Scherbentanz : Presseheft

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Presseheft: Inhalt

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Besetzung, Stab und Produktionsinformation

Jesko:

Jürgen Vogel

Seine Mutter Käthe:

Margit Carstensen

Zitrone:

Nadja Uhl

Ansgar :

Peter Davor

Jeskos Vater Gebhard:

Dietrich Hollinderbäumer

Käthe jung:

Andrea Sawatzki

Charlotte:

Roxanne Borski

Gebhard jung / Dirk:

Christian Körner

Jesko als Kind:

David Schwarzenthal

Ansgar als Kind:

Daniel Veigel

Stiefi:

Monika Hirschle

Bernie:

Ronnie Janot

Prof. Freundlieb:

Wolfgang Klapper

 

Buch und Regie:

Chris Kraus

Kamera:

Judith Kaufmann

Szenenbild:

Silke Buhr

Kostüme:

Gioia Raspé

Schnitt:

Renate Merck

Musik:

Jan Tilman Schade

Regieassistenz:

Claudia Beewen

Script / Continuity:

Caroline Krebsfänger

Casting:

Birgit Geier,
Stefanie Larson

Oberbeleuchter:

Frank Zschieschow

Kamerabühne:

Manfred Baier

O-Ton:

Angelo D’Angelico,
Laurenz Schmidt-Justen

Maske:

Ingrid Thier-Münzel

Mischung:

Michael Riedmiller

Sound-Design:

Kirsten Kunhardt

O-Ton-Schnitt:

Oliver Barth

Redaktion SWR:

Saskia von Sanden

Redaktion ARTE:

Georg Steinert

Redaktion BR:

Dr. Gabriela Sperl

Produzent:

Norbert W. Daldrop

Ausführender Produzent:

Joseph Rau

Producer:

Monika Kintner

Produktionsleitung:

Meike Kordes

Produktion:

avcommunication AG Ludwigsburg

Koproduktion:

SWR, ARTE und BR, mit Unterstützung der MFG Filmförderung Baden-Württemberg

 

Land:

Deutschland

Jahr:

2002

Länge:

95 Minuten

Format:

1:1,85

 


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Filmzitat

"Für dich zählen nur deine Ideen.
Für mich zählen nur gute Ideen. Ich glaube, es
ist eine gute Idee, dein Leben zu retten,
auch wenn es nicht deine Idee ist."

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Pressenotiz

Wir können uns unsere Familie nicht aussuchen, sondern müssen mit ihr leben. Nirgends liegen Hass und Liebe so nah beieinander, nirgends ist die Scham geringer, die Nähe tödlicher.

Nach seinem erfolgreichen Roman scherbentanz, der im Frühjahr 2002 bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen ist, malt Drehbuchautor, Schriftsteller und Regisseur Chris Kraus das Inferno familiärer Bindung wie ein Menetekel an die Wand: unentrinnbar, grausam, zart und komisch.

scherbentanz ist ein apokalyptischer Tanz auf dem Vulkan verlorener Illusionen - mit unberechenbaren und kompromisslosen Helden.

Die tragikomische Familiengeschichte mit Jürgen Vogel, Nadja Uhl und Margit Carstensen in den Hauptrollen begeisterte beim "Filmfest München" Presse und Publikum und erhielt den Drehbuchpreis.

scherbentanz hat am 24. September 2002 beim Filmfestival in San Sebastián seine internationale Premiere.

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Kurzinhalt

Jesko (Jürgen Vogel) ist Mitte 30 und leidet an Leukämie. Der exzentrische Modedesigner weiß, er hat nicht mehr lange zu leben. Er panzert sich mit Zynismus, Herrenröcken und bitteren Witzen. Dennoch erscheint er zum Fest anlässlich der Firmenübergabe an seinen Bruder Ansgar (Peter Davor) in der ländlich-protzigen Familienvilla. Dort erwartet ihn eine böse Überraschung. Ein vom Vater (Dietrich Hollinderbäumer) beauftragter Detektiv entdeckte die verschollen geglaubte und völlig verwahrloste Mutter (Margit Carstensen) in einem Obdachlosenasyl. Sie ist die Letzte, die noch als Knochenmarkspenderin in Frage käme. Aber Jesko will sich nicht von der Frau das Leben retten lassen, die ihm die Kindheit zerstört hat. Seit zwanzig Jahren haben die Söhne sie nicht mehr gesehen.

