Terkel in Trouble : O-Töne

Terkel in Trouble - der abgedrehte Anti-Weihnachtsfilm


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Vorschlag für einen Kinotipp

„Terkel in Trouble“ ist politisch unkorrekt und pädagogisch völlig wertlos. Der erfolgreichste dänische Film des letzten Jahres erzählt drastisch, frech, bitterböse und voller schwarzen Humors von Terkels Abenteuern mit sadistischen Mitschülern, verständnislosen Eltern, seinem versoffenen Onkel und einem Serienkiller, der ihm auf den Fersen ist.

Take 4 (Mac/Windows): Horror, Mobbing der Mitschülern gegen Terkel.
Atmo: Donner, Schläge, Gelächter
Schüler: Hosenscheißer!
Terkel: Nein, ich will nicht sterben!
Schüler: Wir finden dich überall!
Atmo: Donner, Schl äge, Hiebe.

Hauptfigur ist Terkel, ein Schüler in der 7. Klasse. Gewalt, die er erfährt, gibt er ungefiltert an seine kleine, nervende Schwester weiter. Jason, sein bester Kumpel, sorgt vor: Er hat prophylaktisch immer ein Stahlrohr bei sich.
Wie hart der Alltag ist, erlebt Terkel am eigenen Leib: Er wird gemobbt. Doch weder von seinen Eltern noch von seinem Onkel – einem geprüften Säufer – erhält er Aufmerksamkeit:

Take 10 (Mac/Windows): Song (Onkel Stewart) mit Anmoderation.
Terkel ruft bei Onkel Stewart, einem Säufertypen, an und bittet um Hilfe.
Terkel: Ja, Onkel Stewart, hier ist Terkel.
Stewart: Ja, Terkel.
Terkel: Ähm, es ist so, ich werde in der Schule gemobbt.
Stewart: Und wo ist das Problem?
Terkel: Die nennen mich Tierquäler, und Nachäffer.
Steward: Ich muss schon sagen, originell ist das nicht. Wie wär´s mit vollgeschissenes Schwein. Du vermaledeite Kaktus-Pisse... Jetzt hör mal, was mir mein Vater Rat gesagt hat.
Atmo: Musik ...


Das überraschende an diesem Animationsfilm: Alle Stimmen sind von einer einzigen Person synchronisiert, und zwar von Bela B. Felsenheimer, Mitglied der „Ärzte“.

Take 19 (Mac/Windows): Der erste Tag war am schwierigsten, weil wir die Frauenrollen gemacht haben, wegen der Kopfstimme, weil wir Angst hatten, dass wir das später nicht mehr so hinkriegen oder so. Und da mussten wir dann auch Unterschiede finden. Und (Stimmwechsel) Rita ist ganz klein, und ihre Mutter Beate ist dann (Stimmwechsel) „Terkel, du musst aber auch...“, und da hatte ich dann ein dann ein bisschen Angst, dass sie sich zu sehr gleichen, weil da kann ich nicht so variieren in der Kopfstimme, und das fand ich schon recht schwierig.

Ganze 9 Tage hat die Synchronisationsarbeit gedauert. Das besondere Schmankerl für alle Ärzte-Fans: 6 Songs krönen den Film, von Heavy-Metal bis Rap ist alles dabei.

Take 15 (Mac/Windows): Die Songs sind keine typischen Bela- oder Ärzte-Songs. Aber es sind schon Sachen, mit denen ich mich identifizieren kann. Also es gibt am Schluss so einen Reinhard May-Song, zum Beispiel. Der ist aber textlich so fies, dass ich mich durchaus damit identifizieren kann. Und es gibt dann so einen Reggae-Schlager, die Texte sind aber alle so fies, das die schon Bela-Style haben, auf jeden Fall.

Für Bela B. ist Terkel der absoluter Weihnachtsfilm – weil er weder schnulzig noch pädagogisch ist, weil er skrupellos ist und sich allem Weihnachts-Glamour hervorragend entzieht.

