Terkel in Trouble : Presseheft

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Presseheft : Inhalt


Regie: Stefan Fjeldmark, Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen
Dänemark 2004, 78 Min., deutsche Fassung, Animationsfilm
Im Verleih von movienet film

Pressebetreuung:
MEDIA OFFICE
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Kinostart: 22. Dezember 2005

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Pressenotiz

TERKEL IN TROUBLE ist frech, witzig, funky, schrill, unerhört, blutrünstig, voller profaner Ausdrücke und pädagogisch überhaupt nicht wertvoll - dafür aber inspiriert von etwaigen PISA-Studien unter Berücksichtigung der unvermeidlichen Realität an unseren Erziehungsinstituten....

Basierend auf einer Radio-Serie des Stand-up Comedian Anders Matthesen erzählt der renommierte Trickfilmregisseur Stefan Fjeldmark ("Hilfe ! Ich bin ein Fisch", 2000) zusammen mit Kresten Vestbjerk Andersen und Thorbjörn Christoffersen drastisch und umwerfend komisch von Terkels seltsamen Erlebnissen.

TERKEL IN TROUBLE, diese politisch absolut unkorrekte Action-Komödie, war der erfolgreichste Kinostart des Jahres 2004 in Dänemark und wurde 2005 mit dem Robert, dem dänischen Oscar, in den Kategorien Bester Familienfilm, Bester Sound, Beste Musik und Bester Song ausgezeichnet.

Bela B. Felsenheimer leiht in der deutschen Synchronfassung sämtlichen Figuren seine Stimme: Männern, Frauen, Kindern, TERKEL... und natürlich singt er auch alle Songs.

„Der ist auf deutsch genau so gut wie auf dänisch, die Songs fast noch besser.“
Allan M ölholm, Däne

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Die Charaktere

Terkel
Terkel ist ein ganz normaler 13-Jähriger mit Zahnspange und der starken Tendenz zum Angeber und Hosenscheißer. Bei seinen Eltern findet er keine Unterstützung. Skrupelloses Mobbing in der Schule und heftige Morddrohungen lassen ihn einen fatalen Fehler begehen...

Jason
Terkels bester Kumpel. Ein cooler Typ, der immer ein Eisenrohr dabei und als Einziger immer den Durchblick hat – außer bei Johanna.

Johanna
Johanna ist ebenfalls cool. Das wissen alle - außer Jason.

Sten
Terkels Mitschüler hat eine verhängnisvolle Leidenschaft für Waffen, Alkohol und Zigaretten. Dazu noch eine gesunde Portion Sadismus und großes Vergnügen daran, seine Mitschüler zu quälen.

Saki
Stens Kumpel, der gerne andere Leute "Nachäffer" nennt, besonders, wenn Sten das vorher schon gesagt hat.

Gunnar
Ein äußerst sanftmütiger Aushilfslehrer an Terkels Schule. Schwer engagiert im Umwelt-, Tier- und Kinderschutz.

Onkel Stewart
Terkels Onkel betreibt einen Kindernotruf. Es gibt niemanden, der dafür weniger geeignet wäre.

Rita
Terkels Schwester. Rita nervt und hat einen unerklärlichen Hang zu schmerzhaften Unfällen.

Silas
Silas ist ein eifriger Schüler und Schleimer, der sich in seinen Bemühungen zu gefallen haarscharf der Schallgeschwindigkeit annähert.

Beate
Terkels Mutter raucht Kette, hört nie zu, hat ¬ - wie Onkel Stewart bemerkt ¬ - einen respektablen Arsch und trägt in intimen Momenten auch gerne Mal Leder.

Leon
Leon ist Terkels Vater und ein unglaublich beredter Typ. Sein Wortschatz beschränkt sich auf "Nein", was ihn zu einem eher problematischen Erziehungsberechtigten macht (und als Text für den Film nicht gerade einfach zu lernen war).

Dorit
Dorit ist dick und in Terkel verliebt. Das soll ihr zum Verhängnis werden.