Nun müssen sie sich der Vergangenheit stellen, den Verletzungen der Seele, die nie heilen, sondern nur vernarben. Und manchmal wieder schmerzhaft aufbrechen. So wie jetzt. Verzweifelt ringen sie in all dem Irrwitz um ein Stück Wahrheit. Am Ende stehen Schuld und Sühne, Tod und Leben, der quälende Abschied von der Jugend. Und nach der Katharsis keimt ein wenig Hoffnung. Auf die Zukunft. Auf die Liebe. Irgendwie.

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"Eine Geschichte wie aus einer anderen Zeit. Von
adoleszenter Wildheit der Gefühle, haarscharf am
Rande des Wahnsinns und doch von quälender
Traurigkeit, von Sehnsucht nach der großen Liebe
und dem unvermeidlichen Abgesang auf die Jugend."

Volker Schlöndorf

Interview mit Chris Kraus

Wie kam es zu der Idee, aus dem Roman einen Spielfilm zu machen?
Chris Kraus: Nach zehn Jahren Arbeit als Drehbuchautor hatte ich genug. Und der Stoff war so persönlich, dass ich ihn der üblichen Mühle der Filmindustrie nicht aussetzen wollte. Ich wollte sichergehen, dass am Buch so wenig wie möglich geändert wird und habe vor allem deshalb auf der Regie bestanden. An Drehbuch und Roman habe ich dann parallel gearbeitet. Aber Zeit hatte ich genug. Vom ersten Exposé bis heute sind über vier Jahre vergangen.

Was ist der Fokus des Films?
CK: Eine Figur, die schon am Sterben ist und wieder zurück ins Leben geholt wird durch die Konfrontation mit längst Vergangenem. Das kann man auf alle Figuren übertragen: Sohn und Vater müssen sich der Erinnerung stellen und damit auseinander setzen. Wir können ohne Vergangenheit nicht leben, und gleichzeitig hindert sie uns daran, dass wir uns weiterentwickeln. Dem biologischen Sterben sind wir oft mental schon sehr weit voraus.

Geht es nicht auch um Versöhnung mit der Vergangenheit, mit dem Menschen, der einem Leid angetan hat?
CK: Vergebung ist noch möglich. Das bedeutet nicht, dass sie tatsächlich stattfindet. Ich lasse die Möglichkeit offen, zeige einen Moment der Bewegung, der Berührung. Beide Brüder gehen durch einen Prozess der Reifung, werden erwachsen.

Empfanden Sie es nicht manchmal als eine Gratwanderung, den Figuren ihre Würdezu lassen?
CK: Ich glaube nicht, dass man an der Würde von Figuren kratzt, nur weil man sie entblößt. Im Gegenteil, Nacktheit erlaubt dem Menschen, sich in aller Widersprüchlichkeit und Unordnung zu behaupten. Natürlich ist damit ein großes Risiko verbunden, ein Risiko, das auch ich gerne vermeide im wirklichen Leben. So verkleide ich mich mit meinen Geschichten und Filmen. Ich weiß, das ist womöglich nicht sehr tollkühn.

Wie würden Sie die Hauptfigur des Jesko charakterisieren?
CK: Jesko ist jemand, der sich seine eigene Welt geschaffen und sich darin zurückgezogen hat, sie mit allen Mitteln verteidigt. Er steht in seiner Burg und ist da ziemlich einsam. Ein Zyniker, der sich aus allem raushält. Aber man spürt, dass es noch andere Wirklichkeiten gibt.

Wieso stecken Sie Jürgen Vogel eigentlich in Röcke?
CK: Sein Charakter ist der eines Außenseiters. Er ist Modedesigner, das schlägt durch. Er holt sich den Kick in seinem Beruf und zeigt durch sein Äußeres, dass ihm die Welt und die anderen Menschen völlig egal sind. Röcke stehen Jürgen Vogel doch gut, oder?

Wie haben Sie die überzeugende Besetzung zusammengekriegt?
CK: Jürgen Vogel stand bei mir ganz oben auf der Liste. Er ist der ideale Jesko in seiner Gebrochenheit, seiner Aggression und gleichzeitigen Hilflosigkeit. Jürgen hat das Projekt von Anfang an stark unterstützt und durch die Jahre begleitet. Alle Schauspieler waren Wunschkandidaten. Margit Carstensen bewundere ich schon seit den Fassbinderfilmen, die ich als Jugendlicher geliebt habe.