Take 17 (Mac/Windows): Also, viele Leute töten sich ja diesen Weihnachtsstress ab, indem sie sich einen auf das Hirnrinde brennen, in der Kirche mit Messweinen und im Hause mit Schnaps nach dem Gänsebraten. Und der Stewart (Stimmwechsel) würde nach dem Gänsebraten einen Fernet Branca trinken. Und Stewart würde dann noch eins sagen: Schwingt euch verdammt noch mal ins Kino und schaut Terkel an, ihr vermaledeiten Arschlöcher....

Abspann mit einem seiner Songs

Take 8 (Mac/Windows): Song von / über Lehrer Arne, dem / den coolen Musiklehrer
Take 9 (Mac/Windows): Song (Rap) „Was ist denn mit dir los“ mit Anmoderation
Take 10 (Mac/Windows): Song (Onkel Stewart) mit Anmoderation
Take 11 (Mac/Windows): Song (Rap) „Alptraum“



Terkel – Filmausschnitte


Take 1 (Mac/Windows): Erzähler
Musik... Ich werde euch jetzt eine Geschichte von einem Jungen erzählen, und der hieß Terkel. Terkel hatte immer gute Laune, außer wenn er krank war natürlich. Ein kluger Bursche mit unheimlich viel Mumm in den Knochen. Vielleicht denkt ihr „Mumm in den Knochen, wer weiß, wie der Junge drauf ist!“ – Aber so etwas sagt man eben auch nur von Leuten, die wissen, was sie wollen... Musik.

Take 2 (Mac/Windows): Neuer Vertretungslehrer Gunnar zum ersten mal in der 7. Klasse
Lehrer: Eigentlich solltet ihr jetzt bei Yvonne Deutsch haben. Aber leider erlitt sie heute einen schweren Unfall auf der Straße. Yvonne ist zuerst gestolpert und dann die Treppe heruntergefallen, über den Fußweg gerollt bis auf die Hauptstraße, die man nie ohne die Begleitung eines Erwachsenen überqueren sollte. Und auf der Straße konnten die schnellen Autos einfach nicht mehr rechtzeitig bremsen. Kinder: Yvonne, sie hat es nicht überlebt. Sie kommt nicht wieder.
Kinder: Jubel

Take 3 (Mac/Windows): Terkel zuhause, keine Aufmerksamkeit und kein Verständnis von den Eltern.
Mutter Beate: Terkel, hast du einen schönen Tag gehabt?
Terkel: Ja, wir haben einen neuen Lehrer, weil Yvonne tot ist.
Mutter: Kannst du mir beim Abtrocknen helfen?
Terkel: Na, sowas.
Mutter: Dann lief es also gut oder wie?
Terkel: Hm.

Take 4 (Mac/Windows): Horror, Mobbing der Mitschülern gegen Terkel.
Atmo: Donner, Schläge, Gelächter
Schüler: Hosenscheißer!
Terkel: Nein, ich will nicht sterben!
Schüler: Wir finden dich überall!
Atmo: Donner, Schläge, Hiebe.

Take 5 (Mac/Windows): Nervende Schwester auf dem Heimweg von der Schule.
Schwester: Terkel!
Terkel: Ja, was ist?
Schwester: Willst du heute nicht mit mir nach Hause gehen?
Terkel: Du kannst doch auch allein gehen.
Schwester: Terkel, es ist doch so weit.
Terkel: Lass uns in Ruhe, zisch ab.

Take 6 (Mac/Windows): Terkel fragt seinen Klassenkameraden Jason, ob er mit zu ihm nach Hause gehen kann. Jason – nicht gut drauf - trägt immer ein Stahlrohr mit sich herum.
Terkel: Können wir heute nicht zu dir nach Hause gehen?
Jason: Ach ne, heute passt es nicht so gut.
Terkel: Warum denn?
Jason: Darum, ok?
Terkel; Mann, Jason, wir waren noch nie bei dir!
Jason: Jetzt hör mal zu, Alter, ich bring das heute nicht, klar! Kein Bock
Atmo: Eisenstange
Terkel: Warum läufst du denn immer mit dem Ding in der Tasche rum?
Jason: Jetzt mal ohne Scheiß, Terkel, du kannst nie wissen, wozu du so ein Rohr mal dringend brauchst.
Atmo: Musik