Yvonne
ist Terkels Klassenlehrerin. Sie wurde Opfer eines schweren Unfalls, denn "sie ist zuerst gestolpert, dann die Treppe runtergefallen und über den Fußweg gerollt bis direkt auf die Strasse, die man nie ohne Begleitung eines Erwachsenen überqueren sollte. Und auf der Straße konnten die schnellen Autos einfach nicht mehr rechtzeitig bremsen", weiß Gunnar.

Liese Lotte
Die Buschratte ist zuhause in Gunnars grünem Pandabär-Shirt und hat überall ihre Pfoten drin.

Arne
Musiklehrer, ist selbsterklärter Lieblingslehrer der 7A und Erzähler der Geschichte. Er hat einen Pagenkopf, Nickelbrille, Latzhose, Flaum am Kinn und befürchtet: "Ich bin mir fast selbst zu cool."

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Kurzinhalt

Teenager zu sein ist ein hartes Los. Und Terkel hat eines der härtesten gezogen: Seine Mutter labert und raucht am Stück, sein Vater kennt nur ein Wort („Nein!“) und seine kleine Schwester nervt. Aber das alles ist nichts gegen Terkels Onkel Stewart, der wegen einer Flasche Bier ausgerechnet seine Klassenkameraden Sten und Saki verprügelt. Terkel ahnt: Ihre Rache wird bitter und schmerzhaft sein!

Aber wer rechnet schon mit derart skrupellosem Mobbing?
Anonyme Morddrohungen fliegen nächtens durch Terkels Fenster, sogar ein blutiger Pferdekopf aus Plüsch liegt eines Morgens in seinem Bett. Dagegen ist auch der nette Vertretungslehrer Gunnar machtlos, der nach dem plötzlichen Unfalltod von Klassenlehrerin Yvonne mit seiner Buschratte Liese Lotte die 7A übernommen hat. Als Terkel seinem Ratschlag folgt, die Sache ohne Gewalt zu lösen, bekommt er von Sten nur eine satte Kopfnuss.
Damit steht fest: Um dem Terror ein Ende zu bereiten, braucht Terkel die ultimative Einschleim-Aktion. Und die Gelegenheit ist günstig, als er der dicken Dorit – Stens und Sakis zweitliebstem Opfer – eins auswischen kann. Dass Dorit deswegen gleich aus dem Fenster im 3. Stock springt, war ja nicht vorauszusehen.

Für Terkel aber geht der Horror jetzt erst richtig los, denn: Er hat ein Gewissen... und einen Killer im Nacken, der sich von nichts abschrecken lässt.


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Inhalt

Terkel ist ein ganz normaler Teenager mit Zahnspange, der in einem ganz normalen roten Ziegelhaus lebt. Das teilt er sich mit seiner überfürsorglichen Mutter Beate und ihren Zigarettenkippen, seinem etwas einsilbigen Vater Leon und seiner kleinen, nervenden Schwester Rita.

In der Schule am Kastanienhügel geht Terkel in die Klasse 7A. Genauso wie sein bester Freund Jason, der aus einem üblen Viertel der Stadt kommt, sich deswegen ein bisschen seltsam ausdrückt und immer mit einem Eisenrohr in der Tasche unterwegs ist. In der 7A findet sich alles, was zu einer pubertätsbedingt verwirrten Klasse gehört: Doofe Mädchen mit Schminktick, ein Streber und der Kleinterrorist Sten im Duo mit seinem spatzenhirnigen Trabant Saki, deren erklärtes Ziel es ist, der dicken Dorit mit ihren gemeinen Streichen das Leben zur Hölle zu machen.

Ein dummes Missgeschick bei der nachgeholten Hochzeit von Beate und Leon rückt dann aber Terkel in Stens und Sakis Fadenkreuz: Terkel soll für die beiden eine Flasche Bier klauen und stellt sich dabei so blöd an, dass sein seebärig versoffener Onkel Stewart davon Wind bekommt. Onkel Stewart, schon immer ein Freund der gewalttätigen Konfliktlösung, prügelt Sten und Saki windelweich. Und Terkel ahnt: ihre Rache wird bitter und schmerzhaft sein.

