Die verlorene Zeit: Presseheft

 

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Presseheft: Inhalt

Ein Film von Anna Justice

Deutschland 2011

KINOSTART: 24.11.2011
Laufzeit 105 min., 35 mm, 1 : 2,35, Farbe, Dolby SRD

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
LILIES & ROSES
Agentur für Events, Publicity & Promotion
Giesebrechtstrasse 4
10629 Berlin
Tel: 030-88 92 68 50 / 51
Fax: 030-88 92 68 52

 

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Stab
Buch
  Pamela Katz
Regie &
   
Mitarbeit Drehbuch
  Anna Justice
Produzent
  Sven Woldt
Associate Producer
  Michael Ballhaus
Kamera
  Sebastian Edschmid
Schnitt
  Uta Schmidt
Ton
  Uli Fengler
Mischung
  Olaf Mehl
Musik
  Julian Maas
  Christoph M. Kaiser
Szenenbild
  Andreas Olshausen
Kostüme
  Beate Scheel
Maske
  Kerstin Gaecklein
  Heiko Schmidt
Besetzung
 
Hannah Silberstein
  Alice Dwyer
Tomasz Limanowski – 1944
  Mateusz Damiecki
Hannah Levine
  Dagmar Manzel
Rebecca Levine
  Shantel VanSanten
Daniel Levine
  David Rasche
Tomasz Limanowski – 1976
  Lech Mackiewicz
Stefania Limanowska
  Susanne Lothar
Magdalena Limanowska
  Joanna Kulig
Czeslaw Limanowski
  Adrian Topol
Hans von Eidem
  Florian Lucas

DIE VERLORENE ZEIT ist eine Produktion der Media Park Film- und Fernsehproduktions GmbH; in Zusammenarbeit mit MDR, NDR und arte; gefördert mit Mitteln der Nordmedia GmbH in Niedersachsen und Bremen, Mitteldeutsche Medienförderung, Filmförderung Schleswig-Holstein Hamburg, Deutscher Filmförderfonds

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Inhalt

Hannah und Tomasz lernen sich 1944 in einem Konzentrationslager kennen und verlieben sich. Doch nach einer waghalsigen und lebensgefährlichen Flucht werden sie im Chaos des Krieges voneinander getrennt.

Die Geschichte beginnt 1944: Hannah Silberstein (ALICE DWYER) und Tomasz Limanowski (MATEUSZ DAMIECKI) sind ein Liebespaar, doch der Ort, an dem sie zueinander finden, ist die Hölle – sie lernen sich in einem Konzentrationslager kennen. Heimlich treffen sie sich, so oft es geht. Hannah, eine deutsche Jüdin, ist als einziges Mitglied ihrer gesamten Familie nicht sofort nach Ankunft in dem Konzentrationslager in die Gaskammer geschickt worden. Tomasz, ein junger Pole, ist ein politischer Gefangener. Hannah muss täglich damit rechnen, ermordet zu werden. Unter diesem Damoklesschwert stellt sie zudem fest, dass sie schwanger ist. In dem verzweifelten Versuch, Hannah zu retten, organisiert Tomasz über den Lagerwiderstand eine SS Uniform. Mit dieser gelingt den beiden Liebenden die außerordentlich gefährliche Flucht.


Es folgen endlose Tage, an denen sich Hannah und Tomasz verstecken, nur im Schutz der Nacht wagen sie sich voran. Wie durch ein Wunder gelingt es ihnen tatsächlich, bis zu Tomasz’ Elternhaus vorzudringen. Dort aber müssen sie feststellen, dass die Deutschen den Besitz der Familie längst konfisziert haben. Es kommt zu einem bewegenden Wiedersehen zwischen Tomasz’ und seiner Mutter Stefania Limanowska (SUSANNE LOTHAR), doch die Freude währt nur kurz. Stefania, ein strenggläubige Katholikin, verbietet ihrem Sohn, eine Jüdin zu heiraten. Als Hannah eine Fehlgeburt erleidet, bringt Tomasz sie auf den Hof seiner Schwägerin, damit sie sich dort erholen kann. Er selbst schließt sich dem polnischen Widerstand an. Die Trennung soll nur kurz währen, doch nach einigen Monaten kehrt Tomasz’ Bruder Czeslaw (ADRIAN TOPOL) allein aus dem umkämpften Warschau zurück. Während der letzten blutigen Schlachten des Warschauer Aufstands hat er den Kontakt zu Tomasz verloren.