Take 7 (Mac/Windows): Titelmusik – Anfangsmusik

Take 8 (Mac/Windows): Song von / über Lehrer Arne, dem/den coolen Musiklehrer
Lehrer Arne: Hört mal zu Kinder. Musik soll man nicht studieren, Musik muss man schmecken und fühlen und hören und muss dazu tanzen. Na los, Kinder, greift zu den Instrumenten, dann kann es sofort losgehen.... Jawohl, Jason, ist ein heißer Beat...
Atmo: Musik ...

Take 9 (Mac/Windows): Song (Rap) „Was ist denn mit dir los“ mit Anmoderation
Terkel: Hey du, was ist denn mit dir los?
Stan: Ist der bescheuert?
Terkel: Ja, Stan, was ist los mit dir?
Atmo: Musik ...

Take 10 (Mac/Windows): Song (Onkel Stewart) mit Anmoderation.
Terkel ruft bei Onkel Stewart, einem Säufertypen, an und bittet um Hilfe.
Terkel: Ja, Onkel Stewart, hier ist Terkel.
Stewart: Ja, Terkel.
Terkel: Äm, es ist so, ich werde in der Schule gemobbt.
Stewart: Und wo ist das Problem?
Terkel: Die nennen mich Tierquäler, und Nachäffer.
Stewart: Ich muss schon sagen, originell ist das nicht. Wie wär´s mit vollgeschissenes Schwein. Du vermaledeite Kaktus-Pisse... Jetzt hör mal, was mir mein Vater Rat gesagt hat.
Atmo: Musik ...

Take 11 (Mac/Windows):: Song (Rap) „Alptraum“
Terkel nimmt das Mobbing seiner Mitschüler so mit, dass er unter Alpträumen und Wahnvorstellungen leidet.

Terkel – Interview mit Synchronsprecher Bela B. Felsenheimer, bekannt als Mitglied der „Ärzte“

Bela B., du hast wirklich alle Charaktere gesprochen?

Take 12 (Mac/Windows): Es sind alle Charaktere von mir gesprochen und gesungen, und auch die Backing-Vocals und –Figuren. Es gibt die Oma, die von ihrem Mann, den ich auch gesprochen habe, mit einem Toast gefüttert wird. Und es gibt Sachen, die im Hintergrund abgehen. Es gibt so einen Punk-Rocker mit gelb-grünen Iro, der in Terkels Klasse geht – da gibt es eine Geschichte, wo er einen Mitschüler verprügelt und so, und der spielt zum Beispiel auch gerne Luftgitarre. Da habe ich dann auch so du-du-du-du-du, das habe ich dann alles gemacht. Es kann auch sein, dass ich das mit 30 Figuren eher unterschätze. Es könnten auch deutlich mehr gewesen sein.

Wie seid ihr an das Synchronisieren gegangen? Habt ihr Szene nach Szene gesprochen, oder erst einen Charakter durchgesprochen, und dann denn nächsten?

Take 13 (Mac/Windows): Da waren die Regisseurin und ich uns einig, dass wir uns erst eine Figur rauspicken und die dann eben durch den ganzen Film erst durchsynchronisieren. Dass man eben bei einer Figur bleibt und die Charakteristika, die wir ausgearbeitet haben, behält, damit es nicht so schwer ist, sich zu erinnern –der hatte eine Hasenscharte, der hat gelispelt und sonst wie. Und dann haben wir angefangen. Ich glaube, die erste Figur war Rita, das kleine Mädchen. Wir haben mit Frauenrollen angefangen, weil das für meine Stimme am anstrengendsten war, und da war ich dann froh, dass wir alle Frauenrollen am ersten Tag gemacht haben.

Wie lange hat die Synchronisationsarbeit gedauert?