Dabei kommt alles noch viel schlimmer als vermutet. Schon am nächsten Morgen in der Schule steht auf seinem Tisch in fetten Lettern eingeritzt: „Du bist erledigt, Terkel!“ Die schiere Verzweiflung eines fatal Gemobbten lässt Terkel die Hilfe des freundlichen Vertretungslehrers Gunnar suchen, der seit dem seltsamen Unfalltod der Klassenlehrerin Yvonne zusammen mit seiner niedlichen Buschratte Liese Lotte die 7A übernommen hat. Gunnar hat auch prompt einen guten Rat: „Nimm dir den Anführer beiseite und sag: „‚Hey du, was ist denn los mit dir?“, dann wird er bestimmt einsehen, wie falsch er sich benommen hat“. Superidee, die Sten dann auch umgehend mit einer fetten Kopfnuss beantwortet.

Terkel gerät allmählich in Panik. Wie soll das erst werden, wenn die gesamte Klasse ab Mittwoch auf Zelttour geht? Der ausgesprochen tierliebe Gunnar hat den Ausflug organisiert, weil es im Wald den äußerst seltenen schwarzgescheckten Salamander zu bewundern gilt. Toll – mit Sten und Saki im nächtlichen Wald, ausgesetzt ihren Schikanen und Beschimpfungen, von denen „Heulsuse“, „Hosenscheißer“ und „Tierquäler“ noch die freundlichsten sind?! Terkel sieht sein Ende nah. Erst recht, als mitten in der Nacht ein Stein mit einem Zettel dran durch sein Fenster fliegt: „Tod dem Tierqu äler!“

Für Terkels Not hat nur eine Verständnis: die dicke Dorit. Gerade als sie das neue Opfer von Sten und Saki trösten will, stehen die Folterknechte in der Tür. Das stellt den panischen Terkel vor die Wahl: Schlägt er sich auf Dorits Seite, mit der er gerade zum „Liebespaar“ gemacht wurde oder schleimt er sich bei Sten und Saki ein und bereitet dem Mobbing ein Ende? Noch bevor Terkel einen klaren Gedanken fassen kann, hört er sich sagen: „Quatsch, ich würde mich doch nie in so eine fette Kuh verlieben!“ Das hat fatale Folgen: Dorit springt aus dem Fenster im dritten Stock und macht einen verdammt großen Blutfleck auf dem Schulhof.

Dass er doch ein Gewissen hat, und ein echt schlechtes noch dazu, stellt Terkel in der folgenden Nacht fest. Albträume quälen ihn, von mütterlichen Qualmmonstern, väterlichen Zombies und Dorit, die gekommen ist, um ihn zu holen. Aber das alles ist nichts gegen den blutigen Plüschpferdekopf, den Terkel am nächsten Morgen in seinem Bett findet.Wollen Sten und Saki ihn etwa in den Selbstmord treiben?

Es ist Mittwoch, die Salamander-Tour geht los. Terkel schleppt sich mit Todesmiene zum Bus und wird zur eigenen Überraschung nach seinem Dorit-Auftritt von Sten und Saki als Freund respektiert. Jason findet das zwar richtig Scheiße, doch für Terkel geht es ums nackte Überleben. Deswegen nimmt er auch sofort das Angebot des bösen Duos an, bei ihnen im Zelt zu schlafen, und als Gunnar schließlich zum Zapfenstreich bläst, hat Terkel die unerfreulichen Erlebnisse der Vortage schon fast vergessen.
Eine tote Katze in seinem Schlafsack versetzt jedoch nicht nur Terkel einen Schock, sondern auch Sten und Saki. Nur - wenn die beiden es nicht waren, wer dann? Etwa Jason, von dem Sten weiß, dass er Dorits Bruder war? Ein Umstand, der Terkel völlig neu ist. Der Verdacht erhärtet sich, als mitten in der Nacht eine SMS Terkel aus seinem unruhigen Schlaf reißt: „Ich komme und mach dich kalt!“ Sie ist von Jason!!