Und wie haben Sie zusammen gearbeitet?
CK: Ich bin ein Probenfanatiker, konnte aber nicht im Voraus proben, sondern erst während der Dreharbeiten jeden Tag drei Stunden. Es herrschte ein sehr tiefes Vertrauen. Natürlich gab es auch Konflikte, aber die hatten mit der Arbeit zu tun. Ich spürte, wie intensiv die Schauspieler bei der Sache waren. Sie haben sich geöffnet und fallen gelassen. Von allen Eigenschaften eines Schauspielers ist Mut die wertvollste.

Gibt es ein Ereignis, an das Sie sich gerne erinnern?
CK: Bis auf die Arbeit mit den Schauspielern war wenig positiv. Es war ein total verregneter Sommer, wir hatten große technische Probleme und mussten einige Leute vom Team austauschen. Wunderbar war die Zusammenarbeit mit Kamerafrau Judith Kaufmann, deren Können ich sehr verehre.

Wo haben Sie gedreht?
CK: Im Schwäbischen Wald in der Nähe von Stuttgart, in einer traumhaften Jugendstilvilla. Das Verrückte war, dass sich in dieser Villa vor 50 Jahren eine Familie selbst ausgelöscht hatte. Seitdem stand das Haus so gut wie leer und die Einrichtung, von der Tapete bis zum Telefon, blieb original erhalten. Keine gute Vibration, aber sie passte zur Geschichte. Es war manchmal schon eine unheimliche und bedrückende Atmosphäre, der schreckliche Regen, das schreckliche Haus. Jetzt wird alles komplett renoviert, das Morbide verschwindet.

Gab es besondere "Stolpersteine"?
CK: Nach einem 16-Stunden-Drehtag ist man kaputt. Irgendwann wurde aus einer Fernseh-Produktion eine freie Produktion und ich bin meinem ausführenden Produzenten Joseph Rau heute noch dankbar, wie er gekämpft hat. Ohne ihn wäre das Projekt zehnmal den Bach runtergegangen. Es gab Situationen, die glaubt man nicht. So drehten wir die Autoszenen mit einem Jaguar. Interessanterweise verträgt ein Jaguar keinen Regen, er fährt einfach nicht mehr, wenn er nass wird. Das wusste ich bis dato auch nicht. Also haben wir einen Ersatzwagen besorgt. Als er kam, regnete es noch immer und auch der Ersatz-Jaguar bewegte sich keinen Zentimeter. Ein kompletter Drehtag war im Eimer. Wir mussten die Szene später nachdrehen. Es war zum Verrücktwerden!

Welche Vorbilder haben Sie in der Literatur und im Film?
CK: In der Literatur liebe ich die Beatniks und deren Mischung aus Pathos und Realismus. Nicht umsonst habe ich dem Roman ein Burroughs-Zitat vorangestellt. Dann mag ich noch sehr gerne John Irving und dessen Idee von subjektiver Wirklichkeit und die Literatur von Isaac B. Singer. In puncto Film bin ich sehr stark von Dialogfilmen geprägt, von Regisseuren wie Truffaut oder Fellini. Und natürlich von Woody Allens jüdischem Witz. Für mich ist der persönliche Blick auf die Welt wichtig, ich möchte nicht das Altbekannte zum x-ten Mal wiederholen.

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Jürgen Vogel (Jesko)

Jürgen Vogel wurde 1968 geboren. Seit seiner Rolle in Sönke Wortmanns ioKleine Haieli zählt er zu den Stars des deutschen Films. Für seine Rolle in Egon Günthers "Rosamunde" erhielt er 1989 den Bayrischen Filmpreis. Mit dieser Auszeichnung und dem Bundesfilmpreis wurde er auch 1993 für seine darstellerische Leistung in "Kleine Haie" ausgezeichnet.

Ab Mitte September 2002 ist der vielseitige Schauspieler in Doris Dörries' Film NACKT wieder im Kino zu sehen. In scherbentanz spielt Vogel erneut eine überraschende Rolle: exzentrisch - im Herrenrock.