Take 14 (Mac/Windows): Neun Tage insgesamt. Wir haben eigentlich gedacht, dass wir zehn Tage brauchen. Und wir sind ja auch ganz stolz, dass wir den Rap-Song – es sind ja auch Songs in dem Film – in vier Stunden geschafft haben, wobei ja das einfach nur zu rappen, wäre zu einfach gewesen. Wir mussten ja auch dann auf den dänischen Rap einen sinnvollen deutschen Rap setzen. Und ich habe darauf bestanden, dass sich alles reimt, da habe ich mich dann auch eingeschaltet als Musiker. Und das war schon sehr anstrengend, das haben wir dann auch für den Schluss auf gehoben. Das haben wir dann gleich nach dem Song vom Onkel Stewart, dem besoffenen Seemannsonkel gemacht.

Sind das typische Bela-Songs?

Take 15 (Mac/Windows): Die Songs sind keine typischen Bela- oder Ärzte-Songs. Aber es sind schon Sachen, mit denen ich mich identifizieren kann. Also es gibt am Schluss so einen Reinhard May-Song, zum Beispiel. Der ist aber textlich so fies, dass ich mich durchaus damit identifizieren kann. Und es gibt dann so einen Reggae-Schlager, die Texte sind aber alle so fies, das die schon Bela-Style haben, auf jeden Fall.

Handelt es sich bei Terkel in Trouble um einen Weihnachtsfilm?

Take 16 (Mac/Windows): Es ist definitiv ein Weihnachtsfilm. Allerdings kommt es dann auf die Sicht der Dinge an, wie man Weihnachten sehen will. Ich sage mal: Weihnachten hat ja auch ein ganz großes Stress-Potential. Es fällt einem plötzlich ein, dass man für die Patentante vergessen hat, was zu besorgen oder was auch immer. Es ist ein irrer Stress. Und dann hat man gerade mal zwei Tage Zeit sich zu erholen. Und wenn man den Fernseher anmacht, dann läuft die ganze Zeit nur Glockengeläute und super selige Weihnachtsfilme. Und ich sag mal: Terkel bietet einen Ausweg aus dieser Misere. Terkel ist so brutal und spannend, dass es durchaus auch sehr entspannend wirken kann.

Hast du einen Tipp für alle Weihnachtsmuffel?

Take 17 (Mac/Windows): Also, viele Leute töten sich ja diesen Weihnachtsstress ab, indem sie sich einen auf das Hirnrinde brennen, in der Kirche mit Messweinen und im Hause mit Schnaps nach dem Gänsebraten. Und der Stewart (Stimmwechsel) würde nach dem Gänsebraten einen Fernet Branca trinken. Und Steward würde dann noch eins sagen: Schwingt euch verdammt noch mal ins Kino und schaut Terkel an, ihr vermaledeiten Arschlöcher....

Welche Art Songs gibt es in dem Film?

Take 18 (Mac/Windows): Es ist einen Heavy-Metal-Song, es gibt einen Rap, der war extrem schwer, weil wir uns ja an die dänischen Längenvorgaben richten mussten. Und die dänische ist der deutschen Sprache ja absolut unähnlich, habe ich das Gefühl. Und Rap basiert ja nun mal auf Rhythmik und Sprache, und deshalb war das sehr kompliziert, da etwas reinzuzaubern.

Was bzw. welche Stimme war für dich am schwierigsten?

Take 19 (Mac/Windows): Der erste Tag war am schwierigsten, weil wir die Frauenrollen gemacht haben, wegen der Kopfstimme, weil wir Angst hatten, dass wir das später nicht mehr so hinkriegen oder so. Und da mussten wir dann auch Unterschiede finden. Und (Stimmwechsel) Rita ist ganz klein, und ihre Mutter Beate ist dann (Stimmwechsel) „Terkel, du musst aber auch...“, und da hatte ich dann ein dann ein bisschen Angst, dass sie sich zu sehr gleichen, weil da kann ich nicht so variieren in der Kopfstimme, und das fand ich schon recht schwierig.

 

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