Von Panik getrieben, flüchtet Terkel in den großen, gefährlichen Wald. Er weiß ja nicht, dass Jason sein Handy verliehen hat....

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Der Synchronsprecher - Bela B. Felsenheimer >> www.bela-b.de

Bela B. Felsenheimer, geboren 1962 in Berlin-Spandau, hörte so lange widerwillig auf seinen bürgerlichen Namen, bis er den großen Tragöden des Horrorfilmgenres, Bela Lugosi, für sich entdeckte und zum Namenspatron erkor. Das B. steht für seine Vorliebe für minderwertige Trashkultur wie B-Movies, Comics etc. Unter dem Pseudonym Bela B. war Felsenheimer ab den frühen 80er Jahren eine steile Karriere beschieden. Zunächst als Schlagzeuger ¬ Markenzeichen "Stehdrummer" ¬ diverser Punk-Bands, aus denen sich im Laufe der Zeit ein Trio herausschälte, das mit schnellen Rhythmen und medizinisch angehauchtem Namen die Musikclubs Deutschlands eroberte. Der Trennung der Drei im Jahr 1988 folgte 1993, sehr zur Freude alter und neuer Fans, eine erfolgreiche Wiedervereinigung in etwas veränderter Konstellation.

Seit Mitte der 90er Jahre wandelt Bela B. Felsenheimer jedoch auch vermehrt auf Solo-Wegen. Dabei ist er nicht nur musikalisch unterwegs, wie bei seiner St. Pauli-Fussballhymne "You´ll never walk alone" oder den Duetten mit Lula, Diane Lemonbaby und 1997 als "Heike & Dirk" mit Heike Makatsch für den Sountrack zu "Obsession", sondern auch als Verleger des Leipziger Comic-Verlags Extrem Erfolgreich Enterprises und als einer von mehreren Autoren der Vampir-Antologien "Liber Vampirorum". Immer wieder leiht Bela auch Hörbuch-und Spielproduktionen (aktuell "Venus im Pelz" mit Katherine Flemming) seine markante Stimme, was ihm 2004 den deutschen Hörspielpreis für die beste Nebenrolle einbrachte. "Faust Vs. Mephisto", mit Thomas D. aufgenommen, war 2004 das erfolgreichste H örbuch im deutschsprachigen Raum.

Nach seinem ersten Auftritt in dem Film "Over The Rainbow" (1998 Regie: Jan Peter) machte Felsenheimer eine Ausbildung am Hollywood Acting Workshop. Es folgten Auftritte in Filmen wie "Kaliber Deluxe" (2000, Regie: Thomas Roth), "Ein göttlicher Job" (2001, Regie: Thorsten Wettke), "Nachts im Park" (2001 Regie: Uwe Janson),"The Killerbarbies Versus Dracula" (2002, Regie: Jesus Franco),"Honey Baby" (2003 Regie: Mika Karusmäki), in der Tatort-Folge "Totentanz" (2002, Regie:Thomas Freundner) und dem Horrorthriller "Garden of Love" (2003, Regie: Olaf Ittenbach). Zuletzt sah man Bela B. Felsenheimer in der Hauptrolle des Bombenleger Hans an der Seite von Anna Thalbach in Niko von Glasows Widerstandsdrama "Edelweisspiraten". Seine letzte große Dreharbeit war die englisch-deutsche, schwarze Kinokomödie "No Snow" mit Til Schweiger. Anfang 2005 begab sich Bela auch erstmals auf das Feld der Synchronisation und gab in der TV-Serie "Free For All" der Figur Clay seine Stimme und synchronisierte kurz darauf noch einen Anti-A.I.D.S.-Spot für MTV.

Synchronbuch und –regie: Heidrun Bartholomäus

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Interview Bela B. Felsenheimer

Was schoss dir als erstes durch den Kopf, als man dir das Angebot machte, nicht nur eine Figur zu sprechen, sondern gleich einen ganzen Film?

Ich dachte nur (ich bitte um Verständnis): "Wie geil ist das denn?" Die Dimension dieser Anfrage war wirklich heftig. Ich konnte mir das gar nicht richtig vorstellen, wollte es aber unbedingt machen!!