Auf der Kinoleinwand war Jürgen Vogel unter anderem in Bille Augusts Bestsellerverfilmung "Fräulein Smillas Gespür für Schnee", in Rainer Kaufmanns "Die Apothekerin" und Dani Levys "Stille Nacht" zu sehen. Für Wolfgang Beckers "Das Leben ist eine Baustelle" wurde er 1997 zum zweiten Mal in seiner Karriere mit dem Bundesfilmpreis geehrt. Ein Millionenpublikum erreichte Jürgen Vogel zuletzt als Ganove Max Grundeis in Franziska Buchs Neuverfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner "Emil und die Detektive" (Regie: Franziska Buch) und mit "Sass" (Regie: Carlo Rola).

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Margit Carstensen (Käthe – die Mutter)

Margit Carstensen wurde 1940 in Kiel geboren. Nach dem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg und verschiedenen Engagements spielte sie am Theater der Freien Hansestadt Bremen.

Während dieser Zeit lernte sie Rainer Werner Fassbinder kennen und bewegte sich bis zu seinem Tod 1982 in dessen Umfeld. Mit ihm entstanden u.a. "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1972), "Martha" (1973), "Nora Helmer" (1973), "Angst vor der Angst" (1975), "Mutter Küsters Fahrt zum Himmel" (1975), "Chinesisches Roulette" (1976) und "Satansbraten" (1976). 1973 bekam sie das Filmband in Gold (Berliner Filmfestspiele) für die ii Petra von Kantle und wurde von der deutschen Filmkritik zur besten Schauspielerin des Jahres gewählt. Margit Carstensen ist eine der großen deutschen Theaterheroinen. Sie arbeitet im Filmbereich vor allem mit Regisseuren der jüngeren Generation, u.a. mit Christoph Schlingensief ("Terror 2000", 1992), Leander Haussmann ("Sonnenallee", 1999) und Romuald Karmakar ("Manila", 2000).

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Nadja Uhl (Zitrone)

Nadja Uhl wurde 1973 geboren. Sie erlebte ihren Durchbruch im Jahre 2000 mit der Rolle der "Tatjana" in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss". Sie wurde dafür unter anderem mit dem Silbernen Bären als ilBeste Darstellerinle der Berlinale 2000 ausgezeichnet und gewann Darstellerpreise in Moskau und Riga. Es folgten Kinohauptrollen in "My sweet home" (Regie: Filipos Tsitos), "Was tun, wenn´s brennt" (Regie: Gregor Schnitzler), in der italienischen Produktion "La Volpe A Tre Zampe" und in der holländischen Produktion "Zwilling". Zur Zeit steht sie neben Joachim Kròl unter der Regie von Mennan Yapo für die X-Filme Produktion "Lautlos" vor der Kamera. Nadja Uhl gilt als eine der wenigen auch internationalen Hoffnungen des deutschen Films.

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Dietrich Hollinderbäumer (Gebhard – der Vater)

Dietrich Hollinderbäumer wurde 1942 geboren und wuchs in Schweden auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte er am Königlich Dramatischen Theater Stockholm unter Stig Torslow und Ingmar Bergman. Er ist in Deutschland einem breiten Publikum vor allem durch zahlreiche TV-Auftritte bekannt geworden. In seinen letzten Kinofilmen ("The Long Hello and Short Goodbye" von Rainer Kaufmann sowie "The Barents Sea" von E. Jensen) wurde er von der Kritik stark beachtet. Neben seiner Tätigkeit bei Film und Fernsehen ist Dietrich Hollinderbäumer dem Theater treu geblieben (u.a. Engagements am Schauspielhaus Zürich).

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Peter Davor (Ansgar)

Peter Davor absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Ruth von Zerboni in München, am Grotowsky - Seminar Mariusz Vargas in Warschau sowie am Lee Strassberg - Seminar in Wien.

Er entwickelte sich im Laufe seiner Karriere zu einem äußerst facettenreichen Schauspieler. Nach Theaterengagements in Köln, Düsseldorf, Wien und Amsterdamm konzentriert sich seine Arbeit ausschließlich auf den Film- und TV Bereich. Im Kino arbeitete er mit Regisseuren wie Oleg Medvedev (1994, GALEP), Milo Viskon (1993, CODEWORT NAPAD), Xaver Schwarzenberger (2000, EDELWEISS) zusammen. Einem breiten Publikum wurde er durch über 60 Fernsehproduktionen wie z.B. ICH HABE NEIN GESAGT (1998, Regie: Markus Imboden) neben Martina Gedeck, einer Reihe von Tatort-Hauptrollen (1999, BLAUES BLUT, Regie: Helmut Förnbacher, 2000, BIENZLE UND DAS DOPPELSPIEL, Regie: Hartmut Griesmayr) sowie 2002 an der Seite von Chiara Schoras in DAS GEHEIMNIS MEINER MUTTER (Regie: Bettina Woernle) bekannt.

