sogar ins Chinesische. Für ihre 50-jährige Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk wurde Ellis Kaut im Jahr 1989 mit der Goldenen Verdienstmedaille des Senders ausgezeichnet.

Im Jahr 1999 begann Ellis Kaut, das Drehbuch für PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER zu schreiben. Darüber hinaus verfasste sie zwei Theaterstücke und ein Musical um den Kobold. Neben den "Pumuckl"- Kinderbüchern schrieb Ellis Kaut auch noch die Bücher "Der Zauberknopf", "Geschichten vom Flibutz", "Flaps, der Fehlerflips", "Theobald der Esel" und "Schlupp vom grünen Stern".

Ursula Bagnall (Drehbuch)

Ursula Bagnall ist die Tochter von Ellis Kaut – und ihre ständige Mitarbeiterin, wenn es um die Gestaltung der Abenteuer von Pumuckl und Meister Eder geht. Darüber hinaus hat die Grafikerin und Autorin den Roman "Vorsicht, wenn Helene kommt" ebenso wie die beiden Bücher "Die Wahrheit über den Stiefel" und "Kuriositäten – Neues von Fango und Tango" geschrieben.

Peter Weissflog (Regie)

Der Autor und Regisseur Peter Weissflog, Jahrgang 1947, lernte sein Handwerk als Regieassistent bei Filmemachern wie Alfred Vohrer, Alfred Weidenmann, Rolf Thiele, Zbynek Brynich, Helmuth Ashley, Erik Ode, Wolfgang Schleif und Harald Reinl. Seit 1981 inszeniert er Fernsehfilme und –serien wie Der Millionenbauer (BR), Weißblaue Geschichten, Heidi und Erni, Schwarz greift ein, Dr. Stefan Frank, Geschichten aus dem Nachbarhaus (BR/Tellux, Buch: Willi Purucker) und bei mehreren Produktionen für den BR-Komödienstadel. Dabei arbeitete er mit Schauspielern wie Günter Pfitzmann, Erni Singerl, Heidi Kabel, Walter Sedlmayer, Helmut Fischer, Harald Juhnke, Ben Becker, Klaus Wennemann und Christiane Hörbiger zusammen.

Neben seiner Tätigkeit als Regisseur arbeitet Peter Weissflog auch als Drehbuchautor. Er schrieb u. a. für die Tatort-Reihe, für die Krimireihe Ein Fall für zwei, die Reihe Weißblaue Geschichten, die Vorabendserie Heidi und Erni, die ZDF-Reihen Zwei Münchner in Hamburg und Forsthaus Falkenau.

Harry Bruntz (Kamera)

Harry Bruntz, geboren am 24. April 1948, kam nach seiner Ausbildung als Fotograf und Kameraassistent zum Bayerischen Rundfunk, wo er seit 1985 arbeitet. Im Lauf seiner Karriere hat er mit Regisseuren wie Franz X. Bogner, Markus Bräutigam, Paul Harather, Erich Neureuther, Peter Patzak und Sönke Wortmann zusammengearbeitet. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem Leporella, zwei Produktionen aus der Krimi-Reihe Polizeiruf 110, Lychees Weiß-blau, Die Eddie-Arent-Show, Café Meineid und die Serie Pumuckls Abenteuer. Darüber hinaus führte er bei den BR-Dokumentationen Schauplätze der Weltkulturen: Teotihuacan und Hitler und die Frauen die Kamera.

Marek Burda (Animationsregie)

Marek Burda kam im Jahr 1958 zur Welt und absolvierte seine Ausbildung am Lyzeum für plastische Künste im polnischen Bielsko-Biala. Seit 1979 arbeitet er beim Zeichentrickfilmstudio Filmow Rysunkowych, zunächst als Animator, seit 1995 als Regisseur. In dieser Position war er für die Inszenierung von Kinderprogrammen wie Karyppel versus Erbsen, Szenen aus dem Leben der Drachen und Unter uns Störchen verantwortlich.

Auch international hat Marek Burda Erfahrung: Als Supervisor, Layouter und Animator bei der US-Produktionsfirma Hanna Barbera war er an der Herstellung von Trickserien wie Flintstone Kids, Snorks und Biblische Geschichten beteiligt. Bei der Realisation von PUMUCKL UND SEIN ZIRKUSABENTEUER war Burda der verantwortliche Gesamtleiter der Animation.

INFAFILM - Manfred Korytowski

Die Produktionsfirma INFAFILM wurde im Jahr 1954 gegründet, im Jahr 1976 übernahm Manfred Korytowski die Geschäftsleitung. Seit einem Vierteljahrhundert produziert die INFAFILM Spielfilme, Serien, Trickfilme und Dokumentationen, wie die vielfach ausgezeichnete Wannseekonferenz, vor allem für den Bayerischen Rundfunk. Es war die Idee von Manfred Korytowski, Pumuckl als Kombination aus Real- und Zeichentrickfilm und nicht als vollanimierte Zeichentrickserie ins Fernsehen zu bringen. Seit damals ist der rothaarige Kobold Markenzeichen und integraler Bestandteil der INFAFILM.

MOVIENET FILM

Der 1996 in München gegründete unabhängige Filmverleih konnte bereits mit seinem ersten Film einen großen Erfolg verbuchen: BROKEN SILENCE startete mit nur acht untertitelten Kopien und erreichte 160.000 Zuschauer. Movienet konzentriert sich mit seinem Verleihprogramm auf europäische und deutsche Filme (z. B. DIE SCHEINHEILIGEN, SCHERBENTANZ, ERSTE EHE, ZUG DES LEBENS, LUCÍA UND DER SEX), sucht aber auch weltweit nach spannenden, emanzipatorischen Filmen, die sich mit aktuellen, politischen Themen auseinandersetzten (z.B. 11'09''01 - SEPTEMBER 11, REISE NACH KANDAHAR, VERLOREN IM IRAK, HEJAR). In dem kürzlich erschienenen Buch Ikonen des 20. Jahrhunderts - Film (Prestel Verlag) sind Filme berücksichtigt, die Movienet für den deutschen Markt entdeckt hat.

Movienet bleibt dem Grundsatz "global denken – lokal handeln" treu und hat Filme mit bayerischem Lokalkolorit im Programm. Nach dem großen Erfolg von DIE SCHEINHEILIGEN (mit etwa 180.000 Besuchern in Bayern), bringt der Verleih nun auch HIERANKL von Hans Steinbichler (mit Barbara Sukowa und Sepp Bierbichler) und das vom BR produzierte Alpendrama JENNERWEIN (BR/ORF, Sonne, Mond & Sterne mit Europool/Moviepool) in die Kinos.

Eine in Zeiten des Börsenhypes vermeintliche Schwäche ist die größte Stärke des Verleihs: durch die völlige finanzielle und inhaltliche Unabhängigkeit ist Movienet ein Independent Verleih im wahrsten Sinn des Wortes. 2002 wurde der Verleih von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für "besondere Leistungen im Bereich des Filmverleihs bei der Verbreitung künstlerisch herausragender Filme" ausgezeichnet.





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