Hast du in "Terkel in Trouble" eine favorisierte Figur? Welche und warum?

Terkel selbst ist natürlich ein Typ, den man einfach lieb haben muss. Mit seiner Unsicherheit kann sich, glaube ich, jeder identifizieren!! Natürlich gibt auch jede andere Figur viel her. Die Fiesen und Gemeinen waren aber am lustigsten. Fies und gemein sind in dem Film allerdings fast alle!!
Ganz am Schluss habe ich noch einen "Statisten" entdeckt, einen Punk mit gelbem Irokesen, der in Terkels Klasse sitzt. Dem hab ich ein paar eigene
Geräusche gegeben, obwohl er wirklich nur im Hintergrund agiert. In einer Schulhofszene sieht man ihn ganz kurz, wie er einen Mitschüler verprügelt. In der Klasse spielt er auch mal Luftgitarre.

Hast du eine Lieblingsszene im Film? Welche und warum?

Als Horrorfilmfan finde ich natürlich die vielen Genreanleihen amüsant. Am fiesesten wird der Film aber, wenn es irgendjemand gut meint, z.B. wenn Gunnar das Lied von Kwang singt oder die Male, wenn Onkel Stewart Terkel eigentlich helfen soll und alles viel schlimmer macht.

Konntest du bei den Dialogen aus deinem eigenen reichhaltigen Schatz an Ausdrücken schöpfen? Oder gibt es Ausdrücke, die du niemals sagen würdest?

Heide, die Regisseurin, und ich haben viel über die Figuren diskutiert. Klar, dass ich auch mal "Fachausdrücke" vorgeschlagen habe, und einige davon
haben wir auch benutzt. Bei den Songs hat mir meine Erfahrung als Musiker und Texter schon sehr geholfen, denn wenn es ums Reimen geht, bin ich ziemlich pedantisch. Am Ende waren wir alle zufrieden!

Wie glücklich war deine Pubertät? Und deine Schulzeit?

Im Grossen und Ganzen ziemlich normal. Vieles von dem, was Terkel passiert, kenne ich auch, und es kommt mir tragisch wahr vor, was es um so lustiger macht.

Gab es dabei Fälle von Mobbing?

Kinder können untereinander sehr grausam sein. Ich hab auch Ähnliches wie Terkel erlebt, und manchmal sucht man die Nähe der Falschen, weil die einem
stärker oder cooler erscheinen. Es wurde auch mal auf Schwächeren rumgehackt. Ich selbst war in der Grundschule z.B. mit der "Klassenbrillenschlange" befreundet, weshalb ich auch mal eine drauf bekam.

Sind die Songs von dir komponiert und/oder getextet?

Nein. Die Songs gab es schon in der dänischen Version. Sie wurden übersetzt, dann hat Heide sie bearbeitet, dann bin ich noch mal über die Reime gegangen und hab im Sinne des Songs oder der gezeigten Bilder geändert, was mir passender schien. Am Ende war meine Prämisse, das sich alles reimen sollte. Beim TERKEL-Rap war das besonders schwer. Hier haben wir uns auch vom Original weg bewegt. Die dänische Sprache unterscheidet sich schon extrem von unserer, das haben wir besonders beim Rapsong sp üren müssen.