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Andrea Sawatzki (Käthe jung)

Andrea Sawatzki wurde 1963 geboren. Nach dem Studium an der Neuen Münchner Schauspielschule spielte sie von 1988 bis 1992 an Theatern in Stuttgart, Wilhelmshaven und München. Bekannt wurde sie 1994 mit dem TV-Dreiteiler "Das Schwein - Eine deutsche Karriere" neben Götz George. Seitdem hat sie in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen ihre Vielseitigkeit unter Beweis gestellt, zuletzt als Psychologin in Oliver Hirschbiegels "Das Experiment" (2000). Bei der Kritik gilt sie als eine der besten deutschen Charakterdarstellerinnen. Populär wurde sie durch ihre Rollen in mehreren Fernsehkrimis. Zur Zeit spielt sie die "Tatort"-Kommissarin "Charlotte Sänger" in Hessen.

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Roxanne Borski (Charlotte)

Roxanne Borski wurde 1992 geboren. Sie ist Eiskunstläuferin und tanzt klassisches Ballett. Die Schauspielerei findet sie "okay", aber eigentlich möchte sie Regisseurin werden oder "irgendwas mit Tieren machen". Roxanne Borski ist ein alter Hase. scherbentanz war bereits ihr 13. Film.

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Chris Kraus - Buch und Regie

Chris Kraus wurde 1963 in Göttingen geboren. Nach diversen Tätigkeiten als Journalist und Illustrator studierte er von 1991 bis 1998 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Als Autor schrieb er u.a. Kinodrehbücher für Rosa von Praunheim ("Der Einstein des Sex"), Detlev Buck ("Liebes Luder"), Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel II") sowie diverse Serien ("Motzki") und Auftragsproduktionen.

Er ist als Lektor und Romanschriftsteller tätig und unterrichtet an verschiedenen Filmhochschulen Dramaturgie. scherbentanz ist sein erster abendfüllender Spielfilm als Regisseur.

Für scherbentanz wurde er beim Filmfest München 2002 mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.

"Ich glaube nicht, dass man an der Würde von Figuren kratzt, nur weil man sie entblößt. Im Gegenteil glaube ich, dass Nacktheit dem Menschen erlaubt, sich in aller Widersprüchlichkeit und Unordnung zu behaupten. Natürlich ist damit ein großes Risiko verbunden, ein Risiko, das auch ich gerne vermeide im wirklichen Leben. So verkleide ich mich mit meinen Geschichten und Filmen. Ich weiß, das ist womöglich nicht sehr tollkühn."

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Judith Kaufmann - Kamera

Judith Kaufmann wurde 1962 in Berlin geboren. Seit ihrem 18. Lebensjahr arbeitet sie hinter der Kamera, anfänglich als Assistentin von Gernot Roll, Raoul Coutard, Jürgen Jürges und Axel Block. Sie fotografierte Filme von Wim Wenders ("Far away - so close", 2. Kamera), Angelina Maccarone ("Alles wird gut", 1998), Florian Gärtner ("Drachenland", 1998), Vanessa Jopp ("Vergiss Amerika", 1999), Lars Büchel ("Jetzt oder nie", 2000), Dagmar Hirtz, Pia Frankenberg, Tamara Staudt und vielen anderen.

Sie wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet und dreimal für den Deutschen Kamerapreis nominiert. "Wir hatten kein abstraktes optisches Konzept. Natürlich gab es Vorbilder wie 'Das süße Jenseits' oder 'Der Eissturm', und es war schnell klar, dass Chris einen sehr subjektiven und emotionalen Blick will. Aber wie der Film aussehen würde, schien uns mehr eine Frage des Begreifens, worum es in dieser düsteren Familiengeschichte wirklich geht. Ich reagiere gerne auf Schauspieler, auf unvorhersehbare Gesten oder die Schönheit spontaner Bewegungen. Ich fordere und gebe viel Raum und freue mich, wenn ich überrascht werde."