Frühling 1945. Die Straßen sind voll mit Kriegsheimkehrern und Vertriebenen, die Menschen fürchten sich vor dem Einmarsch der Russen. Bereits kurz nach seiner Rückkehr werden Czeslaw und seine Frau von der provisorischen Sowjet-Regierung wegen Unterstützung der polnischen Unabhängigkeit verhaftet. Hannah verharrt mit Tomasz’ Mutter auf dem Hof und wartet sehnsüchtig auf Tomasz’ Heimkehr, doch er kommt nicht.
Die Zeit vergeht und Hannah beschließt, nach Berlin zurückzukehren. Zu Fuß macht sie sich auf den langen, einsamen und beschwerlichen Weg. Nur ein paar Wochen später kehrt Tomasz tatsächlich auf den Hof zurück, findet jedoch nur noch seine Mutter vor. Aus Angst, ihren Sohn noch einmal zu verlieren, lügt sie ihn an und behauptet, Hannah sei gestorben.

1976. 32 Jahre später in New York sieht Hannah (DAGMAR MANZEL) zufällig ein Fernsehinterview, in dem sie Tomasz wiederzuerkennen glaubt. Sie ist überwältigt von der Tatsache, dass Tomasz wohlmöglich noch lebt, kann sich aber weder dazu durchringen, ihrem amerikanischen Ehemann Daniel (DAVID RASCHE) noch ihrer Tochter Rebecca (SHANTEL VAN SANTEN) davon zu erzählen. Heimlich versucht Hannah, Kontakt mit Tomasz aufzunehmen, doch die Bürde dieses Geheimnisses belastet sie schwer. Ihr Verhalten wird immer seltsamer und zwanghafter. Die Spannungen zwischen Hannah und Daniel steigen und stehen kurz vor der Explosion.

Tomasz (LECH MACKIEWICZ) lebt nach wie vor in Polen, das 1976 noch hinter dem Eisernen Vorhang liegt. Er ist mittlerweile geschieden und hat eine erwachsene Tochter. Seinen fröhlichen Optimismus – einst Tomasz’ Markenzeichen – hat er im Laufe der Jahre jedoch verloren. Erst als das Telefon klingelt und er Hannahs Stimme hört, scheint der „alte“ Tomasz neu zum Leben erweckt. Hannah fliegt nach Polen, um ihn zu treffen.

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Pressenotiz

Eine zentrale Frage, die mich während der Arbeit am Film vor allem beschäftigt hat, war die der Authentizität, denn der Film hat einen historischen Hintergrund und der sollte gebührend dargestellt werden. Die Geschichte ist von wahren Begebenheiten inspiriert, wir haben aber auch Versatzstücke anderer Biographien (die wir durch Recherche fanden) in die Charaktere eingearbeitet. Durch die Recherche erfuhr ich darüber hinaus viel über polnische Zivilisten, sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Lager, über die Qual durch die deutsche Besatzung, über zwanghafte Kollaboration unter lebensbedrohlichen Umständen, und vor allem über den bewundernswerten Mut der Polen. In deutschen Filmen wurde all dem bisher nicht viel Beachtung geschenkt. Ich hatte es mir zum Ziel gesetzt, so viel wie möglich davon im Film zu erzählen, wann immer die Geschichte sich gewissermaßen dafür anbot.

Die größte Herausforderung bestand darin, in nur einigen wenigen Rückblenden die Komplexität eines Konzentrationslagers darzustellen, seiner Gefangenen und Peiniger, eine mittendrin stattfindende Liebesgeschichte zu erzählen und die geheimen Nichen aufzuzeigen, die es trotz allem gab. Ohne auf Klischees zurückzugreifen. Ohne den tagtäglichen Terror zu verharmlosen. Das zu erarbeiten erforderte viel Zeit und Nachdenken.