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Die Regisseure

Stefan Fjeldmark

Stephan Fjeldmark wurde 1964 in Dänemark geboren. 1981 veröffentlichte er sein Comic-Album "Die Schneekönigin", wonach er den Weg zum Trick im Werbefilm fand. 1986 wurde er Storyboarder und Chef-Animator bei der dänischen Trickfilmproduktion „Walhalla“, ein opulentes Werk unter der Regie von Peter Madsen, das den eigentlichen Beginn des dänischen Trickfilmschaffens markiert. Zwei Jahre später gründete Fjeldmark zusammen mit vier weiteren Kollegen von „Walhalla“ das A Film-Studio, wobei das A schlicht für Animation steht.
Als Animator hat er an vielen internationalen Produktionen mitgearbeitet, vor allem für die amerikanisch/irischen Don Bluth Studios, so etwa an „Ein Troll im Central Park“ (1994), als Sequence-Regisseur bei „Thumbelina 2“ (1994) und „Fern Gully - Abenteuer im Regenwald“ (1992). Zurück bei A Film wurde Fjeldmark Co-Regisseur bei den "Hugo- Das Dschungeltier"-Filmen (1993/1996) und errang 1997 zusammen mit Karsten Kiilerich für den Kurzfilm "When Life departs- Children´s Thoughts about Death" eine Oscar-Nominierung. Mit der internationalen Produktion „Hilfe, ich bin ein Fisch!“ gelang Fjeldmark als Co-Autor und Co-Regisseur an der Seite von Michael Hegner im Jahr 2000 der Durchbruch. Der auf dem Festival von Chicago mit dem Children’s Jury Award prämierte und ganz in der Tradition von Disney gezeichnete Film wurde ein großer Erfolg innerhalb Europas und weckte unter anderem das Interesse von Albert Uderzo. Der berühmte Asterix-Vater betraute A. Film und seinen Regisseur Fjeldmark mit der Produktion des neuen Abenteuers „Asterix und die Wikinger“, das derzeit in Dänemark entsteht und 2006 in die Kinos kommen wird.
Doch zwischen „Fisch“ und „Asterix“ übte sich Fjeldmark zunächst mit einem Kurzfilm, „Hyrdinen & Skorstensfejeren“, in 3D-Animation, bevor er sich an TERKEL IN TROUBLE begab. Mit einem Budget von einer guten 10 Million Euro und einem Produktions-zeitraum von etwa 6 Monaten wartete eine immense Aufgabe auf ihn, die er zwischen sich und seinen zwei jungen Co-Regisseuren Thorbjörn Christoffersen und Kresten Vestbjerg Andersen aufteilte. Fjeldmark beschreibt die Produktion von TERKEL als einen Dogma-Trickfilm: „Die Dogma Filme beschränken sich auf die Schauspieler und die Geschichte. Für uns hieß das, die Fokussierung auf eine gute Geschichte, die Energien an der richtigen Stelle einzubringen. Das Gute an Terkel ist, dass der Zuschauer sich mit dem Protagonisten identifizieren kann, seine Probleme und verzwicktes Seelenleben mitleidet.“

Thorbjörn Christoffersen

Thorbjörn Christoffersen erblickte 1978 in Dänemark das Licht der Welt. Schon früh begeisterte er sich für Computeranimation und brachte sich selbst 3D-Animation und Illustration bei. Er begann bei A. Film als Storyboarder für die TV-Serie von „Hugo-Das Dschungeltier“ und stieg schon kurz darauf zum 3D-Animator mehrerer Werbeclips auf, so auch für Coca Cola. Ähnlich wie Stefan Fjeldmark versuchte auch Christoffersen so viel Erfahrung im Ausland wie möglich zu sammeln, weswegen er bei den Walt Disney Studios als Storyboarder für die „Tarzan“-TV Serie anheuerte. Christoffersen und TERKEL-Co-Regisseur Kresten Andersen waren 1999/2000 Teilnehmer einer einjährigen Animations-Klasse des Animation Workshops, eine dänische Einrichtung in Viborg, die seit 1989 Animatoren die Möglichkeit von hochkarätiger Aus- und Weiterbildung anbietet, sowie Erfahrungsaustausch mit Trickfilmern aus aller Welt. Mit TERKEL IN TROUBLE schaffte Thorbjörn Christoffersen den Sprung zum Co-Regisseur.