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avcommunication AG - Produktion

Competence Center Film

avcommunication wurde vor 20 Jahren von Norbert W. Daldrop, Architekt und Filmemacher, gegründet. Bereits früh hat das Unternehmen mit der Filmproduktion begonnen. Seit 1999 erfolgt diese im eigenen Studio in Ludwigsburg. Anspruchsvolle Kurzfilme für namhafte Kunden aus Industrie und Medien werden hier von der Konzeption bis zur Postproduction verwirklicht. "TRANSMISSION: Possible", "Der Auftrag" oder "Planet of Visions" sind einige wenige Beispiele für die Vielzahl der unterschiedlichen av-Produktionen.

avcommunication entwickelt, konzipiert und produziert vorwiegend TV- und Kino- Commercials, Corporate Filme und Fernsehbeiträge. Professionelles Projektmanagement, handwerkliches Können und die notwendige Portion Kreativität zeichnen auch den Bereich Postproduction bei avcommunication aus. Die digitale Bildnachbearbeitung verschafft mit Hilfe modernster Technik und passendem Tonarrangement den Filmen ihre besondere Qualität. Neben verschiedenen Preisen und Auszeichnungen konnte avcommunication mit "Das Piano", ein Vebacom Corporate Film, die Bronzemedaille der photokino PROFESSIONAL MEDIA sowie den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis gewinnen.

Durch die vielseitigen Erfahrungen, vor allem bei szenarisch angelegten Unternehmensfilmen und Dokumentationen, verfügt avcommunication über das Know- how und die erforderlichen Strukturen für die Realisierung von Spielfilmprojekten. Mit Scherbentanz von Chris Kraus stellte avcommunication 2002 dies eindrucksvoll unter Beweis und feierte sein Debüt als Kinofilmproduzent. Weitere Spielfilmprojekte sind in Vorbereitung.

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Pressestimmen

"Für die Verfilmung hat der Autor sich Jürgen Vogel, Nadja Uhl und Margit Carstensen geholt. Und hat eine furiose Abrechnung mit der deutschen Dekadenz gedreht, eine fiebrige Mischung von Böllscher Mittelstandsmoral und visconti- imprägniertem Todestrieb. Ein Roman, der unverhüllt nach dem Kino schreit."
Süddeutsche Zeitung

"Ein umwerfender Roman, in dem sich Lachen und Weinen in atemberaubendem Tempo um den Sinn des Seins und den Widersinn vielen Tuns drehen - intelligent, böse, traurig und mit einem Humor von der Härte der Schläge, die einst Chandlers Philip Marlowe einsteckte."
Sächsische Zeitung

"Eine leise, schwarzhumorige Familienbizarrerie, die mit Jürgen Vogel, Nadja Uhl und Margit Carstensen hervorragend besetzt ist."
Der Tagesspiegel

"Ein bitterböses und zugleich anrührendes Drama."
Der Spiegel

"Ein grandioses Debüt... Eine rasant geschriebene, unglaubliche, aber niemals unglaubwürdige Familiengeschichte."
Buchmarkt

"Kraus schildert mit einer Intensität, die sich einbrennt. Sein Ton klingt erfrischend und geistreich. Die Bilder sind unverbraucht. Hier ist ein origineller Erzähler am Werk, auf dessen zweiten Roman man bereits wartet, wenn man den ersten aus der Hand gelegt hat."
Märkische Allgemeine

"'Scherbentanz' hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber manchem Bestseller der letzten Zeit: Obwohl auch Polizei in dem Roman vorkommt, ist er kein Krimi! Und trotzdem spannend von der ersten bis zur letzten Zeile!"
Mannheimer Morgen

"Mit einer enormen Furiosität und Sprachgewalt beschreibt Kraus das Leben einer Familie, die schon lange keine mehr ist... Eine solche Vorlage schreit buchstäblich nach Verfilmung."
bookinist

"Auf 200 Seiten hat Chris Kraus mehr als gut unterhalten, er hat stark nachdenklich gemacht, mit seiner Geschichte um verpaßte Chancen, um verfehlte Hoffnungen und Lebensniederlagen. Gott sei Dank erzählt er sie völlig moralinfrei, einfach so weg."
Deutschlandradio

"Man kann diesem Buch mit seinen feinen Beobachtungen, seinem schwarzem Humor, der zu überraschenden Metaphern findet, nur wünschen, daß es vom unweigerlich folgenden Film nicht zu sehr in den Schatten gedrängt wird."
Der Tagesspiegel





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