Viel diskutiert wurde auch über die Frage ob Menschen füreinander bestimmt sind. Ich persönlich glaube an den Zufall. Für mich liegt die Schönheit dieser Geschichte in der Tatsache, dass die beiden Liebenden zufällig das unglaubliche Glück hatten, sich mit dem auszusöhnen, was ihnen zugestoßen war, mit ihrer Liebe und mit ihrem Schicksal.

Die Arbeit an diesem Film war, abgesehen von den Mühen verursacht durch ein verschwindend geringes Budget für einen internationalen, historischen Film, eine schöne Arbeit. Es war sehr spannend, polnische Darsteller in Polnisch sprachigen Szenen zu inszenieren. Obwohl ich angefangen hatte, Polnisch zu lernen, ist es eine für unsere Ohren zunächst sehr fremde Sprache. Wenn man die Szene beurteilt, kann man nur sagen, ob sie sich richtig angefühlt hat, die Gesten, der Klang der Stimmen, der Ausdruck. Man muss einen Teil der Kontrolle als Regisseur an die Schauspieler abgeben. Mit so herausragenden Darstellern wurde das eine wundervolle Zusammenarbeit, sogar an Tagen, wenn sie den polnischen Text von innen nach außen gekehrt haben.

An meiner Seite hatte ich insgesamt ein wunderbares Team. Mit den meisten der Creative Heads hatte ich bereits zuvor zusammen gearbeitet, außerdem hatte ich einen sehr freundlichen und geduldigen Produzenten und eine bis in die kleinsten Rollen fantastische Besetzung. Die Arbeit am Film wurde gewissermaßen mein persönlicher ‚Aufbruch’ nach Polen, ein Land, dessen Kultur und Geschichte mich in seinen Bann geschlagen hat. Ironischerweise schreibe ich diesen Text in einem Hotel in Warschau während der Recherchen zu meinem nächsten, polnisch-deutschen Filmprojekt.

Anna Justice, September 2011

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Biografie Anna Justice

Anna Justice wurde in Münster geboren. Um ihre Ausbildung als Übersetzerin zu vervollständigen, ging sie nach Los Angeles und blieb schließlich 5 Jahre dort. In dieser Zeit verübte sie außerdem unterschiedlichste Tätigkeiten und machte später erste Erfahrungen in der Filmbranche. Es folgte ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Außerdem nahm sie an Drehbuchkursen bei Don Bohlinger (dffb) und bei Frank Daniel (USC) teil. Seit 1997 arbeitet Anna Justice als Regisseurin und Drehbuchautorin.

Filmografie (Auswahl)

2011 – Die verlorene Zeit
2007 – Max Minsky und ich
2006 – Noch einmal lieben
2005 – Ich liebe das Leben (TV)
2002 – Gefühle im Sturm (TV)
2000 – Der Sommer mit Boiler (TV)
1998 – Tut mir leid wegen gestern

Auszeichnungen

Die Verlorene Zeit
Publikumspreis Filmkunstfest Schwerin 2011

Max Minsky und ich
Nominierung Deutscher Filmpreis 2008 / Lola BESTER KINDERFILM

Bester Kinderfilm beim Tallinn Black Nights Film Festival PÖFF, Estland; Löwe Hachenburger Filmfest; Teenarena Publikumspreis Sarajevo, Bosnien und Herzegovina; Bester Film beim International Children’s Film Festival Tel Aviv, Israel; Kindermedienpreis Weißer Elefant, München; Milos Macourek Award, Zlin, Tschechien; Goldene Klappe, Augsburg; Sehpferdchen Kinderjurypreis Hannover; Jugendjurypreis Winnipeg, Kanada; Publikumspreis Winnipeg, Kanada; Großer Preis der Kinderjury Montreal, Kanada; Preis der Kinderjury Antwerpen, Belgien.

„Ich liebe das Leben“
Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis

„Tut mir leid wegen gestern“
Golden Lion – Outstanding Achievement of a Young Director

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