Kresten Vestbjerk Andersen

Kresten Vestbjerg Andersen wurde 1978 in Dänemark geboren. Ebenso wie TERKEL-Co-Regisseur Thorbjörn Christoffersen brachte auch er sich die grundlegenden Computer-Kenntnisse selbst bei, bevor er als freischaffender 3D-Animator begann, Webseiten zu designen. Zusammen mit Christoffersen besuchte Andersen die Weiterbildungs-Klasse des Animation Workshops von 1999/2000, wonach er bei A. Film unterkam und zunächst unter Craig Frank, dem amerikanischen Manager und Regisseur der Werbefilm-Abteilung, arbeitete. Dort probierte er sich in verschiedenen Aufgabenbereichen, etwa als Layout-Mann für „Boxen II“ oder Animator bei „Bilka X-Mas“ (beide 2002). Auf Stefan Fjeldmark traf Vestbjerg Andersen zum ersten Mal bei dessen 3D-Kurzfilm „Hyrdinen & Skorstensfejeren“, einer Adaption von Hans Christian Andersens Erzählung „Die Hirtin und der Schornsteinfeger“. TERKEL IN TROUBLE markiert Vestbjerg Andersens Regiedebüt. Er arbeitete zudem als Set-Designer, Animator, Art-Director und Storyboarder für diesen Film.

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Europäischer Animationsfilm: Ein Kurzüberblick

Die europäische Animationsszene steht in voller Blüte. Innerhalb der letzten 10 Jahre sind in den Studios zwischen Stockholm und Madrid über 60 Spielfilme produziert worden, die meisten noch im klassischen 2D-Stil, einige wenige wie „Der lebende Wald“ (Spanien, 2001), „Back to Gaya“ (Deutschland, 2004) oder TERKEL IN TROUBLE aus Dänemark schon im neuen 3D-Look.

Seit dem größtenteils in London produzierten „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ (1988) hat die Renaissance der Animation die weltweite Filmszene umgekrempelt. Mit Filmen wie „Die kleine Meerjungfrau“ (1989), „Schöne und das Biest“ (1991) und „Der König der Löwen“ (1994) brachte dann ein neues Disney Team nicht nur den Animations-Spielfilm wieder nach vorn, sondern auch nach und nach den Computer als Hilfsmittel ins Spiel. Eine neue Firma namens Pixar mit dem Disney-Animator John Lassetter an der Spitze brach mit „Toy Story“ (1995) dem computeranimierten Film endgültig die Bahn. Inzwischen haben die großen amerikanischen Trickfilmstudios die Produktion von klassischen Trickfilm im Spielfilmbereich eingestellt, während im TV-Bereich nach wie vor der klassische 2D Trickfilm dominiert, hier haben in den letztem Jahrzehnt „Die Simpsons“ und „South Park“ neue Maßstäbe gesetzt und Animation insgesamt auch primetimef ähig gemacht.

In England ist die neue Animationswelle losgelassen und auch angenommen worden. Der Fernsehsender Channel Four und seine Animationsproduzentin Claire Kitson gaben in den 80er Jahren vielen kleinen Studios und Künstlern die Möglichkeit Projekte umzusetzen: Jack Lord und David Sproxton von AARDMAN-Studios hatten sich auf Knetanimation spezialisiert und als 1985 der Filmstudent Nick Park zu ihnen stieß, war ihr Erfolg nicht mehr aufzuhalten: „Creature Comforts - Bitte nicht füttern“ gewann 1991 den Oscar für den besten Kurzfilm. Den internationalen Durchbruch erzielten sie mit Nick Parks Schöpfung „Wallace und Gromit“, die in drei halbstündigen Filmen für Furore sorgten: Errang ihr Abenteuer „Alles Käse“ 1991 lediglich eine Oscar-Nominierung, konnten „Die Techno-Hose“ und „Unter Schafen“ die Trophäe 1994 und 1996 für sich verbuchen. Der kreative Erfolg des Studios führte zu einem Vertrag mit Dreamworks über fünf Spielfilme: „Chicken Run - Hennen rennen“ (2001) und “Wallace und Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ (2005) sind die beiden ersten Ergebnisse dieser fruchtbaren Verbindung. „Flushed Away“ wird als nächster Spielfilm dann im Knetgummi-Look komplett im Computer produziert werden.

Frankreich ist vermutlich das Land in Europa, in dem Animation auch bei der Bevölkerung den höchsten Stellenwert besitzt. Mit dem Internationalen Animationsfilmfestival in Annecy findet in Frankreich auch das bedeutendste Festival für Trickfilm statt: Jährlich im Juni trifft sich fast die internationale Community für eine Woche und tauscht dort kreative Erfahrungen aus. Jacques-Rémy Girard und sein Studio Folimage haben mit Kurzfilmen wie „Charlie‘s Christmas“ (1998) und dem Spielfilm „Die Prophezeiung der Frösche“ (2003) neue Maßstäbe gesetzt. Für die größte Überraschung sorgte allerdings Didier Brunner mit seinem Studio Les Armateurs, er gab einem jungen Regisseur namens Sylvain Chomet die finanzielle Rückendeckung für die Produktion eines der ungewöhnlichsten Animationsspielfilme: „Das große Rennen von Belleville“ wurde neben vielen weiteren Preisen 2004 gleich für zwei Oscars nominiert. Damit nicht genug, viele weitere interessante Projekte sind in Frankreich in Produktion und werden den Trickfilm bereichern.

Spanien ist das aufstrebende europäische Land im Animationsbereich: Mit „Der lebende Wald“ (2001) schufen spanische Animatoren den ersten computeranimierten Trick-Spielfilm Europas, Produktionen wie „El Cid“ (2003), „Pinocchio 3000“ (2004) oder „Mitsommernachtstraum“ (2005) von aufstrebenden Studios wie Filmax Animation, Dygra Films oder Kandor Graphics beweisen den Aufstieg Spaniens in das Oberhaus der europ äischen Animationsszene.

Deutschland ist der potenteste Partner in Sachen Animation. Viele der europäischen Produktionen werden nur durch deutsche Partner und Produzenten ermöglicht. Produzent und Regisseur Thilo Graf Rothkirch ist aber auch in eigener Sache hocherfolgreich: Mit „Tobias Totz und sein Löwe“ (1999), „Der kleine Eisbär“ (2001) und „Lauras Stern“ (2004) hat Rothkirch den Sprung an die Spitze der deutschen Animationsszene geschafft, gerade ist sein neuester Streifen „Der kleine Eisbär II - Die geheimnisvolle Insel“ erfolgreich angelaufen. Holger Tappe und Leonard Krawinkel haben mit „Back to Gaya“ ein Zeichen gesetzt, 2004 war er der erste deutsche computeranimierte Spielfilm und bewies eindrucksvoll, dass auch außerhalb Hollywoods die neue Technik erfolgreich angewendet wird. Viele interessante 2D-Filme ließen sich hier weiter nennen: „Käpt´n Blaubär - Der Film“ (1999), die „Werner“-Filme (1990, 1996, 1999, 2003), „Das kleine Arschloch“ (1997) und „Felidae“ (1994).

Glückliches Animationsland Dänemark, hatte es doch 2005 mit TERKEL IN TROUBLE, „Strings“ und „Little Big Mouth“ - gleich drei höchst unterschiedliche Animations-Produktionen - ein großes Trickfilm-Jahr, und eine Reihe von viel versprechenden Projekten in der Hinterhand für 2006. Unangefochten hat sich dabei das Studio A. Film an die Spitze der dänischen Animationsindustrie gesetzt. TERKEL IN TROUBLE schickt sich nun an, Europa zu erobern. Gespannt blickt man jetzt schon auf „The Ugly Duckling and me“, eine weitere 3D Produktion aus dem Haus A. Film, und auf die Produktion „Asterix bei den Wikingern“ unter der Leitung von TERKEL-Co-Regisseur Stefan Fjeldmark.
Woher kommt dieser Trickfilmboom bei Deutschlands nordischem Nachbarn? Dänemark besitzt mit gleich drei exzellenten Ausbildungsschulen in Sachen Animation einen großen Vorteil gegenüber anderen europäischen Ländern und blickt zudem auf eine lange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Co-Produzenten und ausländischen Trickfilmstudios zurück. Auch im Bereich der Computer-Gaming Branche hat Dänemark eine führende Rolle eingenommen und bietet künftigen Animatoren im 3D-Bereich ein weiteres lukratives Betätigungsfeld. Das populäre PC-Spiel "Hitman" und seine Nachfolger sind dänische Exportschlager.

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